| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Die Finanzindustrie ist Spiegel der Gesellschaft und ihr Businessmodell befindet sich nicht erst seit der Finanzkrise am Scheideweg. Wenn die ... Vorschau
39.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Arbeitslosenquote in Deutschland
Arbeitslosenquote in Deutschland im Jahresdurchschnitt von 1995 bis 2012
Statistik: Arbeitslosenquote in Deutschland Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Arbeitsmarktpolitik ist grundsätzlich die Summe aller Maßnahmen zur Beeinflussung des Geschehens auf Arbeits- und Ausbildungsmärkten. Von ihr betroffen sind in erster Linie Arbeitslose, Arbeitsplatz- und Ausbildungsplatzsuchende.
von  Prof. Dr. Berndt Keller, Privatdozent Dr. Fred Henneberger
Die Prinzipal-Agent-Theorie untersucht Wirtschaftsbeziehungen, in denen ein Geschäftspartner Informationsvorsprünge gegenüber den anderen aufweist. Diese Informationsasymmetrien bewirken Ineffizienzen bei der Vertragsbildung oder Vertragsdurchführung und führen unter Umständen zu Marktversagen, können jedoch durch geeignete Formen der Vertragsgestaltung zumindest partiell überwunden werden.
von  Prof. Dr. Mathias Erlei, Dr. Udo Schmidt-Mohr

Bevölkerungswachstum

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Bevölkerungswachstum beinhaltet die Veränderung der Bevölkerungsgröße zwischen zwei Stichtagen als Ergebnis eines Abgleichs der zwischen diesen Stichtagen erfolgten Geburten und Sterbefälle sowie Zu- und Abwanderung. Sie kann Bevölkerungszuwachs oder -abnahme ergeben. Das übliche Maß des Bevölkerungswachstums ist die jährliche natürliche Zuwachsrate (Nettozuwachs) in Prozent. Die Weltbevölkerung wächst mit 1,1 Prozent jährlich und wird laut UN von derzeit 7 Mrd. Menschen bis 2050 auf 9,3 Mrd. steigen (UN 2011).

Ausführliche Erklärung:

1. Begriff: Veränderung der Bevölkerungsgröße zwischen zwei Stichtagen als Ergebnis eines Abgleichs der zwischen diesen Stichtagen erfolgten Geburten und Sterbefälle sowie der Zu- und Abwanderungen (Migration, Wanderung). Sie kann Bevölkerungszuwachs oder -abnahme bedeuten. Das übliche Maß des Bevölkerungswachstums ist die jährliche natürliche Zuwachsrate (Nettozuwachs) in Prozent.

2. Weltbevölkerung: Jährlich wächst die Weltbevölkerung laut Angaben der UN (2011) mit 1,1 Prozent, das sind rund 78 Mio. Menschen. In den von der UN regelmäßig erstellten Bevölkerungsprojektionen erscheint eine mittlere Variante als Richtwert für die künftige Weltbevölkerung. Er liegt für das Jahr 2050 bei 9,3 Mrd. und gegen 2100 bei 10,1 Mrd. (unter Berücksichtigung eines allg. leichten Geburtenrückgangs). Die Auswirkung von AIDS, bes. in Zentralafrika, ist dabei nicht exakt zu beziffern. Die höchsten natürlichen Zuwachsraten finden sich 2012 in Afrika (2,3), die niedrigsten in Europa (0,1). Die jährliche Zuwachsrate ist ein Entwicklungsindikator: Je höher sie liegt, desto größer müssen die Anstrengungen von Entwicklungsländern sein, um soziale Fortschritte und ökonomische Erfolge zu erzielen.

3. Strategien/Ansätze zur Bewältigung des Bevölkerungswachstums:
(1) direkte bevölkerungspolitische Maßnahmen, die das Bevölkerungswachstum unmittelbar zu verringern suchen (z.B. Sexualaufklärung, Werbung für Familienplanung, empfängnisverhütende Mittel und Sterilisation, Stärkung der gesellschaftlichen Rolle der Frau);
(2) Anstrengung der Entwicklungsländer, die wachsende junge Bevölkerung sozioökonomisch zu integrieren (z.B. über Ausbildung, Produktionsstätten, Wirtschaftsbeziehungen und Durchsetzung „fairer Bedingungen“ am Weltmarkt);
(3) negatives Bevölkerungswachstum, verbunden mit dem Rückgang des Jugendanteils und fortschreitender demografischer Alterung, zwingt die modernen Gesellschaften zu ständigen Reformen, um Humankapital und die Systeme sozialer Sicherung leistungsfähig zu erhalten;
(4) Umsetzung von nachhaltiger Entwicklung, um ökologische Sicherheit für die zukünftigen Generationen zu gewährleisten;
(5) die von 1974 bis 1994 alle zehn Jahre einberufenen Weltbevölkerungskonferenzen dienen der Verständigung der Völkergemeinschaft über die Bevölkerungstrends ihrer Länder und deren Zusammenhang mit Weltproblemen. Auf den Konferenzen von Bukarest (1974) und Mexiko City (1984) hat sich die Verbindung von Bevölkerungs- und Entwicklungspolitik durchgesetzt („Botschaft von Bukarest“). Die Ökologisierung dieses Komplexes im Sinn einer nachhaltigen Entwicklung für die Länder in Nord und Süd wurde erstmalig auf der Konferenz in Kairo (1994) durchgesetzt.

Vgl. auch Bevölkerungspolitik, Weltbevölkerungskonferenz, demografischer Übergang.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Bevölkerungswachstum
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff Die Wirtschaftsgeografie beschäftigt sich mit der räumlichen Dimension wirtschaftlicher Prozesse und Aktivitäten. An der Schnittstelle zwischen Geowissenschaften, Geografie und Wirtschaftswissenschaften untersucht sie das Verhältnis von Wirtschaft und Raum und bemüht sich deshalb um eine Synthese von Wirtschaftsforschung und geografischer ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Hans-Dieter Haas, Dr. Simon-Martin Neumair
I. Einführung Im Bereich der Informationstechnologie (IT) ermöglicht Cloud Computing neue Verfahren zur Bereitstellung von IT-Ressourcen, d.h. solchen Ressourcen, die Unternehmen bei der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) unterstützen. Beispiele hierfür sind Server oder Software-Anwendungen. Anstatt IT-Ressourcen in unternehmenseigenen Rechenzentren zu betreiben, können ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Christoph Fehling, Professor Dr. Frank Leymann
I. Grundlagen Die Aufgabe der Produktionsplanung und -steuerung als Teilbereich des operativen Produktionsmanagements besteht darin, für einen reibungslosen und wirtschaftlichen Produktionsprozess bei gegebenen und (weitgehend) unveränderbaren Kapazitäten zu sorgen. Im Einzelnen ist dabei festzulegen, welche absatzbestimmten Produkte in welchen Mengen im Planungszeitraum ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Dr. Christoph Siepermann