| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 50.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Auf einer fundierten theoretischen Basis entwickelt Klaus R. Heilmann das Modell eines Erfolgskonzeptes und überprüft die daraus abgeleiteten Hypothesen. Er ... Vorschau
Statistik (von statista.com)
Wert aller Aktien weltweit
Gesamtwert des weltweit an den Börsen gehandelten Aktienbestandes von 2000 bis 2011 (in Billionen US-Dollar)
Statistik: Wert aller Aktien weltweit
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Im Rahmen der experimentellen Wirtschaftsforschung werden kontrollierte Laborexperimente, Feldexperimente und Simulationen durchgeführt. Diese dienen vorrangig dazu, wirtschaftswissenschaftliche Theorien einer strengen Überprüfung zu unterziehen oder wirtschaftsbezogene Verhaltensmuster unter kontrollierten Rahmenbedingungen aufzudecken. Typischerweise haben die Teilnehmer an Experimenten nach vorgegebenen Spielregeln Entscheidungen ... mehr
von  Prof. Dr. Mathias Erlei
Das Lehr- und Forschungsgebiet der Arbeitsbeziehungen beschäftigt sich mit den Austauschbeziehungen zwischen den Produktionsfaktoren Kapital und Arbeit. Es werden die gegensätzlichen Interessen, aber auch das von gegenseitiger Abhängigkeit geprägte Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern bzw. ihren betrieblichen, sektoralen und nationalen ... mehr
von  Prof. Dr. Berndt Keller, Privatdozent Dr. Fred Henneberger

Börse

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Der Begriff Börse wird sowohl für das Börsengebäude als auch die Börse als organisierten Markt für den Handel mit vertretbaren Vermögenswerten, die im Verkehr üblicherweise nach Zahl, Maß oder Gewicht bestimmt sind, verwendet.

Ausführliche Erklärung:

1. Begriff: Börsen regeln und überwachen multilaterale Systeme, die nach festgelegten Regeln Kauf- und Verkaufsaufträge von dort zum Handel zugelassenen Wirtschaftsgütern und Rechten zusammenführen und so einen Vertragsschluss generieren (vgl. § 2 BörsG). Daneben definiert das Börsengesetz (BörsG)
a) Wertpapierbörsen als Börsen, an denen Wertpapiere und sich hierauf beziehende Derivate gehandelt werden und
b) Warenbörsen als Börsen, an denen Waren und Termingeschäfte in Bezug auf Waren gehandelt werden. Mit der Umsetzung der MiFID sind jedoch weitere Möglichkeiten zur Ausführung von Kauf- oder Verkaufsaufträgen geschaffen worden. Handelsplätze sind nunmehr Börsen, multilaterale Handelssysteme (Mulitlateral Trading Facilities, MTF) und Systematische Internalisierer. Bei letzteren handelt es sich um Institute, die Aufträge ihrer eigenen Kunden zum Kauf oder Verkauf von Aktien und Aktien vertretenden Zertifikaten gegeneinander ausführen und bestimmten Verhaltenspflichten des WpHG unterliegen. MTFs sind dagegen eher mit Börsen vergleichbar und können zu diesen in Konkurrenz treten. Im Gegensatz zu MTFs handelt es sich bei Börsen um teilrechtsfähige Anstalten des öffentlichen Rechts, die erlaubnispflichtig sind und welche die nach dem Börsengesetz vorgeschriebene Börsenstruktur und Börsenorgane einrichten müssen. Der Börsenhandel erfolgt regelmäßig zu den festgelegten Börsenzeiten und nach den Regeln der Börsenordnung der jeweiligen Börse. Eine Systematisierung der Börse in Bezug auf die Geschäftsabwicklung kann erfolgen nach:
(1) Art der Handelsobjekte (Waren, Wertpapiere, Derivate, Edelmetalle; daraus ergeben sich als Hauptformen Börse als Kapitalmarkt und Börsen als Warenmarkt (Wertpapier- und Warenbörsen));
(2) Geschäftsart (Kassamarkt, Terminmarkt);
(3) Organisationsformen (Parketthandel, Computerhandel);
(4) Handelsverfahren (Market-Maker-Prinzip, Auktionsprinzip);
(5) Marktsegmentierung (regulierter Markt und Freiverkehr). Die Börsen werden vom sog. Börsenträger betrieben. Während dafür früher v.a. Industrie- und Handelskammern und Vereine in Betracht kamen, sind es heute v.a. privatrechtliche Träger in Form von Kapitalgesellschaften. Die dt. Börsen sind Unternehmen, die im nationalen und internationalen Wettbewerb stehen. Die Deutsche Börse AG als Trägerin der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) bspw., ist selbst börsennotiert. Die Börsen unterliegen nach dem Börsengesetz der Börsenaufsicht der Bundesländer. Das Börsengesetz hat den Börsenorganen, v.a. dem Börsenrat und der Börsengeschäftsführung, bestimmte hoheitliche Aufgaben wie Erlass der Börsenordnung und der Geschäftsbedingungen der Börse, übertragen. Weitere Börsenorgane sind die Handelsüberwachungsstelle und der Sanktionsausschuss. Schwerpunkt des Börsenhandels bilden die Wertpapierbörsen, heute zunehmend als Computerbörsen organisiert. Sie sind an verschiedenen Börsenplätzen konzentriert. In Deutschland ist der wichtigste Börsenplatz Frankfurt a.M., hier befinden sich die größte Wertpapierbörse, Frankfurter Wertpapierbörse (FWB), und die einzige Finanzterminbörse der Bundesrepublik (EUREX). Für die Banken als Börsenhandelsteilnehmer bestand bis vor kurzem faktischer Börsenzwang in dem Sinne, dass Aufträge der Kunden für den Kauf und Verkauf von zum Börsenhandel zugelassenen oder in den Freiverkehr einbezogenen Wertpapieren über die Börse auszuführen waren (§ 22 BörsG a.F.). Durch die Umsetzung der MiFID wurden sämtliche Regelungen über die Ausführung von Kundenaufträgen zur Vereinheitlichung der Gesetzessystematik umfassend in § 33a WpHG sowie einer zugehörigen Verordnung geregelt. Danach gilt nunmehr grundsätzlich das Prinzip der bestmöglichen Ausführung von Kundenaufträgen (Best Execution).

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Literaturhinweise/Links
Sachgebiete
Börse
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff Werbung ist die Beeinflussung („Meinungsbeeinflussung“ Kroeber-Riel 1988, 29) von verhaltensrelevanten Einstellungen mittels spezifischer Kommunikationsmittel, die über Kommunikationsmedien verbreitet werden. Werbung zählt zu den Instrumenten der Kommunikationspolitik im Marketing-Mix. Durch die kostenintensive Belegung von Werbeträgermedien ist es das auffälligste und ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Jürgen Schulz
I. Begriff Ethno-Marketing ist die Ausgestaltung aller Beziehungen einer Unternehmung auf eine Zielgruppe, die sich aufgrund von historischen, kulturellen und sprachlichen Gegebenheiten von der Bevölkerungsmehrheit in einem Land unterscheidet. Die Unterschiede können Einfluss auf psychographische Kriterien wie bspw. andersartige Einstellungen, Motive ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Tanju Aygün
I. Begriff Bankgeschäfte § 1 Abs. 1 des Gesetzes über das Kreditwesen (kurz: Kreditwesengesetz, KWG) ordnet Unternehmen als Kreditinstitute ein, wenn sie bereits eines der nachstehenden Bankgeschäfte tätigen. Bankgeschäfte sind danach die Annahme fremder Gelder als Einlagen oder anderer unbedingt rückzahlbarer Gelder ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Detlef Hellenkamp