1. Begriff: Staatsform, bei der im theoretischen Ideal jede einzelne öffentliche Angelegenheit durch Abstimmung aller Bürger des Gemeinwesens entschieden wird.
2. Theorie der direkten Demokratie: Zweig der Neuen Politischen Ökonomie, der sich mit den Eigenschaften von Abstimmungsregeln in (kleinen) Gruppen beschäftigt, bes. sucht man ideale Regeln (Abstimmungsverfahren). In der empirischen Forschung wird regelmäßig auf die Beispiele direktdemokratisch konstituierter Bundesstaaten in den USA und Kantone in der Schweiz verwiesen, wobei angenommen wird, dass die individuellen Interessen der Wähler infolge der direkten Abstimmung besser als im Falle repräsentativer Demokratien in den getroffenen Kollektiventscheidungen widergespiegelt sind.