| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 50.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
The author develops a model, which allows a highly accurate forecast of demand, taking into account "smart" customer behavior and ... Vorschau
42.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 39,90 € - inkl. weiterer 50.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Pro-Kopf-Ausgaben für Medikamente
Durchschnittliche Pro-Kopf-Ausgaben für Arzneimittel in Deutschland in den Jahren 1999 bis 2010 (in Euro)
Statistik: Pro-Kopf-Ausgaben für Medikamente
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Die Allgemeine Wirtschaftspolitik ist als theoretische Grundlage der Wirtschaftspolitik zu verstehen.
von  Prof. Dr. Bernd-Thomas Ramb
Corporate Social Responsibility; Abk. CSR, stellt einen aus dem Anglo-Amerikanischen kommenden (normativen) Schlüsselbegriff der Unternehmensethik dar, welcher die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen aufspannt.
von  Prof. Dr. Nick Lin-Hi

Demand Management

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Demand Management umfasst gezielte Leistungssteuerung der aktiven Nachfrage an ärztlicher Betreuung seitens Patienten über bestehende herkömmliche Strukturen hinaus.

Ausführliche Erklärung:

1. Begriff: Demand Management umfasst gezielte Leistungssteuerung der aktiven Nachfrage an ärztlicher Betreuung seitens Patienten über bestehende herkömmliche Strukturen hinaus.

2. Merkmale: Im Sinne von Managed Care setzt Demand Management dort an, wo zentrale Schwachstellen im System des Gesundheitswesens gesehen werden - bei der Kommunikation und Koordination zwischen den einzelnen Akteuren. Dadurch soll eine effizientere Versorgung vorangetrieben und einer steigenden Nachfrage nach rasch verfügbarer und einfach zugänglicher ärztlicher Betreuung begegnet werden. Bereits in einigen Ländern etabliert (z.B. Großbritannien, Niederlande, Dänemark und Schweiz), umfasst Demand Management schwerpunktmäßig telefonische und internetbasierte Informations- und Beratungsdienste. Für eine große Verfügbarkeit des Services ist Demand Management idealerweise breit aufgestellt, d.h. die Organisation erfolgt durch ein flächendeckendes Netz kooperierender Leistungserbringer. Die Betreuung erfolgt auch außerhalb der normalen Sprechzeiten oder teilweise sogar rund um die Uhr. Dadurch können Ärzte entlastet und unnötige Hausbesuche und Krankenhauseinweisungen vermieden werden.

3. Ausgestaltung: Generell erfolgt beim Demand Management eine Triage. Hierunter ist eine systematische Symptombeurteilung zu verstehen, die Abklärung der weiteren Behandlungsschritte einschließlich deren Dringlichkeit. Idealerweise greift hierbei die Devise „Pflege vor Arzt“, was so viel bedeutet wie, dass durch die vornehmliche Betreuung der Patienten durch speziell geschultes Pflegepersonal der Arzt weitestgehend entlastet werden soll.

a) Telefonbetreuung: Speziell ausgebildetes Pflegepersonal oder Ärzte nehmen eingehende Anrufe entgegen. Unter Zuhilfenahme spezieller Software und umfassender Protokolle zu wichtigen Krankheitsbildern, erfolgt eine Aufnahme der vom Patienten geschilderten Krankheitssymptome. Davon ausgehend werden Informationen zur Krankheit, Ratschläge zur Selbstbehandlung und ggf. Empfehlungen zum weiteren Behandlungsverlauf gegeben. Für schwere chronische Erkrankungen kann der Telefondienst auch zum Case Management eingesetzt werden. Darüber hinaus kann der Service bspw. auch für Follow-up-Untersuchungen, wie zur Überprüfung der Medikamenten-Compliance nach einer stationären Entlassung verwendet werden. Hörbehinderte Menschen können auf einen SMS-Service zurückgreifen.

b) Internet und TV: Durch diese Medien ist die Möglichkeit gegeben einer weiteren Nachfrage nach medizinischen Informationen und Anlaufstellen zur Behandlung zu begegnen. Mögliche Angebote durch diese Medien können z.B. laienverständlich formulierte medizinische Enzyklopädien sein. Zudem vorstellbar ist ein Selbsthilfeführer mit einfachen dichotomen Fragen zur Abklärung des weiteren Vorgehens im Krankheitsfall.

4. Patientennutzen: Neben einer bequemen und niedrigschwelligen (Erst-)Kontaktaufnahme im Krankheitsfall von zu Hause aus, bietet Demand Management dem Patienten darüber hinaus die Möglichkeit eine Zweitmeinung einzuholen.

a) Im Notfall: Im Fall der Telefonbetreuung erfolgt eine direkte Durchstellung zur Notaufnahme. Ein Arzt oder Pflegepersonal nehmen die ersten Schritte vor. Informationen zur weiteren Vorgehensweise werden gegeben und die gespeicherten Daten für die folgende Behandlung verwendet. Informationen im Internet oder Fernsehen können im Notfall auch erste Hilfestellungen geben.

b) Langzeitbetreuung: Im Sinne von Disease Management können Screenings zur Früherkennung chronischer Erkrankungen durchgeführt werden. Im Behandlungsverlauf kann durch Demand Management der Umgang des Patienten mit seiner Krankheit geschult werden. So können Informationen zur Medikamenteneinnahme oder zum Lebensstil und Präventionsmaßnahmen vermittelt werden.

c) Stationäre Betreuung: auch hier besteht das Potenzial durch Demand Management die Kommunikation und Koordination der Gesundheitsversorgung zu stärken; erste Vorgespräche mit dem Patienten vor einer Operation, Nachbetreuungen nach der Entlassung, aber auch das gezielte und zweckmäßige Einweisungsmanagement ermöglichen einen effizienten Umgang mit den Ressourcen des Gesundheitswesens.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Demand Management
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff Bankgeschäfte § 1 Abs. 1 des Gesetzes über das Kreditwesen (kurz: Kreditwesengesetz, KWG) ordnet Unternehmen als Kreditinstitute ein, wenn sie bereits eines der nachstehenden Bankgeschäfte tätigen. Bankgeschäfte sind danach die Annahme fremder Gelder als Einlagen oder anderer unbedingt rückzahlbarer Gelder ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Detlef Hellenkamp
I. Definition und Abgrenzung zu Normalarbeitsverhältnissen Normalarbeitsverhältnisse sind definiert als unbefristete Vollzeitarbeitsverhältnisse, die vollständig in die sozialen Sicherungssysteme integriert sind, eine Identität von Arbeits- und Beschäftigungsverhältnis aufweisen, d.h. nicht in Form von Leiharbeit ausgeübt werden, und bei denen eine Gebundenheit des ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Berndt Keller, Privatdozent Dr. Fred Henneberger
I. Begriff und Motivation Unter Data Mining versteht man die Anwendung von Methoden und Algorithmen zur möglichst automatischen Extraktion empirischer Zusammenhänge zwischen Planungsobjekten, deren Daten in einer hierfür aufgebauten Datenbasis bereitgestellt werden. Bspw. kann so ermittelt werden, welche Produkte häufig zusammen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Richard Lackes