| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in 50.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
BWL-Wissen, wie es von Fach- und Führungskräften gefragt ist, die selbst keine BWL studiert haben. Zum Beispiel für IT-ler, die ... Vorschau
Statistik (von statista.com)
Größte Frachtflughäfen weltweit
Die größten Frachtflughäfen weltweit im Jahr 2010 nach Frachtumschlag (in Millionen Tonnen)
Statistik: Größte Frachtflughäfen weltweit
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Die Rechtsökonomik (engl.: Law and Economics) betrachtet das Recht als ökonomischen Gegenstand. Vornehmlich Institutionen, Grundlagen und Strukturen des Rechts sowie Fragestellungen rechtlicher Natur werden vom Standpunkt der Volkswirtschaftslehre aus untersucht. Das Vorgehen verbindet Ökonomen und Juristen, deren Interesse dem Entscheidungsverhalten ... mehr
von  Dr. rer. pol. Enrico Schöbel
Bei der gesundheitsökonomischen Evaluation werden Kosten und Outcomes (z.B. Auswirkungen auf Gesundheitsstatus und Lebenserwartung) von Gesundheitstechnologien verglichen. Der Technologiebegriff ist dabei - wie im Health Technology Assesssment - weit gefasst und beinhaltet diagnostische Verfahren (z.B. Magnetresonanzthomographie) und therapeutische Interventionen (z.B. ... mehr
von  Prof. Dr. Volker Eric Amelung, Prof. Dr. Axel Mühlbacher, PD Dr. Christian Krauth

CPT

(weitergeleitet von frachtfrei)

Definition

ANZEIGE

Abkürzung für Carriage Paid to ... Named Place of Destination (frachtfrei ... benannter Bestimmungsort), Vertragsformel der von der ICC entwickelten Incoterms für Außenhandelsgeschäfte.

CPT („Fracht bezahlt bis …“) ist bei allen Transportarten anwendbar, wenn der Verkäufer – auf seine Kosten, aber auf Gefahr des Käufers – die Ware bis zu einem bestimmten Bestimmungsort im Importland liefern soll. Dieser muss – im Gegensatz zu CIF – kein Hafen sein; für einen Hafen wäre CFR anwendbar.

Der Verkäufer kommt seiner Verpflichtung nach, wenn er exportfreie Ware lie­fert, den Beförderungsvertrag auf seine Kosten abschließt und die Ware dem ersten (also dem von ihm beauftragten) Frachtführer übergibt; die Gefahr geht dabei auf den Käufer über (vgl. oben die Unterscheidung von Spediteur und Frachtführer; dies ist insbesondere bei multimodalem Transport von Bedeutung). Dem Verkäufer obliegt keine Versicherungspflicht.

CPT entspricht also CFR mit dem Unterschied, dass der Bestimmungsort nicht zwingend Hafen sein muss, bzw. FCA plus Frachtkosten. Der Käufer trägt alle Kosten ab Gefah­renübergang (d.h. ab Übergabe an den ersten, vom Verkäufer beauftragten Frachtführer), die nicht zur Fracht gehören, also gegebenenfalls auch Entladekosten, sofern diese nicht in der Fracht enthalten sind, und ist für die Importabwick­lung zuständig. CPT wird bspw. gerne bis zu einem Flug­hafen-Frachtterminal im Bestimmungsland gewählt. Die Klausel ist in der Praxis sehr gebräuchlich, weil der Käufer sich nicht um die organisatorische Abwicklung, sondern nur um die Einfuhrabfertigung kümmern muss.

Die in der Praxis gelegentlich verwendeten Formulierungen wie „frei Grenze …“ (franco border, franco frontière) sind missverständlich, da sie sich i.d.R. nur auf die Transportkosten, jedoch nicht auf die Risikoübernahme bis zur Grenze erstrecken sollen. Daher sollte man stattdessen „CPT“ vereinbaren. Sofern der Verkäufer dennoch die Risiken übernehmen soll, wäre DAP (delivered at place) oder DAT (delivered at Terminal) angebracht.

Wichtigste Verpflichtungen der Parteien: 1. Verpflichtungen des Verkäufers: (a) Der Verkäufer hat auf eigene Rechnung den Beförderungsvertrag abzuschließen.

(b) Lieferung: Der Verkäufer hat die Ware dem Frachtführer in dem für die Lieferung vereinbarten Zeitpunkt oder innerhalb der vereinbarten Frist zur Beförderung an die vereinbarte Stelle am benannten Bestimmungsort zu übergeben.

(c) Der Verkäufer hat die Frachtkosten zu übernehmen, die erforderlich sind, um die Ware bis zum benannten Bestimmungsort zu befördern.

(d) Der Verkäufer hat alle Gefahren des Verlustes oder der Beschädigung der Ware solange zu tragen, bis sie gemäß (b) geliefert worden ist.

e) Diese Vertragsklausel verpflichtet den Verkäufer, die Ware zur Ausfuhr freizumachen.

2. Verpflichtungen des Käufers: Die Gefahr des Verlustes oder der Beschädigung der Ware ebenso wie alle anderen Kosten, die nach erfolgter Lieferung der Ware gemäß (b) auftreten, sind ab diesem Zeitpunkt grundsätzlich vom Käufer zu tragen.

3. Anwendung: Diese Vertragsformel kann für jede Transportart verwendet werden, einschließlich des multimodalen Transports.

Vgl. auch EXW, FCA, FAS, FOB, CFR, CIF, CIP, DAT, DAP, DDP, IncotermsC-Klauseln, F-Klauseln, D-Klauseln.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
CPT
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff und Wesen Bei wenig flexiblen Löhnen oder sogar Lohnrigidität nach unten vorübergehend oder dauerhaft fehlende Beschäftigungsmöglichkeit für einen Teil der arbeitsfähigen und beim herrschenden Lohnniveau arbeitsbereiten Arbeitnehmer (lohnniveaubedingtes aggregiertes Arbeitsmarktungleichgewicht). Dieses nicht vollbeschäftigungskonforme Reallohnniveau kann z.B. durch gesetzliche oder ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Privatdozent Dr. Fred Henneberger, Prof. Dr. Berndt Keller
I. Begriff Beim Venture-Capital (Risikokapital, Wagniskapital) handelt es sich um zeitlich begrenzte Kapitalbeteiligungen an jungen, innovativen, nicht börsennotierten Unternehmen, die sich trotz z.T. unzureichender laufender Ertragskraft durch ein überdurchschnittliches Wachstumspotenzial auszeichnen. Das Venture-Capital-Geschäft stellt einen Teilbereich des Private-Equity-Geschäfts dar, worunter man ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Wolfgang Breuer
I. Rechtsgrundlage und Ziele Arbeitsförderung gemäß dem Dritten Buch des Sozialgesetzbuches (SGB III) vom 24.3.1997 (BGBl. I 594) in der Fassung vom 11.8.2014 (BGBl. I 1348) m.spät.Änd. Die Ziele der Arbeitslosenversicherung bestehen einerseits in der Sicherung der materiellen Grundlage (teil-)arbeitsloser Personen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Privatdozent Dr. Fred Henneberger, Prof. Dr. Berndt Keller