| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Das Lexikon für Beruf und Studium definiert mehr als 2.000 Stichwörter zu Buchführung, Bilanzierung, Kostenrechnung und Controlling. Einfach und verständlich ... Vorschau
39.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Arbeitskosten in Ländern der EU
Arbeitskosten pro Arbeitsstunde in der Privatwirtschaft in Ländern der EU im Jahr 2010
Statistik: Arbeitskosten in Ländern der EU Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Mit der Plankostenrechnung lassen sich einerseits zukünftige Kosten für das Unternehmen, die Unternehmensbereiche, Prozesse und Produkte bestimmen. Plankosten erlauben andererseits im nachhinein Soll-Ist-Vergleiche für Kostenstellen und Kosten für erbrachte Leistungen. Sie dienen damit der Steuerung von Ergebnissen, Gemeinkostenbereichen und Projekten ... mehr
von  Prof. Dr. Jochen R. Pampel, Prof. Dr. Kurt Vikas
Dienstleistungsmarketing ist eine Teildisziplin in der Marketingwissenschaft. Dienstleistungen unterscheiden sich in ihren Eigenschaften wesentlich von Sachgütern: Sie bedürfen einer permanenten Leistungsfähigkeit des Anbieters sowie der Einbindung des Kunden in die Erstellung der Leistung und sind zumindest teilweise immateriell. Daraus ergeben ... mehr
von  Prof. Dr. Manfred Bruhn

Abbruchkosten

Definition

ANZEIGE

I. Handelsrecht:

1. Grundsätzlich sind Abbruchkosten Aufwendungen in der Periode ihres Anfalls, und zwar - je nach Zuordnung des abgebrochenen Vermögensgegenstandes - das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit oder das außerordentliche Ergebnis belastend (Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)). In Anlehnung an das steuerliche Aktivierungsgebot wird es für zulässig angesehen, Abbruchkosten als nachträgliche Anschaffungskosten beim Gebäudeerwerb mit Abbruchabsicht zu aktivieren, sofern keine neuen Baulichkeiten errichtet werden. Ggf. Saldierung mit Abbrucherlösen.

2. Für Abbruchkosten ist eine Rückstellung zu bilden, wenn z.B. vertraglich eine Abbruchverpflichtung für Gebäude auf fremdem Grund und Boden besteht.

II. Kostenrechnung:

Abbruchkosten sind Kosten der Ausmusterung von Anlagen. Traditionell werden sie wie in der externen Rechnungslegung behandelt.

III. Steuerrecht:

1. Wurde das Gebäude ohne Abbruchabsicht erworben und gehörte das Grundstück schon bei Errichtung des abgerissenen Gebäudes dem jetzigen Eigentümer, so sind im Jahr des Abbruchs die Abbruchkosten und der Restbuchwert des abgebrochenen Gebäudes sofort abziehbare Betriebsausgaben.

2. Hat der Steuerpflichtige das Gebäude mit Abbruchabsicht erworben und war das Gebäude technisch oder wirtschaftlich nicht verbraucht, so gehören sein Restbuchwert und die Abbruchkosten, wenn der Abbruch mit der Herstellung eines neuen Wirtschaftsgutes in einem engen wirtschaftlichen Zusammenhang steht, zu den Herstellungskosten des neuen Wirtschaftsgutes, sonst zu den Anschaffungskosten des Grund und Bodens. War das Gebäude im letzten Fall im Zeitpunkt des Erwerbes objektiv wertlos, so entfällt der volle Anschaffungspreis und die Abbruchkosten auf den Grund und Boden. Erwerb mit Abbruchabsicht wird vermutet, wenn ein Gebäude innerhalb von drei Jahren nach dem Erwerb des Grundstücks abgebrochen wird.

3. Wird der Abbruch eines zum Privatvermögen gehörenden Gebäudes und die Errichtung eines Gebäudes geplant, so gehören der Wert des abgebrochenen Gebäudes und die Abbruchkosten zu den Herstellungskosten des neu zu errichtenden Gebäudes.

IV. Versicherungswirtschaft:

Begriff aus der Gebäudeversicherung. Neben dem eigentlichen Schaden entstehen Kosten am Schadenort für den Abbruch von nicht mehr verwertbaren Resten. Diese Kosten werden meistens in der verbundenen Wohngebäudeversicherung zu einem bestimmten Anteil bis zu maximal 100 % der Versicherungssumme mitversichert.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Literaturhinweise/Links
Literaturhinweise
Bücher
  • Sebold-Bender, M.:  Abbruchkosten
    2. Auflage, Wiesbaden, 2017  in: Wagner, F. (Hrsg.): Gabler Versicherungslexikon
Sachgebiete
Informationen zu den Sachgebieten
In der BWL wird unter dem Begriff Organisation das formale Regelwerk eines arbeitsteiligen Systems verstanden. D.h. von Organisation spricht man in diesem Zusammenhang, wenn mehrere Personen in einem arbeitsteiligen Prozess mit Kontinuität an einer gemeinsamen Aufgabe infolge eines gemeinsamen Zieles ... mehr
Die betriebswirtschaftliche Steuerlehre erörtert steuerpolitische Ziele, die hauptsächlich steuerbilanzpolitischer Natur sind. Als eine Teildisziplin der Betriebwirtschaftslehre befasst sie sich mit den Einflüssen, welche die Besteuerung auf das Vermögen, die Liquidität und die Organisation einer Unternehmung hat. Des Weiteren gehören die ... mehr
Internationales Privatrecht (IPR) ist die Gesamtheit der Rechtssätze, die bei einem Sachverhalt mit Beziehungen zu ausländischen Rechtsordnungen bestimmen, welches Privatrecht von inländischen Gerichten oder Behörden anzuwenden ist, sofern nicht zwischenstaatliche Abkommen oder Verträge vorgehen.––Internationales Privatrecht regelt private Sachverhalte mit Auslandsberührung ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff und Einordnung Unter der risikoorientierten Bepreisung wird die Festlegung eines Preises für eine unternehmerische Leistung verstanden, bei der neben den Kosten der Leistung und einem i.d.R. prozentualen Aufschlag als Abgeltung des Unternehmerwagnisses auch mögliche Risiken, die mit der unternehmerischen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Dr. Markus Siepermann
I. Einleitung: Marktdesign als angewandte Forschungsdisziplin Beispiele für Fragen, mit denen sich Marktdesigner beschäftigen, sind: Welche Marktregeln führen zu effizientem Emissionshandel, und welche Organisationsform der europäischen Strombörse generiert wettbewerbliche Strompreise? Wie können innerbetriebliche Anreizsysteme die Mitarbeiter bestmöglich motivieren? Welche Informationsflüsse erzeugen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Axel Ockenfels
I. Medienmanagement als wirtschaftswissenschaftliche Disziplin 1. Medienökonomie und Medienmanagement: Gegenstand der Medienökonomie ist die ökonomische Analyse der Bedingungen journalistischer Produktion, der Distribution und des Konsums von Medieninhalten und Trägermedien. Unterschieden werden können dabei mikro- und makroökonomische Fragen bzw. Entscheidungen. Die makroökonomische Analyse im ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Insa Sjurts