| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Das Buch enthält jeweils 5 Abschlussprüfungen in den Fächern Bankbetriebswirtschaft, Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Recht. Die beigefügten kommentierten Lösungen ermöglichen es ... Vorschau
29.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Wert aller Aktien weltweit
Gesamtwert des weltweit an den Börsen gehandelten Aktienbestandes von 2000 bis 2011 (in Billionen US-Dollar)
Statistik: Wert aller Aktien weltweit
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Unter Managed Care wird im weitesten Sinne gesteuerte Versorgung verstanden. Dies bedeutet insbesondere, dass selektive Verträge geschlossen werden, Managementmethoden aus der allgemeinen Managementlehre übertragen werden und die Trennung von Leistungserstellung und Leistungsfinanzierung zumindest partiell aufgehoben wird. In der Literatur findet ... mehr
von  Prof. Dr. Volker Eric Amelung, Prof. Dr. Axel Mühlbacher, PD Dr. Christian Krauth
Die Balanced Scorecard ist ein Verbindungsglied zwischen Strategiefindung und -umsetzung. In ihrem Konzept werden die traditionellen finanziellen Kennzahlen durch eine Kunden-, eine interne Prozess- und eine Lern- und Entwicklungsperspektive ergänzt
von  Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber

Bad Bank

Definition

ANZEIGE

1. Begriff: Als Bad Bank (dt. „schlechte Bank“) werden Finanzinstitute bezeichnet, die in Zeiten von Bankenkrisen (bei globaler Auswirklung auch zu Finanzkrisen führend) als reine Abwicklungsbanken gegründet werden, speziell zum Zwecke der Abwicklung bzw. Entsorgung nicht einlösbarer Kreditforderungen und schwieriger Wertpapiere (auch „toxischer“ Papiere), die bei Ausfall in ihrer Gesamtheit die Bonität der betroffenen Banken gefährdet hätten. Hat die sog. Bad Bank ihre Entsorgungsfunktion erfüllt, wird sie aufgelöst oder in eine „Good“ Bank umgewandelt.

2. Aufgabe/Funktionsweise: Die Einrichtung von Bad Banks stellt eine Pufferlösung dar, indem sie es den Banken ermöglicht, sich von ihren zuhöchst risikobehafteten Papieren, die ihre Liquidität gefährden, zu trennen. Aufgabe der Bad Banks ist es, die Risikopapiere der anderen aufzukaufen, zu entsprechender Gelegenheit auf eigene Rechnung möglichst gut zu verkaufen oder bei Unverkäuflichkeit als Verluste abzuschreiben - sodass die „guten“ Banken bilanziell nicht mehr belastet werden.

3. Voraussetzung: Ein Funktionieren der Abwicklung kann nur gewährleistet sein, wenn entweder eine Bankengruppe ihrerseits oder bei größerem Ausmaß gar der Staat mittels Einlagensicherungfonds die Haftung für die „schlechten“ Kredite etc. übernimmt.

4. Hintergrund: Es geht darum, die Vertrauenswürdigkeit in die Bonität der „guten“ Banken untereinander und gegenüber potenziellen Investoren und damit den Geldfluss wiederherzustellen, um die für das Funktionieren des marktwirtschaftlichen Wirtschaftskreislaufes so notwenige Kreditvergabe an die einzelnen Wirtschaftsteilnehmer wieder in Gang zu bringen. Mit einer Bankenkrise oder gar Finanzkrise gerät stets auch die Kreditvergabe an die an der Krise unbeteiligten Wirtschaftsteilnehmer ins Stocken und führt so zu einem negativen Dominoeffekt, der auch bis dahin stabile Unternehmen mit in die Krise reißt.

5. Vorteile/ Risiken: Durch die vertrauensschaffende Wirkungsweise einer oder mehrerer Bad Banks kommt die für Investitionen notwendige Kreditvergabe wieder in Fluss, die Markteilnehmer und Märkte erholen sich, Chancen für eine steigende Konjunktur werden wieder eröffnet. Doch müssen letztlich auch die Kosten dieser Form einer Kreditbereinigung von jemandem übernommen werden: im Falle dass die Banken unter sich hafteten, sind es die Banken selbst. Im Falle der Staat bietet die notwendige Sicherung, bürgt letztlich der Bürger mit seinen Steuern und es stellt sich die Frage einer allmählichen Rückverteilung der Lasten auf diejenigen, die zuvor aufgrund übersteigerter Gewinne die Finanzkrise erst auslösten.

Vgl. auch Finanzmarktstabilisierungsfonds.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Bad Bank
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Einführung Geschäftsprozesse repräsentieren eine Folge von Wertschöpfungsaktivitäten mit dem Ziel der Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Geschäftsprozesse beschreiben, welcher Input einem Unternehmen zugeführt wird, welche Ressourcen innerhalb eines Unternehmens verarbeitet werden und welcher kundenspezifische Output durch das Unternehmen generiert wird. ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Alexander Nowak, Professor Dr. Frank Leymann
I. Begriff Das identitätsbasierte Markenmanagement stellt einen außen- und innengerichteten Managementprozess mit dem Ziel der funktionsübergreifenden Vernetzung aller mit der Markierung von Leistungen zusammenhängenden Entscheidungen und Maßnahmen zum Aufbau einer starken Marke dar. II. Merkmale Abweichend von herkömmlichen Ansätzen der Markenführung, sieht das ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Christoph Burmann, Dipl.-Geogr. Andreas Müller
I. Charakterisierung Steuern stellen für die Wirtschaftssubjekte negative Erfolgsbeiträge dar, da regelmäßig eine Orientierung an Nettozielgrößen erfolgt. Gesucht werden deshalb (internationale) Investitionsstandorte, die bei gegebener Investition die minimale Steuerbelastung bzw. die maximale Nachsteuerrendite aufweisen. Der Stellenwert der internationalen Steuerbelastung hängt allerdings ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Thomas Egner