1. Begriff: durch die Nairobi-Rede des damaligen Weltbankpräsidenten R. McNamara (1973) in die entwicklungspolitische Diskussion eingeführte Bezeichnung für die entwürdigenden Lebensbedingungen der Armen in der Dritten Welt. In absoluter Armut leben alle Personen mit einem Tageseinkommen unterhalb eines bestimmten US-Dollar-Betrages, gerechnet in Kaufkraftparität. Die absolute Armutsgrenze wird von der Weltbank bei 1,25 PPP US-Dollar pro Tag angesetzt (Preisniveau von 2005).
2. Messung: ausgewählte Indikatoren der absoluten Armut (Armutsindikatoren) nach der International Development Association (IDA) sind a) Pro-Kopf-Einkommen, b) Kalorienaufnahme, c) durchschnittliche Lebenserwartung, d) Kindersterblichkeit sowie e) Geburtenrate.
Vgl. auch Armut, relative Armut.