| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Dieses Lehrbuch ermöglicht es, sich in kurzer Zeit einen fundierten Einblick in die Besteuerung des Einkommens von natürlichen Personen, Personengesellschaften ... Vorschau
34.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Umsatzstärkste Unternehmen weltweit
Die umsatzstärksten Unternehmen weltweit im Jahr 2011 (in Milliarden US-Dollar)
Statistik: Umsatzstärkste Unternehmen weltweit
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Der Begriff des Controllings umfasst mehr als der zugrunde liegende Terminus „to control” und bedeutet so viel wie „Steuerung, Lenkung und Überwachung”. Die damit im Vordergrund des Controllings stehende Steuerungsfunktion weist dabei konkret für Banken eine inhaltliche und eine formale ... mehr
von  Prof. Dr. Dres. h. c. Henner Schierenbeck, Prof. Dr. Michael Pohl
I. Begriff Sozioökonomie steht für ein Forschungsprogramm, das wirtschaftliches Handeln sowie die Kerninstitutionen und Strukturen der modernen Wirtschaft nicht allein unter „ökonomischen“ Gesichtspunkten (Effizienz) und unter ausschließlicher Berücksichtigung ökonomischer Faktoren (Nutzen- und Gewinnorientierung der Akteure auf der einen Seite und ... mehr
von  Prof. Dr. Andrea Maurer

Betriebsaufspaltung

(weitergeleitet von Betriebsspaltung)

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Trennung eines Gewerbebetriebs in zwei rechtlich getrennte Unternehmungen aus bspw. außersteuerlichen Gründen wie z.B. Haftungsbeschränkung für die das Risiko tragende Betriebsgesellschaft oder Nachfolgeregelung.

Ausführliche Erklärung:

Betriebsspaltung, Betriebsteilung (Doppelgesellschaft). 1. Begriff: Trennung eines Gewerbebetriebs in zwei rechtlich getrennte Unternehmungen.

2. Zweck: z.B. außersteuerliche Gründe (z.B. Haftungsbeschränkung für die das Risiko tragende Betriebsgesellschaft, Nachfolgeregelung). Minderung der Gewerbeertragsteuerbelastung gegenüber einer Personengesellschaft durch Abschluss schuldrechtlicher Verträge zwischen der Kapitalgesellschaft und ihren Gesellschaftern (Geschäftsführungs-, Beratungs- und Darlehensverträge).

3. Formen: a) Aufteilung in Besitz- und Betriebsgesellschaft, wobei letztere i.d.R. eine Kapitalgesellschaft und erstere eine Personenunternehmung ist.

b) Aufteilung in Produktions- und Vertriebsgesellschaft.

c) Echte Betriebsaufspaltung: Aufteilung eines bisher einheitlichen Unternehmens auf zwei rechtlich selbstständige Unternehmungen.

d) Unechte Betriebsaufspaltung: Zwei rechtlich selbstständige Unternehmungen werden durch sachliche und personelle Verflechtung verbunden.

e) Mitunternehmerische Betriebsaufspaltung: Besitz- und Betriebsgesellschaft sind Personengesellschaften.

4. Voraussetzungen: a) Sachliche Verflechtung: Der Betriebsgesellschaft muss durch das Besitzunternehmen mind. eine wesentliche Betriebsgrundlage zur Nutzung überlassen werden.

b) Personelle Verflechtung: Die hinter beiden Unternehmungen stehenden Personen müssen einen einheitlichen geschäftlichen Betätigungswillen haben. Dieser ist gegeben, wenn die Person/Personen, die das Besitzunternehmen tatsächlich beherrschen, in der Lage sind, auch in der Betriebsgesellschaft ihren Willen durchzusetzen.

5. Rechtsfolgen: a) Die Begründung der Betriebsaufspaltung erfolgt Gewinn neutral.

b) Die ihrer Art nach vermögensverwaltende (Vermögensverwaltung) und damit an sich nicht gewerbliche Tätigkeit der Besitzunternehmung wird als Gewerbebetrieb qualifiziert.

c) Die Anteile an der Betriebskapitalgesellschaft sind notwendiges Betriebsvermögen bzw. Sonderbetriebsvermögen.

d) Veränderungen in den Voraussetzungen durch bestimmte Handlungen oder Geschehnisse (z.B. Erbfall) können zum Fortfall der Betriebsaufspaltung führen. Dieser ist als Betriebsaufgabe, mit der Folge der Gewinnrealisierung, zu beurteilen, es sei denn, es finden anschließend die Grundsätze der Betriebsverpachtung (Pacht) Anwendung.

6. Dem zwischen beiden Gesellschaften geschlossenen Pachtvertrag kann die steuerliche Anerkennung nur versagt werden, wenn einzelne Teile der Vereinbarung so ungewöhnlich sind, dass an der Ernsthaftigkeit der Betriebsüberlassung aufgrund des Pachtvertrages Zweifel bestehen.

Vgl. auch Spaltung von Kapitalgesellschaften.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Betriebsaufspaltung
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff und Gegenstand Seit den späten 1990er-Jahren wurde die wirtschafts- und strukturpolitische Diskussion in Deutschland und anderen hochentwickelten Ländern stark vom Schlagwort der „Neuen Ökonomie” (New Economy) geprägt. Sie stand unter der Erwartung, dass das Internet und damit verknüpfte Informations- ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Henning Klodt
I. Entwicklung Die Untersuchung der Entwicklungsdynamik der kapitalistischen Gesellschaft stand im Zentrum der Soziologie während ihrer Gründungsphase als akademisches Fach (1890-1920). Karl Marx, Émile Durkheim, Georg Simmel und Max Weber entwickelten Gesellschaftstheorien, in denen das Zusammenspiel von Wirtschaft, Kultur und Sozialstruktur ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Jens Beckert, Dr. Sascha Münnich
I. Innovationsmanagement - Wettbewerbsstärke durch Neuerung Innovationsmanagement ist eine betriebliche Kerntätigkeit, die im Wesentlichen an den Eigenschaften einer Innovation ausgerichtet ist und damit Managementaspekte verbindet. Der Begriff der Innovation lässt sich aus dem lateinischen Wortstamm novus ableiten und umschreibt die Einführung ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Martin G. Möhrle