| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Ausgehend von einer Analyse der gemeinschaftsweit geltenden Konzeption der EG-Regionalpolitik untersucht Ralf Hell deren Entwicklung und Umsetzung am Beispiel der ... Vorschau
42.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Währungsreserven ausgewählter Länder
Höhe der internationalen Währungsreserven ausgewählter Länder weltweit im Mai 2011 (in Milliarden US-Dollar)
Statistik: Währungsreserven ausgewählter Länder
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Unter der risikoorientierten Bepreisung wird die Festlegung eines Preises für eine unternehmerische Leistung verstanden, bei der neben den Kosten der Leistung und einem i.d.R. prozentualen Aufschlag als Abgeltung des Unternehmerwagnisses auch mögliche Risiken mit einbezogen werden.
von  Dr. Markus Siepermann
Die Erbschaftsteuer besteuert den Übergang von Vermögenswerten. Dies kann im Erbfall der Übergang der Vermögenswerte auf den Erben oder aber im Schenkungsfall unter Lebenden auch die Besteuerung der verschenkten Vermögenswerte sein. Auch die Vermögensübertragung im Falle einer Zweckzuwendung unterliegt der ... mehr
von  Hans-Ulrich Dietz

Currency Board System

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Mit Currency Board System wird die regelgebundene Geldordnung bezeichnet, bei der der Hauptteil der inländischen Geldbasis (monetäre Basis) durch internationale Währungsreserven oder Gold gedeckt ist.

Ausführliche Erklärung:

1. Begriff: Regelgebundene Geldordnung, bei der der Hauptteil der inländischen Geldbasis (monetäre Basis) durch internationale Währungsreserven oder Gold gedeckt ist. Die Emission heimischer Noten und Münzen erfolgt durch ein einzurichtendes Währungsamt zu einem Fixkurs gegenüber einer international akzeptierten ausländischen Währung (Reservewährung, Leitwährung). Das Währungsamt garantiert einen freien und unbeschränkten Tausch der ausgegebenen Banknoten in die Leitwährung zu einem festen Wechselkurs. Bei einer Deckung der monetären Basis von mind. 100 Prozent spricht man von einem orthodoxen, bei geringeren Deckungsgraden von einem unorthodoxen Currency Board System.

2. Merkmale: a) Konstitutive Bestandteile: Deckungsregel und Fixierung des Wechselkurses sowie Konvertibilität der eigenen Währung.

b) Institutionelle Rahmenbedingungen: Da das Währungsamt bei Liquiditätsengpässen im Bankensektor nicht stützend eingreift, kommt einer unabhängigen Bankenaufsicht sowie einem funktionierenden Einlagensicherungssystem eine hohe Bedeutung zu. Ebenso ist die Finanzierung von Staatsdefiziten gesetzlich auszuschließen, um das Ziel der Geldwertstabilität zu erreichen und beizubehalten.

3. Funktionsweise: Eine Änderung der Währungsreserven bewirkt eine gleichgerichtete Änderung der Geldbasis. Die Entwicklung der umlaufenden Geldmenge wird somit durch das Angebot und die Nachfrage am Devisenmarkt bestimmt.

Beispiel für den idealtypischen Ablauf der Geldschöpfung in einem Currency Board System (Kapitalbilanz unberücksichtigt): Ausgehend von einem Leistungsbilanzgleichgewicht sorgt ein steigendes inländisches Preisniveau für eine erhöhte Nachfrage nach relativ billigeren Importgütern und/oder gleichzeitig für einen Exportrückgang. Die Leistungsbilanz wird defizitär. Aufgrund der erhöhten Devisennachfrage verringert sich der Devisenbestand der Geschäftsbanken, die ihr Kreditvolumen einschränken und damit eine Kontraktion der Geldmenge bewirken. Damit einhergehende steigende Zinsen und Einkommensrückgänge vermindern die Güternachfrage, was wiederum zu einer sinkenden Devisennachfrage und einem sinkenden Preisniveau der inländischen Güter führt. Damit verknüpft ist eine sinkende Nachfrage nach Auslandsgütern und/oder steigende Exporte. Am Ende des Prozesses ist die Leistungsbilanz wieder ausgeglichen und die anfängliche Einschränkung des Geldangebots wird aufgehoben.

4. Ziele und Gründe für die Einrichtung eines Currency Board System: Typischerweise ist die Einführung eines Currency Board Systems für Länder attraktiv, die hohe Inflationsraten haben und eine Rückkehr zur monetären Stabilität erhoffen und/oder geringe eigene geldpolitische Kompetenz aufweisen. Prinzipiell könnte das Land zwar die Reservewährung direkt als inländisches Zahlungsmittel einsetzen, jedoch können die Währungsreserven zinstragend angelegt werden und das Land kann somit Geldschöpfungsgewinne realisieren. Auch die mit der Emission einer eigenen Währung verbundenen Prestigegewinne sprechen für das Currency Board System. Ein Currency Board System verlangt eine funktionsfähige Marktwirtschaft sowie die Freiheit des Kapitalmarktes.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Currency Board System
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
Die Neue Politische Ökonomie (NPÖ) stellt eine Ausweitung der ökonomischen Analyse auf den Bereich der Politik dar. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen politische Institutionen und das Handeln politischer Akteure. Die Vertreter der NPÖ bedienen sich verschiedener ökonomischer Methoden, bspw. der ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Dr. rer. pol. Enrico Schöbel
I. Historische Entwicklung In den 1920er- und 1930er-Jahren wurden in den USA erste Modelle zu Managed Care entwickelt. Pionierarbeit leistete hierbei die unter dem Namen „Kaiser Permanente“ bekannte Organisation. „Kaiser Permanente“ ist mit über acht Mio. Mitgliedern die größte gemeinnützige Organisation, ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Volker Eric Amelung, Prof. Dr. Axel Mühlbacher, PD Dr. Christian Krauth
I. Begriff und Entwicklung Bankassurance oder Assurancebanking bezeichnet die Zusammenarbeit und den gemeinsamen Marktauftritt von Kreditinstituten (Banken) und Versicherungsunternehmen, auch allgemein Allfinanz genannt. Ziel dabei ist es, den Kunden ein umfassendes und abgestimmtes Produktangebot an Finanzdienstleistungen zu unterbreiten und so die ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Reinhold Hölscher, Dr. Ulrike Erdmann