| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in 50.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Der von Insidern hoch geschätzte WP Sebastian Hakelmacher schreibt diesen einzigartigen satirischen Wirtschaftsbestseller den Lesern aus dem Herzen, die noch ... Vorschau
Statistik (von statista.com)
Wert aller Aktien weltweit
Gesamtwert des weltweit an den Börsen gehandelten Aktienbestandes von 2000 bis 2011 (in Billionen US-Dollar)
Statistik: Wert aller Aktien weltweit
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Der Begriff des Controllings umfasst mehr als der zugrunde liegende Terminus „to control” und bedeutet so viel wie „Steuerung, Lenkung und Überwachung”. Die damit im Vordergrund des Controllings stehende Steuerungsfunktion weist dabei konkret für Banken eine inhaltliche und eine formale ... mehr
von  Prof. Dr. Dres. h. c. Henner Schierenbeck, Prof. Dr. Michael Pohl
CRM ist zu verstehen als ein strategischer Ansatz, der zur vollständigen Planung, Steuerung und Durchführung aller interaktiven Prozesse mit den Kunden genutzt wird. CRM umfasst das gesamte Unternehmen und den gesamten Kundenlebenszyklus und beinhaltet das Database Marketing und entsprechende CRM-Software ... mehr
von  Prof. Dr. Heinrich Holland

Aktionär

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:
Ausführliche Erklärung:

1. Begriff: Ein Aktionär ist der Inhaber von Aktien einer Aktiengesellschaft (AG), Societas Europaea (SE) oder Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA).

2. Legitimation: Bei Inhaberaktien legitimiert der bloße Besitz der Aktienurkunde den Inhaber als Aktionär; auf der Namensaktie war der Aktionär früher namentlich bezeichnet. Die Aktie als Wertpapier im Sinne von effektiven Stücken existiert bei börsennotierten Gesellschaften jedoch so gut wie nicht mehr, sondern fast nur noch in Form von Sammelurkunden. Der Aktionär kann sich durch Vorlage der Aktie selbst heute also nicht mehr legitimieren. Beim Kauf einer Aktie erfolgt eine Kontenbuchung, die von der Sammelurkunde abgeleitet wird. Zum Nachweis der Berechtigung zur Teilnahme auf der Hauptversammlung reicht heute bei börsennotierten Gesellschaften mit Inhaberaktien ein Nachweis in Textform, ausgestellt durch die Depotbank, § 123 III 2 AktG. Der Aktionär ist bei Namensaktien in das Aktienregister einzutragen.

3. Rechte: Der Aktionär hat Anspruch auf Anteil am Reingewinn (auf Dividende) sowie bei Auflösung der AG am Liquidationserlös. Er hat Stimmrecht und Auskunftsrecht in der Hauptversammlung, ferner zum Schutze seiner Interessen bes. Rechte, wie das der Anfechtung von Beschlüssen der Hauptversammlung sowie u.U. Minderheitsrechte, mit deren Hilfe ein Quorum von Aktionären auch die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung erzwingen kann. Bei Ausgabe neuer Aktien oder von Wandelschuldverschreibungen hat der Aktionär i.Allg. ein Bezugsrecht.

4. Pflichten: Der Aktionär ist zu Zahlungen gegenüber der AG nur bis zur Vollzahlung des Nennwertes bzw. des satzungsmäßigen höheren Ausgabebetrags der Aktie oder zu den in der Satzung bestimmten Sacheinlagen verpflichtet. Für Gesellschaftsschulden haftet er persönlich nur, wenn ihm Einlagen zurückgewährt wurden.

In bes. Fällen können dem Aktionär auch Nebenverpflichtungen obliegen und Sonderrechte zustehen.

5. Aktionärszahlen in der Bevölkerung: Im ersten Halbjahr 2012 betrug die Zahl der inländischen Direktaktionäre nach Erhebungen des Deutschen Aktieninstituts e.V. rund 4,9 Mio. und damit ca. 7,6 Prozent der Bevölkerung. Der bisherige Höchststand betrug im Jahr 2000 mit 6,2 Mio. Aktionären demgegenüber 9,7 Prozent. Nimmt man die Besitzer von Aktienfondsanteilen als indirekte Anleger in Aktien hinzu, ergibt dies eine Zahl von 10,2 Mio. Anlegern, also 15,7 % der Bevölkerung.

6. Ausländische Aktionäre: Der Anteil ausländischer Investoren am gesamten Aktienbestand deutscher Aktiengesellschaften hat sich von 10 Prozent im Jahr 1997 auf 20 Prozent im Jahr 2010 verdoppelt. Bei den großen DAX-Gesellschaften besitzen ausländische Investoren mehr als die Hälfte der Aktien.

Vgl. auch Deutscher Aktienindex (DAX).

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Aktionär
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff Unter einer strategischen Planung wird die Institutionalisierung eines umfassenden Prozesses verstanden, um zu entscheiden, in welche Richtung sich ein Unternehmen (oder ein Teilbereich des Unternehmens) entwickeln soll, d.h. welche Erfolgspotenziale es nutzen und ausschöpfen sollte, und welchen Weg in ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Günter Müller-Stewens
I. Der Trend zum CRM CRM ist zu verstehen als ein strategischer Ansatz, der zur vollständigen Planung, Steuerung und Durchführung aller interaktiven Prozesse mit den Kunden genutzt wird. CRM umfasst das gesamte Unternehmen und den gesamten Kundenlebenszyklus und beinhaltet das Database ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Heinrich Holland
I. Begriff und Einordnung Unter dem Begriff Web 2.0 wird keine grundlegend neue Art von Technologien oder Anwendungen verstanden, sondern der Begriff beschreibt eine in sozio-technischer Hinsicht veränderte Nutzung des Internets, bei der dessen Möglichkeiten konsequent genutzt und weiterentwickelt werden. Es ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Richard Lackes, Dr. Markus Siepermann