| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Das bewusst kompakt gehaltene Buch zur Wirtschaftsinformatik unterstützt Praktiker, die sich einen schnellen und abgesicherten Überblick verschaffen wollen, ebenso wie ... Vorschau
14.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Umsatz mit Business Intelligence Software
Weltweiter Umsatz mit Business-Analyse- und Intelligence-Software von 2008 bis 2011 nach Anbieter (in Milliarden US-Dollar)
Statistik: Umsatz mit Business Intelligence Software
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
I. Charakterisierung: 1. Begriff Der Begriff des Nonprofit Managements (auch als Not-for-Profit Management oder NPO-Management bezeichnet) beinhaltet das Management von Nonprofit-Organisationen (NPO). Als NPO im engeren Sinn werden Organisationen bezeichnet, die einen institutionellen Rahmen besitzen, sich in privater Trägerschaft befinden, ... mehr
von  Prof. Dr. Bernd Helmig
Die Zufriedenheit der Mitarbeiter, v.a. der Mitarbeiter mit direktem Kundenkontakt, übt einen Einfluss auf die Kundenzufriedenheit und damit auf den Erfolg des Unternehmens aus. Das Interne Marketing hat daher das Ziel, Marketing als interne Denkhaltung im Unternehmen durchzusetzen, um die ... mehr
von  Prof. Dr. Manfred Bruhn

DDP

Definition

ANZEIGE

I. Außenhandel:

Abkürzung für Delivered Duty Paid ... Named Place of Destination; geliefert verzollt ... benannter Bestimmungsort; Vertragsformel der von der ICC entwickelten Incoterms für Außenhandelsgeschäfte.

DDP („Verzollt …“) ist das spiegelbildliche Pendant zu EXW, indem es aus der Sicht des Verkäufers die Maximalverpflichtung darstellt. „Geliefert frei Haus“ ist nur in Deutschland eine gebräuchliche Spediteursbezeichnung (und sollte möglichst zugunsten EXW vermieden werden). Nach DDP muss der Verkäufer die Ware auf eigene Kosten und Gefahr bis zu einem Bestimmungsort im Importland liefern und dabei alle anfallenden Formalitäten erledigen sowie neben allen Kosten auch alle Einfuhrabgaben tragen („from door to door“). Dies setzt neben einem entsprechenden durchgehenden Frachtdokument auch voraus, dass er die Einfuhrabwicklung durchführen kann und ihm alle für den Import erforderlichen Dokumente zur Verfügung stehen. Kosten jeglicher Verzögerung – z.B. aufgrund der Zollabfertigung – gehen zulasten des Verkäufers.

DDP entspricht inhaltlich DAP plus Zoll- und Steuerabwicklung. DDP Paris bedeutet u.a., dass die franz. Mehrwertsteuer (TVA: Taxe de Valeur Ajoutée) entrichtet wird. Dies erfordert für einen nicht französischen Exporteur (noch) die Einschaltung eines Fiskalvertreters in Frankreich. Wenn – theoretisch – der Verkäufer Mehrwertsteuer im Importland bezahlt, können weder Käufer noch Verkäufer diese als Vorsteuer geltend machen. Daher wäre ggf.  DDP mit Zusatz „(Mehrwert- oder Einfuhrumsatz-)Steuer-Abfertigung durch Käufer“ oder „DDP, (Mehrwert- oder Einfuhrumsatz-)Steuer nicht bezahlt“ zu empfehlen.

Da die Lieferung erst dann vollzogen ist, wenn der Käufer die Ware erhalten hat, kann eine Kopplung von DDP mit einem Akkreditiv sehr riskant sein.

Natürlich kann man auch innerhalb eines Binnenmarktes DDP liefern, bspw. von Italien nach Deutschland. Dann greifen aber die Klauseln A6/B6 nicht: Der Verkäufer aus Italien liefert mehrwertsteuerfrei (sofern er die „Steuer-Ident-Nummer“ seines Kunden in Deutschland angeben kann). Für den Käu­fer entsteht dann – mit der Lieferung des Verkäufers nach A4 – eine Erwerb­steuer, genauer: eine nationale Steuerschuld aus dem „innergemeinschaftli­chen Erwerb“, die der nationalen Mehrwertsteuer analog ist. Da es sich dabei nicht um eine Einfuhrabgabe handelt, fällt sie nicht unter A6/B6 und ist damit nicht vom Verkäufer zu tragen. Wohlgemerkt: Dies betrifft nur eine Lieferung im Binnenmarkt, weil bei einer Einfuhr aus einem Drittland keine Steuerschuld nach der Erwerbsteuer entsteht, sondern nach der Einfuhrumsatzsteuer (EUSt), und diese muss – unter DDP – dann der Verkäufer tragen.

Wichtigste Verpflichtungen der Parteien bez. Lieferung, Gefahrenübergang und Kostenteilung gemäß den Incoterms 2010:
(1) Verpflichtungen des Verkäufers: (a) Lieferung: Der Verkäufer liefert, wenn die zur Einfuhr freigemachte Ware dem Käufer am benannten Bestimmungsort auf dem ankommenden Beförderungsmittel unentladen zur Verfügung gestellt wird.
(b) Der Verkäufer hat alle Kosten und Gefahren der Beförderung der Ware bis dorthin zu tragen einschließlich jeglichen „Zolls“ für die Einfuhr in das Bestimmungsland.

Anmerkung: Der Begriff „Zoll“ umfasst in diesem Zusammenhang die Verantwortung und die Gefahr der Erledigung der Zollformalitäten sowie die Bezahlung von Formalitäten, Zöllen, Steuern und anderen Abgaben.
(2) Verpflichtungen des Käufers: Der Käufer hat alle Gefahren des Verlusts oder der Beschädigung der Ware sowie alle die Ware betreffenden Kosten von dem Zeitpunkt an zu tragen, in dem sie ihm gemäß 1 (a) bzw. (b) geliefert worden ist.
(3) Modifikationen: Wünschen die Parteien, dass von den Verpflichtungen des Verkäufers bestimmte bei der Einfuhr der Ware anfallende Abgaben ausgeschlossen werden, sollte dies durch einen entsprechenden ausdrücklichen Zusatz im Kaufvertrag deutlich gemacht werden. Wünschen die Parteien, dass der Käufer alle Gefahren und Kosten der Einfuhr trägt, sollte die DDU-Klausel (DDU) verwendet werden.
(4) Anwendung: Diese Vertragsklausel kann für jede Transportart verwendet werden; es sollte jedoch die DAP- (delivered at place) oder DAT-Klausel (delivered at terminal) verwendet werden, wenn die Lieferung am Bestimmungshafen an Bord des Schiffes oder auf dem Kai stattfinden soll.

Vgl. auch EXW, FCA, FAS, FOB, CFR, CIF, CPT, CIP, DAT, DAP; Incoterms; C-Klauseln, F-Klauseln, D-Klauseln.

II. Informatik:

Abk. für Distributed Data Processing.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
DDP
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Finanzierung bezeichnet alle Maßnahmen zur Beschaffung und Rückzahlung von Kapital zur Leistungserstellung und Leistungsverwendung. Sie ist neben der Investition und dem Zahlungsverkehr die dritte finanzwirtschaftliche Funktion eines Unternehmens.––Art und Umfang des beschafften, abstrakten Kapitals werden auf der Passivseite der Bilanz ... mehr
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Grundbegriffe Das Käuferverhalten umfasst das Verhalten von Nachfragern beim Kauf, Ge- und Verbrauch von wirtschaftlichen Gütern bzw. Leistungen. Hiervon abzugrenzen und enger gefasst ist das Konsumentenverhalten, welches sich auf das Verhalten von Endverbrauchern beim Kauf und Konsum von wirtschaftlichen Gütern ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Prof. h. c. Bernhard Swoboda, Prof. Dr. Thomas Foscht
Die seit 1988 geltende und seither mehrfach ergänzte Eigenkapitalvereinbarung („Basel I“) wurde zum 1.1.2007 durch die neue Eigenkapitalvereinbarung („Basel II“) ersetzt. Erweiterungen soll die Vereinbarung ab 2013 durch "Basel III" erfahren. Die Empfehlungen des Basler Ausschusses stützen sich auf drei Pfeiler. 1. ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Dres. h. c. Henner Schierenbeck, Prof. Dr. Michael Pohl
I. Begriff und Normquellen Methoden sind nach weitverbreitetem Verständnis planmäßige, folgerichtige Vorgehensweisen. Planmäßige Vorgehensweisen im wirtschaftlichen Prüfungswesen richten sich nach den Eigenarten der jeweiligen Prüfung. Dabei ist das für die Prüfung des Jahresabschlusses folgerichtige Vorgehen von zentraler Bedeutung und Maßstab auch ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Reinhold Hömberg