| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Der Autor hat Prüfungen für Studierende der Wirtschaftswissenschaften und angehende Steuerberater der letzten Jahre ausgewertet und stellt damit erstmals ein ... Vorschau
37.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Arbeitslosenquote in Deutschland
Arbeitslosenquote in Deutschland im Jahresdurchschnitt von 1995 bis 2012
Statistik: Arbeitslosenquote in Deutschland Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Gegenstand der Wirtschaftswissenschaften ist die Erforschung von Gesetzmäßigkeiten in der Wirtschaft. Unter Wirtschaft wird der rationale Umgang mit knappen Gütern (Gut) verstanden.
von  Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Albach
Ziele, Handlungsmöglichkeiten und Reichweite staatlicher Sozialpolitik im Rahmen marktwirtschaftlicher Ordnungen sind in der Wissenschaft wie in der praktischen Wirtschafts- und Sozialpolitik Gegenstand anhaltender Kontroversen. Dahinter stehen teilweise unterschiedliche Grundhaltungen zum Verhältnis individueller Eigenverantwortung und staatlichen Handelns, teilweise unterschiedliche Schlussfolgerungen aus ... mehr
von  Prof. Dr. Gerhard Kleinhenz, Prof. Dr. Martin Werding

Bevölkerungswissenschaft

(weitergeleitet von Bevölkerungstheorie)

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Die Bevölkerungswissenschaft ist die Lehre von den Verlaufsformen der Bevölkerungsbewegung, ihren Ursachen und Folgen. Ihnen liegt ein Zusammenwirken der Bevölkerungsvorgänge (Fertilität, Mortalität, Migration) zugrunde, das mit eigenen Instrumenten, Methoden und Theorien analysiert wird.

Ausführliche Erklärung:

Demografie; 1. Begriff: Die Bevölkerungswissenschaft ist die Lehre von den Verlaufsformen der Bevölkerungsbewegung, ihren Ursachen und Folgen. Ihnen liegt ein Zusammenwirken der Bevölkerungsvorgänge (Geburten, Sterbefälle, Wanderung) zugrunde, das mit eigenen Instrumenten, Methoden und Theorien analysiert wird. Der Begriff Demografie wird vielfach mit Bevölkerungswissenschaft synonym verwendet, bezeichnet im Deutschen aber mehr die quantitativen Verfahren der Bevölkerungswissenschaft. Die mathematischen Verfahren werden unter formale Demografie gefasst. Bevölkerung (Bevölkerungsstand) bezeichnet die Anzahl von Menschen auf einem begrenzten Gebiet zu einer bestimmten Zeit. Sie bildet eine strukturierte Ganzheit, die nach demografischen, räumlichen, kulturellen und administrativen Merkmalen zu gliedern ist.

2. Instrumente und Methoden: (a) Bevölkerungsstatistik, Fertilitätsmaße, Mortalitätsmaße, Migration, Mobilitätsziffer
(b) Die Tafelmethode trägt von einer fiktiven Population anteilig die jährlichen Abgänge ab und errechnet (so im Fall der Sterbetafel) die Überlebenswahrscheinlichkeit in den einzelnen Altersklassen, bis in der Anzahl der zu durchlebenden Jahre die Lebenserwartung bei Geburt erscheint. Heiratstafeln folgen demselben Prinzip: Die Übertritte aus dem Junggesellenstand in den Stand der Ehe ergeben die Heiratswahrscheinlichkeit eines Geburtsjahrgangs. Die Tafelmethode findet auch Anwendung bei Evaluation von Familienplanungsprogrammen, indem in bestimmten Zeitabständen die Zahl der Anwenderinnen und Abbrecherinnen eruiert werden, um auf die Wirksamkeit des Programms zu schließen.
(c) Methoden der empirischen Sozialforschung werden ausgiebig in der Bevölkerungswissenschaft angewendet, v.a. im Bereich bevölkerungssoziologischer Fragen (Einstellungen, Meinungen und Motive zum demografisch relevanten Verhalten, familienpolitische Maßnahmen etc.).

3. Bevölkerungstheorie: bezeichnet einen Zusammenhang relativ dauerhafter Erkenntnis, wie sie sich aus der Erforschung des Gegenstandes Bevölkerung in Geschichte, Gesellschaft  und Politik ergeben hat. Zentrales Forschungsthema ist das Verhältnis einer Bevölkerung zu ihren Existenzgrundlagen, wodurch die Ergebnisse sehr stark zeit- und problemgebunden sind. Makrosoziale Theorien zielen auf die Bewegung des Gesamtvolumens einer Bevölkerung (Theorien nach Malthus und Theorien des demografischen Übergangs); mikrosoziale Theorien betreffen die Familien und Haushalte, in denen die Entscheidungen über Fertilität (generatives Verhalten) und Migration anfallen. Ein vergleichsweise großer Raum entfällt auf Theorien der Fertilität (Geburtenrückgang) und der Wanderungsbewegung (Migration, Integration), sowie auf Theorien des Alterungsprozesses.

4. Teilbereich der Bevölkerungswissenschaft ist Bevölkerungspolitik.

Vgl. Bevölkerungspolitik.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Bevölkerungswissenschaft
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff Bankgeschäfte § 1 Abs. 1 des Gesetzes über das Kreditwesen (kurz: Kreditwesengesetz, KWG) ordnet Unternehmen als Kreditinstitute ein, wenn sie bereits eines der nachstehenden Bankgeschäfte tätigen. Bankgeschäfte sind danach die Annahme fremder Gelder als Einlagen oder anderer unbedingt rückzahlbarer Gelder ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Detlef Hellenkamp
I. Definition und Abgrenzung zu Normalarbeitsverhältnissen Normalarbeitsverhältnisse sind definiert als unbefristete Vollzeitarbeitsverhältnisse, die vollständig in die sozialen Sicherungssysteme integriert sind, eine Identität von Arbeits- und Beschäftigungsverhältnis aufweisen, d.h. nicht in Form von Leiharbeit ausgeübt werden, und bei denen eine Gebundenheit des ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Berndt Keller, Privatdozent Dr. Fred Henneberger
I. Begriff und Motivation Unter Data Mining versteht man die Anwendung von Methoden und Algorithmen zur möglichst automatischen Extraktion empirischer Zusammenhänge zwischen Planungsobjekten, deren Daten in einer hierfür aufgebauten Datenbasis bereitgestellt werden. Bspw. kann so ermittelt werden, welche Produkte häufig zusammen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Richard Lackes