Prof. Dr. Prof. h. c. Bernhard Swoboda

Prof. Dr. Prof. h. c. Bernhard Swoboda

Universität Trier, FB IV, BWL-AMK,
Lehrstuhlinhaber, Professur für Marketing und Handel
Profil
Kurzvita

Universitätsprofessor Dr. Bernhard Swoboda, geboren am 20.1.1965 in Beuthen, hat nach dem Abitur 1985 in Lünen/Westfalen Betriebswirtschaft an den Universitäten Gießen und Essen studiert. In der Zeit war er in der Praxis bei einigen Unternehmen tätig.

Von 1990 bis 1996 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Essen, wo er nach dem Wechsel von Universitätsprofessor Dr. Joachim Zentes nach Saarbrücken gemeinsam mit Professor Hans A. Nüssel das Fach Marketing bis zu Wiederbesetzung im Jahre 1995 betreute. Nach der Promotion durch die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität des Saarlandes (Thema: Interaktive Medien am Point of Sale. Eine verhaltenswissenschaftliche Analyse der Wirkung multimedialer Systeme) – war er ab April 1996 Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Außenhandel und Internationales Management und zugleich Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Handel und Internationales Marketing an der Universität des Saarlandes und Referent am Europa-Institut der Universität des Saarlandes (MBA Europe Programm). Im Dezember 2000 habilitierte sich Dr. Swoboda (Thema: Dynamische Prozesse der Internationalisierung. Managementtheoretische und empirische Perspektiven des unternehmerischen Wandel) und erhielt die Venia Legendi für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. Im Jahre 2001 erhielt er den Ruf auf die Professur für ABWL, insb. Marketing and Handel an der Universität Trier, nahm diesen an und entschied sich gegen die Professur für ABWL, insb. Internetökonomie and elektronische Märkte an der Universität Wuppertal.

Universitätsprofessor Dr. Swoboda war Scholar an der Berkeley University und Lehrbeauftragter an den Universitäten Gießen und St. Gallen. Seit 1999 ist er Referent und Gastprofessor an der WHU Koblenz und an der Universität Basel sowie an der Universität Gabriela Mistral, Santiago de Chile. Zu seinen Forschungsfeldern, zu denen er über zweihundert Publikationen verfasst hat, gehören das Handelsmanagement, das Konsumgütermarketing und das Internationale Management. Herr Swoboda war an zahlreichen praktischen Projekten mit Unternehmen beteiligt wie COOP/Schweiz, EMD/Markant, Goodyear/FRI, Karstadt, Kaufhof, Lekkerland Tobaccoland, Quelle, SAP u.A.

Arbeitsgebiete / Forschungsschwerpunkte

Handelsmanagement und Konsumgütermarketing

Das Management von Handelsunternehmen wird aufgrund der fortschreitenden vertikalen, horizontalen und internationalen Verflechtung der Handelstätigkeit zunehmend komplexer. Dieser Entwicklung trägt unser Forschungsprogramm in mehrfacher Hinsicht Rechnung. Zu den traditionellen Forschungsfragen – so Konzentrations- und Standortanalysen, Positionierungskonzepten – treten neuere hinzu, die wir adressieren.

  • Retail Branding steht bereits seit längerer Zeit in unserem Fokus, denn das (Selbst-) Verständnis des Food-Handels ist hier noch gering ausgeprägt und die Sicht der Kunden überraschend, wie die branchenübergreifende Analysen zeigen. Aktuell widmen wir uns dem Phänomen des Zusammenhangs zwischen Store Brand und Corporate Reputation.
  • Im Vordergrund steht dabei die Internationalisierung, die für Handelsunternehmen neuartige Herausforderungen, sowohl auf den nunmehr stärker umkämpften Heimatmärkten als auch bei eigenen Aktivitäten in neuen Absatzmärkten, mit sich bringt. Hier blicken wir auf die Internationalisierungsstrategien, die Marktbearbeitung, die Prozesse und die Führung.
  • Über dem filialisierten Einzelhandel liegt ein schwächerer Fokus auf Großhandelsunternehmen, traditionelle Verbundgruppen und auch nationalen/internationalen Vertriebs- und Handelsorganisationen von Industrieunternehmen, bis hin zu Hersteller-Handels-Beziehungen im Zuge des „International KAM“.




International Management und International Branding

Es gibt heute kaum noch Branchen, die nicht international tätig sind oder die nicht zumindest in Form von ausländischen Konkurrenten auf heimischen Märkten von der Globalisierung der Wirtschaft betroffen sind. Diese Entwicklungen greifen wir branchen- und themenspezifischen auf.

  • Korrespondierend zu zwei der genannten Forschungsfelder betrachten wir die internationale und kulturspezifische Wirkung von Corporate Brands sowie Produkt-Brands in der Konsumgüterindustrie, was empirisch aus Sicht der Mitarbeiter und vor allem der Kunden in mehreren Ländern im Vergleich oder ausgewählten Emerging-Countries erfolgt.
  • Einen Kernbereich des IM betreffen dynamische Internationalisierungsprozesse, d.h. die Entwicklung von produzierenden Unternehmen im Ausland über die Zeit und zwar sowohl hinsichtlich der Coordination (Strukturen, Systeme und Kultur) wie auch der Determinanten dieser Entwicklung. Ähnlich werden die Switches in „Modes of Internationalisation“ betrachtet bis hin zu einer „Reduktion“ als Teil des Divestments der Auslandsaktivitäten.
  • Ein noch auszubauender Schwerpunkt liegt auf den komparativen Kundenurteilen zur Internationalisierung im Dienstleistungssektor wie auch internationalen, kundenorientiert gestalteten Wertketten.
Wirtschaftslexikon
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