| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Dieses Buch veranschaulicht praxisorientiert die Bedeutungen von weit verbreiteten chinesischen Sprichwörtern, Redewendungen und Slang und ihre möglichen Anwendungen in Business ... Vorschau
22.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Fälle von Computerkriminalität in Deutschland
Polizeilich erfasste Fälle von Computerkriminalität in Deutschland von 1995 bis 2010
Statistik: Fälle von Computerkriminalität in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Ein Mindestlohn ist ein vom Staat oder von den Tarifparteien festgelegtes Arbeitsentgelt, das den Beschäftigten als Minimum zusteht. Damit sollen Arbeitnehmer mit einer geringen Verhandlungs- und Vertretungsmacht vor Ausbeutung durch den Arbeitgeber geschützt werden. Zudem soll Armut trotz bezahlter Arbeit ... mehr
von  Privatdozent Dr. Fred Henneberger, Prof. Dr. Berndt Keller
Unter den Begriff der Bilanzpolitik fallen alle legalen Maßnahmen, die der Bilanzierende innerhalb des Jahresabschlusses und Lageberichts ergreift, um die Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens inhaltlich und/oder formal so zu gestalten, dass bei den Adressaten bestimmte ... mehr
von  Prof. Dr. Michael Hommel

3. EU-Geldwäsche-Richtlinie

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Geldwäsche-Richtlinien haben die Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Einbringung illegaler Geldsummen in den offiziellen Finanz- und Wirtschaftskreislauf zum Ziel. Die dritte Geldwäscherichtlinie (Richtlinie 2005/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26.10.2005 enthält u.a. eine Verschärfung der Sorgfaltspflichten, eine Verpflichtung zur Schaffung einer nationalen Zentralstelle für Verdachtsanzeigen und die Integration der Terrorismusfinanzierung in die Geldwäschebekämpfung.

Ausführliche Erklärung:

1. Begriff: Geldwäsche-Richtlinien haben die Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Einbringung illegaler Geldsummen in den offiziellen Finanz- und Wirtschaftskreislauf zum Ziel.

2. Verpflichtende EU-Richtlinien: Auf EU-Ebene wurde - aufbauend auf den Empfehlungen der FATF - 1991 die erste europäische Geldwäscherichtlinie (Richtlinie 91/308/EWG des Rates der Europäischen Gemeinschaften vom 10.6.1991, ABl L 166 vom 28.6.1991) ausgearbeitet. Durch die zweite Geldwäscherichtlinie (Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates vom 4.12.2001 zur Änderung der Richtlinie 91/308/EWG des Rates zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Geldwäsche, ABl L 344 vom 28.12.2001) wurden neben Banken und Finanzdienstleistern auch Bereiche des Nichtfinanzsektors in die Geldwäschebekämpfung einbezogen. Die dritte Geldwäscherichtlinie (Richtlinie 2005/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26.10.2005 zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung, ABl L 309 vom 25.11.2005; im Folgenden kurz: 3. RL) enthält u.a. eine Verschärfung der Sorgfaltspflichten, eine Verpflichtung zur Schaffung einer nationalen Zentralstelle für Verdachtsanzeigen und die Integration der Terrorismusfinanzierung in die Geldwäschebekämpfung.

3. Adressaten der 3. RL: Adressaten sind insb. Kredit- und Finanzinstitute, Abschlussprüfer, externe Buchprüfer, Steuerberater, Notare und Rechtsanwälte bei bestimmten Transaktionen, sonstige Dienstleister für Trusts oder Gesellschaften, Immobilienmakler, Kasinos und alle Arten von Unternehmen, die mit Gütern handeln und (Bar- oder elektronische) Zahlungen ab einer Höhe von 15.000 Euro entgegennehmen (Art 2 der RL).

4. Die Umsetzung der 3. RL in dt. Recht trat mit dem Geldwäschebekämpfungsergänzungsgesetz (GwBekErgG), auch kurz Geldwäschegesetz (GwG), am 21.8.2008 in Kraft.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE