| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in 50.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Die Fragen nach einer validen Erfassung kaufmännischer Kompetenz und ihrer Entwicklung während der beruflichen Erstausbildung als zentrale Desiderata wirtschaftspädagogischer Grundlagenforschung ... Vorschau
Statistik (von statista.com)
Schulbildung in Deutschland
Deutsche Bevölkerung nach Bildungsabschlüssen im Jahr 2010 (in 1.000)
Statistik: Schulbildung in Deutschland Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Die Neue Politische Ökonomie (NPÖ) stellt eine Ausweitung der ökonomischen Analyse auf den Bereich der Politik dar. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen politische Institutionen und das Handeln politischer Akteure. Die Vertreter der NPÖ bedienen sich verschiedener ökonomischer Methoden, bspw. der ... mehr
von  Dr. rer. pol. Enrico Schöbel
Corporate Social Responsibility; Abk. CSR, stellt einen aus dem Anglo-Amerikanischen kommenden (normativen) Schlüsselbegriff der Unternehmensethik dar, welcher die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen aufspannt.
von  Prof. Dr. Nick Lin-Hi

Berufs- und Wirtschaftspädagogik

(weitergeleitet von Berufspädagogik)

Definition

ANZEIGE

I. Begriff:

„Teildisziplin der Erziehungswissenschaft, die die pädagogischen Probleme beruflicher Bildungs- und Sozialisationsprozesse, v.a. Jugendlicher, erforscht, reflektiert und konstruktiv zu klären sucht“ (Stratmann). Die Berufs- und Wirtschaftspädagogik entwickelte sich historisch aus der Berufsschullehrerausbildung. Entsprechend bezeichnet Berufspädagogik i.e.S. die „Wissenschaft von der Ausbildung im gewerblichen und gewerblich-technischen Bereich im Rahmen der Gewerbelehrerausbildung, in Abgrenzung von der Wirtschaftspädagogik i.e.S. als der Wissenschaft von der Ausbildung im kaufmännisch-verwaltenden Bereich im Rahmen der Handelslehrerausbildung“ (Lipsmeier). Als weitere funktionale Teilbereiche der Berufs- und Wirtschaftspädagogik gelten Berufsschulpädagogik, Betriebspädagogik, Arbeitspädagogik und z.T. die allg. Wirtschaftserziehung.

II. Positionen:

Entsprechend unterschiedlicher wissenstheoretischer Positionen in der Erziehungswissenschaft insgesamt lässt sich im Bereich der Berufs- und Wirtschaftspädagogik eine Vielzahl konkurrierender Ansätze unterscheiden, deren gemeinsames Merkmal in der Ablehnung der traditionellen kulturphilosophischen Berufs- und Wirtschaftspädagogik sowie in der verstärkten Hinwendung zu empirischen Verfahren zu sehen ist. In grober Klassifikation können unterschieden werden: 1. Verhaltenstheoretische Positionen, die Probleme der Lehrer-Schüler-Interaktion in den Mittelpunkt stellen, diese unter methodologischer Orientierung am Konzept des Kritischen Rationalismus und verhaltenstheoretischer Konzepte der Psychologie aufzuklären versuchen und so eine sukzessive Verbesserung der Ausbildungspraxis anstreben.

2. Systemtheoretische Ansätze, die unter der Leitidee gesellschaftlicher Funktionalität und unter bes. Berücksichtigung der Anforderungen des Beschäftigungssystems versuchen, ein (theoretisches) Subsystem Berufserziehung zu konstruieren, von dem her die Erziehungswirklichkeit erschlossen und beurteilt werden kann und in pragmatischer Absicht im Hinblick auf den Systemzweck optimale institutionelle und curriculare Arrangements getroffen werden können.

3. Handlungstheoretische Ansätze, deren grundlegender Anspruch darin besteht, Prozesse beruflicher Sozialisation vom Subjekt her zu analysieren. Dies bedeutet bes.
(1) Bezugnahme auf ein interaktionistisches Person-Umwelt-Konzept, dessen zentrales Konstrukt der Handlungsbegriff ist,
(2) Orientierung an der bildungstheoretisch begründeten Leitidee der Mündigkeit des Subjekts und
(3) methodologische Verknüpfung empirisch-analytischer und hermeneutisch-interpretativer Verfahren.

III. Forschungsfelder:


(1) Ziel- und Normenproblematik, bes. die Frage nach dem Verhältnis von Berufsbildung und Allgemeinbildung;
(2) Evaluation und Entwicklung beruflicher Curricula (wirtschaftsberufliche Curriculumentwicklung);
(3) Probleme der didaktisch-methodischen Gestaltung beruflicher Lernprozesse (Fachdidaktik Wirtschaftslehre);
(4) Lernortproblematik bzw. Theorie und Empirie der Lernorte der beruflichen Bildung.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Berufs- und Wirtschaftspädagogik
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff Die Wirtschaftsgeografie beschäftigt sich mit der räumlichen Dimension wirtschaftlicher Prozesse und Aktivitäten. An der Schnittstelle zwischen Geowissenschaften, Geografie und Wirtschaftswissenschaften untersucht sie das Verhältnis von Wirtschaft und Raum und bemüht sich deshalb um eine Synthese von Wirtschaftsforschung und geografischer ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Hans-Dieter Haas, Dr. Simon-Martin Neumair
I. Einführung Im Bereich der Informationstechnologie (IT) ermöglicht Cloud Computing neue Verfahren zur Bereitstellung von IT-Ressourcen, d.h. solchen Ressourcen, die Unternehmen bei der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) unterstützen. Beispiele hierfür sind Server oder Software-Anwendungen. Anstatt IT-Ressourcen in unternehmenseigenen Rechenzentren zu betreiben, können ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Christoph Fehling, Professor Dr. Frank Leymann
I. Grundlagen Die Aufgabe der Produktionsplanung und -steuerung als Teilbereich des operativen Produktionsmanagements besteht darin, für einen reibungslosen und wirtschaftlichen Produktionsprozess bei gegebenen und (weitgehend) unveränderbaren Kapazitäten zu sorgen. Im Einzelnen ist dabei festzulegen, welche absatzbestimmten Produkte in welchen Mengen im Planungszeitraum ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Dr. Christoph Siepermann