Seit Anfang der 1980er-Jahre gibt es eine öffentliche Auseinandersetzung über Ausmaß und Verbreitung von Armut in den reichen Industrienationen. Auch in Deutschland folgten Studien und Veröffentlichungen der Gewerkschaften und der Wohlfahrtsverbände zur Armutssituation. Mit dem 3. Armutsbericht der Bundesregierung im Mai 2008 kam sie der Forderung der Institutionalisierung einer nationalen Armutsberichterstattung nach, die vorsieht das die jeweilige Regierung in der Mitte ihrer Wahlperiode über die Lebenslagen der Bundesbürger berichtet.