| 
 | 
 | 

EUREX

Kurzerklärung

EUREX ist eine der weltweit größten Terminbörsen für Futures und Optionen und gleichzeitig auch das führende Clearinghaus Europas. Sie wird gemeinsam von der Deutschen Börse AG und der SIX Swiss Exchange betrieben, denen sie zu gleichen Teilen gehört. Ausführliche Erklärung

Fachautoren für dieses Stichwort
Prof. Dr. Detlev Hummel
Professur für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Finanzierung und Banken
Dr. Cordula Heldt
Referentin und Rechtsanwältin
Buch zum Thema
Um für Sie einen größtmöglichen Lerneffekt zu erzielen, haben wir Originalprüfungsaufgaben zugrunde gelegt, umgearbeitet und der aktuellen Rechtslage angepasst. Denn ... mehr
Ausführliche Erklärung

Abk. für European Exchange. Die vollelektronisierte Handels- und Clearing-Plattform EUREX ist 1998 aus dem Zusammenschluss der Deutschen Terminbörse (DTB) und der Schweizer Terminbörse (SOFFEX) hervorgegangen. Die Eurex umfasst die Eurex-Börsen, Eurex Clearing, die ECNs (Electronic Communication Networks), Eurex Bonds und Eurex Repo. Seit Ende Dezember 2007 gehört die International Securities Exchange (ISE), eine Options- und Aktienbörse mit vollelektronische Plattformen dazu.

Die EUREX bietet ein breites Spektrum an standardisierten Optionen und Future-Kontrakten an. Dazu zählen Geldmarkt-, Kapitalmarkt-, Aktien- und Indexprodukte. Im Jahr 2008 wurden fast 2,17 Mrd. Kontrakte (ohne ISE) gehandelt, das ist ein Zuwachs gegenüber 1,9 Mrd. Kontrakten im Jahr 2007 um ca. 14 Prozent. Im Jahresdurchschnitt wurden täglich ca. 8,5 Mio. Kontrakte pro Tag gehandelt. Marktteilnehmer handeln von 700 Standorten auf der ganzen Welt.

Die Börsenzeit umfasst vier aufeinander folgende Phasen:
(1) Pre-Trading: Die Pre-Trading-Period ist die Vorhandelsphase, in der alle Teilnehmer Anfragen und Eingaben im System vornehmen, Orders ändern oder löschen und Quotes in Vorbereitung des Handels gestellt werden. Geschäftsabschlüsse erfolgen in der Vorhandelsphase nicht.
(2) Opening: Die Opening Period ist die Eröffnungsphase. Dabei wird zunächst auf Basis der vorliegenden Aufträge und Quotes für die einzelnen Serien der Kontrakte nach dem Meistausführungsprinzip ein Eröffnungspreis ermittelt.
(3) Trading Period: Die Trading Period ist die Handelsphase. Während des Handels erfolgen die Abschlüsse fortlaufend zu Einzelkursen. Das System ordnet Aufträge und Quotes nach dem Preis. Bei gleichem Preis entscheidet der Zeitpunkt der Ordereingabe, unlimitierte Aufträge werden vor limitierten Aufträgen ausgeführt. Die Quotes der Market Maker dienen als Referenzpreise für unlimitierte Aufträge.
(4) Post-Trading: Der Nachhandel wird auch als Post-Trading-Period bezeichnet. Im Nachhandel finden keine Geschäftsabschlüsse mehr statt, jedoch stehen alle Funktionen zur Verfügung und Eingaben für den nächsten Tag können vorgenommen werden.

Zentrale Merkmale des Handelssystems sind die Schaffung eines transparenten Handels und der gleichberechtigte, vom Standort unabhängige, Marktzugang für alle Marktteilnehmer sowie die Schaffung zusätzlicher Liquidität für weniger liquide Optionen und Futures durch konkurrierende Market Maker.

Version:
Literaturhinweise/Links
Sachgebiete
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff In der deutschsprachigen Marketingwissenschaft erlebt das Thema Marketingcontrolling nach intensiven Forschungstätigkeiten zu Beginn der achtziger Jahre einen neuen Höhepunkt. Beim Marketingcontrolling handelt es sich um ein klassisches Schnittstellenthema zweier betriebswirtschaftlicher Teilgebiete. Marketing und Controlling stehen in einem ambivalenten Verhältnis zueinander. ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Sven Reinecke
I. Begriff Der aus dem Amerikanischen entlehnte Begriff „Public Relations (PR)” wird in Deutschland im Wesentlichen mit dem Begriff „Öffentlichkeitsarbeit” assoziiert, wenn auch die Zielrichtung der bezeichneten Gegenstände unterschiedlich ist. Während der Begriff „Öffentlichkeitsarbeit” die reine Tätigkeit benennt, legt der Begriff ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Perry Reisewitz
I. Begriff Werbung ist die Beeinflussung („Meinungsbeeinflussung“ Kroeber-Riel 1988, 29) von verhaltensrelevanten Einstellungen mittels spezifischer Kommunikationsmittel, die über Kommunikationsmedien verbreitet werden. Werbung zählt zu den Instrumenten der Kommunikationspolitik im Marketing-Mix. Durch die kostenintensive Belegung von Werbeträgermedien ist es das auffälligste und ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Jürgen Schulz
Suche
 
Aktuelle Statistik zur Definition (von statista.com)
Anzahl der Banken in Deutschland
Anzahl der Kreditinstitute in Deutschland in den Jahren 2000 bis 2010
Statistik: Anzahl der Banken in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Akademische Arbeiten zur Definition (von grin.com)
Zum Thema eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Bachelorarbeit, Seminararbeit oder Referat versandkostenfrei herunterladen (pdf-Datei):
Weitere akademische Arbeiten zur Definition "EUREX"
Schwerpunktbeiträge des Tages
Unter dem Begriff Web 2.0 wird keine grundlegend neue Art von Technologien oder Anwendungen verstanden, sondern der Begriff beschreibt eine in sozio-technischer Hinsicht veränderte Nutzung des Internets, bei der dessen Möglichkeiten konsequent genutzt und weiterentwickelt werden. Es stellt eine Evolutionsstufe ... mehr
von  Prof. Dr. Richard Lackes, Dr. Markus Siepermann
Die doppelte Buchhaltung (auch doppelte Buchführung genannt) ist das System der kaufmännischen Buchführung gemäß § 238 HGB (Buchführungspflicht), welches die Ermittlung des Periodenerfolges zweifach ermöglicht: (1) durch die Bilanz, (2) durch die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). Zugleich ist „doppelt“ auch im technischen ... mehr
von  Dr. Barbara Wischermann
Anzeige