| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 50.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Auf die globalen Herausforderungen und die anhaltende Schuldenkrise müssen Staats- und Firmenlenker in Europa klare Antworten finden. Die neue Triade ... Vorschau
44.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 39,90 € - inkl. weiterer 50.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Anzahl der Gründungen von Unternehmen in Deutschland
Anzahl der Unternehmensgründungen in den neuen und alten Bundesländern in Deutschland von 1997 bis 2010
Statistik: Anzahl der Gründungen von Unternehmen in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Die Bezeichnung Mergers and Acquisitions (M&A) zu deutsch Fusion von Unternehmen und Erwerb von Unternehmen bzw. Unternehmensanteilen - steht für alle Vorgänge im Zusammenhang mit der Übertragung und Belastung von Eigentumsrechten an Unternehmen einschließlich der Konzernbildung, der Umstrukturierung von Konzernen, ... mehr
von  Jun.-Prof. Dr. Mark Mietzner
Unter dem Begriff Venture-Capital fasst man einen Teilbereich des Private-Equity-Geschäfts. Während Letzteres generell den Handel mit Eigenkapitalanteilen an nicht börsennotierten Unternehmen bezeichnet, handelt es sich beim Venture-Capital um zeitlich begrenzte Mittelüberlassungen in Form von Eigenkapital an das Spezialsegment der jungen ... mehr
von  Prof. Dr. Wolfgang Breuer

Effectuation

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Ausdruck aus dem Bereich der Entrepreneurship-Forschung geprägt durch die ursprüngliche Forschungsarbeit von Saras D. Sarasvathy. Der Effectuation-Ansatz beschreibt eine von (erfahrenen) Entrepreneuren eingesetzte Vorgehensweise zur Lösung von Problemen und zur Entscheidungsfindung.

Ausführliche Erklärung:

Herbeiführung. 1. Begriff: Ausdruck aus dem Bereich der Entrepreneurship-Forschung geprägt durch die ursprüngliche Forschungsarbeit von Saras D. Sarasvathy. Der Effectuation-Ansatz beschreibt eine von (erfahrenen) Entrepreneuren eingesetzte Vorgehensweise zur Lösung von Problemen und zur Entscheidungsfindung. Bietet ein Entre­preneur a) neue Produkte in einem neuen Markt, oder

b) ein neues Produkt in einem etablierten Markt, oder 

c) ein etabliertes Produkt in einem neuen Markt an, erhält er die Möglichkeit, den Markt zu gestalten bzw. zu steuern.

2. Merkmale: Der Effectuation-Ansatz basiert auf der Annahme, dass Marktprognosen für die in a) bis c) beschriebenen Szenarien nicht getroffen werden können, da die Zukunft nicht vorhersehbar, wohl aber gestaltbar ist. Effectuation beschreibt einen dynamischen und interaktiven Prozess, der es erlaubt, neue Artefakte (künstlich herbeigeführte Veränderungen oder Bedingungen) zu erschaffen. Weitere Merkmale des Effectuation-Ansatzes sind, dass der Entrepreneur seine Entscheidungen aufgrund der ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen trifft und gezielt versucht, Partnerschaften mit Stakeholdern einzugehen, um seine Geschäftsidee umzusetzen. Entscheidungen trifft er nicht im Hinblick auf eine zu erwartende Rendite, sondern abhängig von seiner Verlusterwartung im Rahmen einer vorher definierten individuellen Grenze. Unwägbarkeiten versucht er nicht durch strikte Planung zu vermeiden, sondern für sich und seine Geschäftsidee gewinnbringend zu nutzen und reagiert dementsprechend flexibel auf Veränderungen.

3. Einschränkungen: In etablierten Märkten mit etablierten Produkten ist der Effectuation-Ansatz quasi bedeutungslos, bzw. kommt nicht zur Anwendung, da in einem solchen Umfeld Marktprognosen von ausreichender Verlässlichkeit getroffen werden können, die Gestaltungs- und Steuerungsmöglichkeiten jedoch als gering angesehen werden müssen. Der Effectuation-Ansatz bildet somit einen Gegenpol zur strategischen Planung.

Vgl. auch Entrepreneurship.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Literaturhinweise/Links
Literaturhinweise
Bücher
Sachgebiete
Effectuation
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff Entrepreneurship bezeichnet zum einen das Ausnutzen unternehmerischer Gelegenheiten sowie den kreativen und gestalterischen unternehmerischen Prozess in einer Organisation, bzw. einer Phase unternehmerischen Wandels, und zum anderen eine wissenschaftliche Teildisziplin der Betriebswirtschaftslehre. Die Entrepreneurship-Forschung (auch Gründungsforschung) präsentiert sich als ein ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Tobias Kollmann
I. Begriff und Charakterisierung Mit dem Begriff „Mergers and Acquisitions (M&A)“ wird i.d.R. eine Fusion oder eine Verschmelzung zweier Unternehmen zu einer rechtlichen und wirtschaftlichen Einheit (Merger) bzw. der Erwerb von Unternehmenseinheiten oder eines ganzen Unternehmens (Acquisition) bezeichnet. Während bei einem ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Jun.-Prof. Dr. Mark Mietzner
I. Begriff Beim Venture-Capital (Risikokapital, Wagniskapital) handelt es sich um zeitlich begrenzte Kapitalbeteiligungen an jungen, innovativen, nicht börsennotierten Unternehmen, die sich trotz z.T. unzureichender laufender Ertragskraft durch ein überdurchschnittliches Wachstumspotenzial auszeichnen. Das Venture-Capital-Geschäft stellt einen Teilbereich des Private-Equity-Geschäfts dar, worunter man ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Wolfgang Breuer