| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in 50.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Dieses Buch erläutert praxisnah und kompakt alle relevanten Steuern, die bei Erwerb, Vermietung und Veräußerung von Immobilien anfallen. Die 2., ... Vorschau
Statistik (von statista.com)
Spitzensteuersatz der Einkommenssteuer in Deutschland
Entwicklung des Spitzen- und Eingangssteuersatzes in Deutschland in den Jahren 1958 bis 2010
Statistik: Spitzensteuersatz der Einkommenssteuer in Deutschland Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Werbung ist die Beeinflussung („Meinungsbeeinflussung“ Kroeber-Riel 1988, 29) von verhaltensrelevanten Einstellungen mittels spezifischer Kommunikationsmittel, die über Kommunikationsmedien verbreitet werden. Werbung zählt zu den Instrumenten der Kommunikationspolitik im Marketing-Mix. Durch die kostenintensive Belegung von Werbeträgermedien ist es das auffälligste und bedeutendste ... mehr
von  Prof. Dr. Jürgen Schulz
I. Position und Wesen der Eigenverantwortlichkeit Die Berufspflichten des Wirtschaftsprüfers (WP) sind umfangreich und bedeutend. Folgt man der Wirtschaftsprüferordnung (WPO) und dem Katalog des vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) herausgegebenen Wirtschaftsprüferhandbuches (WPH), der sich an der WPO orientiert, dann gehören ... mehr
von  WP Dr. Werner Krommes

Einkommensteuertarif

(weitergeleitet von Progressionszone)

Definition

ANZEIGE

1. Die tarifliche Einkommensteuer bemisst sich nach dem zu versteuernden Einkommen (§ 32a EStG). Sie ermittelt sich ohne Berücksichtigung des Progressionsvorbehalts, der außerordentlichen Einkünfte und der ausländischen Einkünfte gemäß der Steuerberechnungsformel.

Vgl. Abbildungen „Einkommensteuertarif

Steuerberechnungsformel (2008)”. Als zu versteuerndes Einkommen gilt das Einkommen nach Abzug des Kinderfreibetrags, des Haushaltsfreibetrags und der sonstigen vom Einkommen abzuziehenden Beträge (Einkommensermittlung).

2. Für zusammen zu veranlagende Ehegatten sowie für die ihnen nach § 32a VI EStG gleichgestellten Personen beträgt die tarifliche Einkommensteuer das Zweifache des Steuerbetrags, der sich für die Hälfte des zu versteuernden Einkommens ergibt (Splitting-Verfahren).

3. Aufbau:
(1) steuerfreier Grundfreibetrag bis zum zu versteuernden Einkommen in 2014 von 8.354/ 16.708 Euro (bei Anwendung des Splitting-Verfahrens);
(2) erste Progressionszone bis 13.469/ 26.938 Euro mit einem linearen Anstieg des Grenzsteuersatzes;
(3) zweite Progressionsstufe bis 52.881/ 105.763 Euro mit kontinuierlich ansteigendem Grenzsteuersatz bis 42 Prozent, wobei der Verlauf der Anstiegskurve steiler als in der ersten Progressionszone ist;
(4) obere Proportionalzone (ab 52.882/ 105.764 Euro) mit gleichbleibendem Steuersatz von 42 Prozent (Spitzensteuersatz).

4. Seit dem Veranlagungszeitraum (VZ) 2007 gibt es die sog. Reichensteuer für Überschusseinkünfte (ab 2008 gilt diese für alle Einkunftsarten) zur Anwendung: Ab einem zu versteuernden Einkommen von 250.731 Euro (Ledige) bzw. von 501.462 Euro (Verheiratete) beträgt der Spitzensteuersatz 45 Prozent, d.h. von jedem Euro, um den sich das zu versteuernde Einkommen in dieser Zone erhöht, wird - ohne Berücksichtigung der Rundungsregelung - eine Steuer von 0,45 Euro fällig. Letztmals anzuwenden im VZ 2007 war die Regelung, dass sich für Gewinneinkünfte der Spitzensteuersatz um 3 Prozent auf 42 Prozent mindert (Entlastungsbetrag nach § 32c EStG).

5. Die dem Einkommensteuergesetz beigefügten Tabellen geben die tarifliche Einkommensteuer nach den Errechnungsmethoden an.

6. Einstiegssteuersatz/ Spitzensteuersatz/ Höchstsatz: Der Einstiegssteuersatz beträgt zz. 14 Prozent (seit 2009; in 2008 lag er bei 15 Prozent); der Spitzensteuersatz 42 Prozent (seit 2005; in 2004 lag er bei 45 Prozent) und der Höchstsatz (Reichensteuer) 45 Prozent (seit 2007).

Vgl. auch Einkommensteuer-Grundtabelle, Einkommensteuer-Splittingtabelle.

Einkommensteuer - Steuerberechnungsformel (2010)

Einkommensteuertarif

Anzuwendende Formel

 

0-8.004

8.005-13.469

13.470-52.881

52.882-250.730

ab 250.731

 

 

0

(912,17 y + 1.400) y

(228,74 z + 2.397) z + 1.038

0,42 x – 8.172

0,45 x – 15.694

 

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Einkommensteuertarif
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
Nach der Einführung von Basel I im Jahr 1988 sowie der deutlichen Überarbeitung zu Basel II, die 2007 eingeführt wurde, ergeben sich ab 2013 materielle Änderungen, die unter Basel III firmieren. Auslöser der schnellen Überarbeitung war u.a. auch die Finanzkrise, ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Michael Pohl
I. Begriff Auf der Konferenz der Staats- und Regierungschefs der EG am 9./10.12.1991 in Maastricht beschlossene Währungsvereinheitlichung auf dem Gebiet der Europäischen Union (oder Teilen hiervon) ab 1.1.1999. Die Europäische Währungsunion bildet einen Kernpunkt in den Bestrebungen zur Errichtung eines in ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Oliver Budzinski, PD Dr. Jörg Jasper, Prof. Dr. Albrecht F. Michler
I. Begriff Unter den Begriff der Bilanzpolitik fallen alle legalen Maßnahmen, die der Bilanzierende innerhalb des Jahresabschlusses und Lageberichts ergreift, um die Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens inhaltlich und/oder formal so zu gestalten, dass bei den Adressaten ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Michael Hommel