| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Mit dem sog. BilMoG ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Internationalisierung und Modernisierung der handelsrechtlichen Rechnungslegung verbunden. Das neue ... Vorschau
54.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Dauer der Gründung von Kapitalgesellschaften im Ländervergleich
Dauer der administrativen Gründungsverfahren von Kapitalgesellschaften in EU-Ländern im Jahr 2009 (in Tagen)
Statistik: Dauer der Gründung von Kapitalgesellschaften im Ländervergleich
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Ein Enterprise-Resource-Planning-System (ERP-System) unterstützt sämtliche in einem Unternehmen ablaufenden Geschäftsprozesse. Es enthält Module für die Bereiche Beschaffung, Produktion, Vertrieb, Anlagenwirtschaft, Personalwesen, Finanz- und Rechnungswesen usw., die über eine gemeinsame Datenbasis miteinander verbunden sind.
von  Prof. Dr. Richard Vahrenkamp, Dr. Christoph Siepermann
Unternehmerische Tätigkeiten bedürfen einer Planung, damit ihre möglichen Auswirkungen überschaubar und ihr zukünftiger Erfolg so weit als möglich erkennbar gemacht werden kann. Unter einer Unternehmensplanung i.e.S. versteht man die Institutionalisierung und Formalisierung der Planungsfunktion im Unternehmen. Sie ist ein Managementkonzept ... mehr
von  Prof. Dr. Günter Müller-Stewens

Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG)

(weitergeleitet von BilMoG)

Definition

ANZEIGE

1. Allgemein: Das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz – BilMoG) vom 25.5.2009 (BGBl. 1102) ist am 29.5.2009 in Kraft getreten. Es ist grundsätzlich erstmals auf das nach dem am 31.12.2009 beginnende Geschäftsjahr anzuwenden. Es soll nach dem Ziel der Bundesregierung die Wirtschaft durch Herbeiführung von Deregulierungseffekten finanziell in erheblichem Umfang entlasten und das Bilanzrecht des Handelsgesetzbuches für den Wettbewerb mit internationalen Rechnungslegungsstandards (insbes. IFRS) stärken. Die Ausschüttungsbemessung und Maßgeblichkeit der HGB-Abschlüsse für die Besteuerung bleiben als zentrale Funktionen der HGB-Rechnungslegung bestehen. Es handelt sich um ein sog. Artikelgesetz, das Neuregelungen u.a. beim AktG, EGAktG, HGB, EGHGB, GenossenschaftsG, GmbHG, GmbHG-EinführungsG, EStG, AO, PubG, SCE-AusführungsG, SE-AusführungsG und FGG-ReformG gebracht hat. Das BilMoG wird allseits als eine der tiefgreifendsten Modernisierungen des HGB-Bilanzrechts der letzten Jahre angesehen. 

2. Inhalt: Es soll Unternehmen von vermeidbarem Bilanzierungsaufwand entlasten. Mittelständische Einzelkaufleute, die nur einen kleinen Geschäftsbetrieb (nicht mehr als 500.000 Euro Umsatz und 50.000 Euro Gewinn pro Geschäftsjahr an den Abschlussstichtagen von zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren, vgl. § 241 a HGB n.F.) unterhalten, werden von der handelsrechtlichen Buchführungs-, Inventur- und Bilanzierungspflicht befreit. Für Kapitalgesellschaften wie AG und GmbH werden ebenfalls Befreiungen und Erleichterungen bei der Bilanzierung vorgesehen. Die durch das BilMoG veränderte Bilanzierungspraxis betrifft Themengebiete wie z.B. die der sog. latenten Steuern (jetzt gilt das sog. temporary-Konzept mit Bilanzvergleich von handelsrechtlichen mit steuerrechtlichen Wertansätzen nach § 274 HGB n.F.), Pensionsverpflichtungen (eine nach § 6a EStG nur für steuerliche Zwecke ermittelte Pensionsrückstellung darf nicht mehr für die Handelsbilanz berücksichtigt werden, Erfüllungsbetragsbetrachtung nach dem BilMoG vs. der vorherigen Rückzahlungsbetrachtung, vgl. z.B. 253 I 2 HGB n.F.) und für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (Aufhebung des frühereren Verbots der Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Gegenstände des Anlagevermögens, vgl. § 248 II HGB n.F.; allerdings Schaffung einer Ausschüttungssperre, § 268 VIII HGB n.F., die bspw. auch Ergebnisabführungsverträge betrifft, vgl. dazu auch § 301 AktG n.F.). Bei Ansatz-, Bewertungs-, Ausweis- und Anhangvorschriften wurden ebenfalls Änderungen eingeführt (z.B. Anhebung der Schwellenwerte bei der Einteilung in kleine, mittelgroße und große Kapitalgesellschaften, vgl. § 267 HGB n.F.). Des Weiteren wurde der handelsrechtliche Konzernabschluss durch eine Angleichung an internationale Rechnungslegungsstandards attraktiver gestaltet (u.a. durch Abschaffung des Beteiligungserfordernisses nach § 290 I 1 HGB a.F. Es genügt die Möglichkeit der Muttergesellschaft, auf die Tochter einen beherrschenden Einfluss ausüben zu können, vgl. § 290 I 1 HGB n.F.).

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG)
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff Ein Enterprise-Resource-Planning-System oder kurz ERP-System dient der funktionsbereichsübergreifenden Unterstützung sämtlicher in einem Unternehmen ablaufenden Geschäftsprozesse. Entsprechend enthält es Module für die Bereiche Beschaffung/Materialwirtschaft, Produktion, Vertrieb, Forschung und Entwicklung, Anlagenwirtschaft, Personalwesen, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling usw., die über eine (in ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Richard Vahrenkamp, Dr. Christoph Siepermann
I. Definitionen und Abgrenzung Der Gegenstandsbereich der „Industrial Relations“, „Industrial and Labor Relations“ oder aktuell unter Betonung von Beschäftigungsproblemen auch „Employment Relations“ hat in der deutschsprachigen Literatur keine einheitliche Bezeichnung. Allmählich etablieren sich der Term „Industrielle Beziehungen“ sowie der in Bezug ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Berndt Keller, Privatdozent Dr. rer. soc. Fred Henneberger
I. Aufgaben der Ökonometrie Die zentrale Aufgabe der Ökonometrie ist die Ableitung ökonometrischer Modelle aus ökonomischen Theorien und deren numerische Konkretisierung. Da mit ökonometrischen Analysen unterschiedliche Detailziele verfolgt werden können, ist eine Betrachtung selbiger eine weitere Möglichkeit, um das Aufgabengebiet der ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Horst Rottmann, PD Dr. Benjamin R. Auer