| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 50.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Das kompakte Nachschlagewerk bietet sowohl Studierenden und Lehrenden der Wirtschaftsmathematik und der Wirtschaftswissenschaften als auch Anwendern in der Praxis eine ... Vorschau
14.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 39,90 € - inkl. weiterer 50.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Anzahl der Habilitationen in Deutschland
Anzahl der Habilitationen an Hochschulen in Deutschland im Jahr 2010 nach Fächergruppen
Statistik: Anzahl der Habilitationen in Deutschland Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Börsenkommunikation soll die Transparenz an den Kapitalmärkten sicherstellen. Anleger haben ein berechtigtes Interesse an den Vorgängen im Unternehmen und an Entscheidungen des Managements, das Unternehmen hat ein Interesse daran, die eigenen Positionen zu verdeutlichen. Wesentliche Teile der Börsenkommunikation sind durch ... mehr
von  Dr. Perry Reisewitz
Ziele, Handlungsmöglichkeiten und Reichweite staatlicher Sozialpolitik im Rahmen marktwirtschaftlicher Ordnungen sind in der Wissenschaft wie in der praktischen Wirtschafts- und Sozialpolitik Gegenstand anhaltender Kontroversen. Dahinter stehen teilweise unterschiedliche Grundhaltungen zum Verhältnis individueller Eigenverantwortung und staatlichen Handelns, teilweise unterschiedliche Schlussfolgerungen aus ... mehr
von  Prof. Dr. Gerhard Kleinhenz, Prof. Dr. Martin Werding

Barwert

Definition

ANZEIGE

1. Begriff: Heutiger Wert zukünftiger Zahlungen (Cashflows) unter Annahme einer bestimmten Verzinsung (z.B. Barwert von Investitionsrückflüssen, Barwert einer Rente oder Barwert einer Anleihe). Durch die Ermittlung des Barwertes werden Zahlungen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten entstehen, vergleichbar gemacht. Zur Ermittlung des Barwertes eines Zahlungsstroms werden die einzelnen Ein- bzw. Auszahlungen mit einem laufzeit- und risikoäquivalenten Kalkulationszinssatz abgezinst (diskontiert). Die Diskontierung berücksichtigt den Umstand, dass der heutige Wert einer Zahlung sowohl für den Zahlungspflichtigen als auch für den Zahlungsempfänger umso geringer ist, je später diese Zahlung fällig wird.

2. Bedeutung: Der Barwert drückt den Wert eines künftigen Zahlungsstroms in der Gegenwart aus. Die Höhe des Barwertes hängt von der Höhe der zukünftigen Ein- bzw. Auszahlungen, der zeitlichen Struktur dieser Zahlungen sowie dem verwendeten Zinssatz ab. Je weiter eine Zahlung in der Zukunft liegt und je höher der Zinssatz ist, desto niedriger ist ceteris paribus der Barwert dieser Zahlung.

3. Ermittlung: Der Barwert BW0 ist die Summe der mit dem Kalkulationszinssatz i auf den heutigen Zeitpunkt diskontierten künftigen Zahlungen Ct:

BW_0 = \sum^n_{t=1} C_t\cdot(1+i){-t\atop}

4. Anwendungszwecke: Der Barwert ist ein grundlegendes finanzwirtschaftliches Konzept, das bei vielfältigen Fragestellungen zum Einsatz kommt. Bei Spar- oder Versicherungsverträgen wird z.B. der Barwert der zukünftigen Ablaufleistungen ermittelt. Damit wird bestimmt, welcher einmalige Betrag bzw. welche regelmäßige Rate einzuzahlen ist, um nach einer festgelegten Laufzeit und unter Zugrundelegung der angenommenen Verzinsung das vorgegebene Endvermögen (Ablaufleistung) zu erreichen.

Ein weiteres Anwendungsbeispiel ist die Bewertung von Aktien oder Anleihen. Im Rahmen der fundamentalen Aktienanalyse werden die zukünftig erwarteten Gewinne je Aktie prognostiziert und anschließend mit einem risikoäquivalenten Kalkulationszinssatz auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Das Ergebnis ist der rechnerische Aktienkurs als Barwert der zukünftig erwarteten Gewinne. Auch der rechnerische Wert einer festverzinslichen Anleihe lässt sich als Barwert ermitteln, wenn die zukünftig aus dieser Anleihe fließenden Zins- und Tilgungszahlungen mit einem laufzeit- und risikoäquivalenten Kapitalmarktzinssatz abgezinst werden.

In der Investitionsrechnung werden ebenfalls Barwertmodelle genutzt. Die Kapitalwertmethode bestimmt die Vorteilhaftigkeit von Investitionsprojekten, indem sie den Barwert sämtlicher mit der Investition verbundenen Ein- und Auszahlungen ermittelt.

Schließlich kommen Barwertmodelle im Rahmen der Unternehmensbewertung zum Einsatz. Die Discounted-Cashflow-Methode (Unternehmungsbewertung) ermittelt den Unternehmenswert als Barwert der zukünftigen freien Cashflows.

5. Fazit: Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass jeder Zahlungsstrom mithilfe seines Barwertes bewertet und mit anderen Zahlungsströmen verglichen werden kann.

Gegensatz: Endwert.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Literaturhinweise/Links
Literaturhinweise
Bücher
Sachgebiete
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff Auf der Konferenz der Staats- und Regierungschefs der EG am 9./10.12.1991 in Maastricht beschlossene Währungsvereinheitlichung auf dem Gebiet der Europäischen Union (oder Teilen hiervon) ab 1.1.1999. Die Europäische Währungsunion bildet einen Kernpunkt in den Bestrebungen zur Errichtung eines in ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Oliver Budzinski, PD Dr. Jörg Jasper, Prof. Dr. Albrecht F. Michler
I. Begriff Unter den Begriff der Bilanzpolitik fallen alle legalen Maßnahmen, die der Bilanzierende innerhalb des Jahresabschlusses und Lageberichts ergreift, um die Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens inhaltlich und/oder formal so zu gestalten, dass bei den Adressaten ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Michael Hommel
I. Begriff Die Wirtschaftsgeografie beschäftigt sich mit der räumlichen Dimension wirtschaftlicher Prozesse und Aktivitäten. An der Schnittstelle zwischen Geowissenschaften, Geografie und Wirtschaftswissenschaften untersucht sie das Verhältnis von Wirtschaft und Raum und bemüht sich deshalb um eine Synthese von Wirtschaftsforschung und geografischer ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Hans-Dieter Haas, Dr. Simon-Martin Neumair