| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in 50.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
In 14 Kapiteln, ausgerichtet an den Lehrveranstaltungen eines Semesters, werden die Grundtatbestände der Betriebswirtschaftslehre anschaulich, praxisnah und auf dem neuesten ... Vorschau
Statistik (von statista.com)
Einnahmen aus der Tabaksteuer in Deutschland
Einnahmen aus der Tabaksteuer in Deutschland von 1999 bis 2011 (in Milliarden Euro)
Statistik: Einnahmen aus der Tabaksteuer in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Der Lagebericht verkörpert ein rechtlich und funktional eigenständiges Rechnungslegungsinstrument der jährlichen Pflichtpublizität von Unternehmen neben dem Jahresabschluss. Er erläutert den Jahresabschluss und ergänzt diesen um Informationen allgemeiner Art über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft. Er ... mehr
von  Prof. Dr. Hans-Joachim Böcking, Prof. Dr. Norbert Pfitzer, Prof. Dr. Peter Oser
I. Begriff Bezeichnung für Objekte, die sowohl die allgemeine als auch die spezifische Portabilität anderer Objekte verbessern und auf diese Weise zum „Wohlstand der Nationen“ (A. Smith) beitragen. II. Forschung 1. Forschungansätze Als elementarer Bestandteil gesellschaftlicher Wertschöpfungsprozesse ist die Tüte ... mehr
von  Prof. Dr. Andreas Suchanek

Familienheim

Definition

ANZEIGE

1. Begriff des Erbschaftsteuerrechts seit der Erbschaftsteuerreform 2009, bezieht sich auf a) ein bebautes Grundstück, in dem der Erblasser bis zum Erbfall eine Wohnung zu eigenen Wohnzwecken genutzt hat oder er (nur) aus zwingenden Gründen an einer Selbstnutzung zu eigenen Wohnzwecken gehindert war, wenn die Wohnung beim Erwerber unverzüglich zur Selbstnutzung zu eigenen Wohnzwecken bestimmt ist (§ 13 Nr. 4b, 4c ErbStG 2009) und

b) eine zu eigenen Wohnzwecken genutzte Wohnung, an der ein Ehegatte dem anderen Eignetum oder Miteigentum verschafft (§ 13 Nr. 4a ErbStG 2009). Die Immobilie, um die es geht, darf entweder im Inland oder im übrigen Gebiet der EU odes des EWR belegen sein.

2. Steuerbefreiter Erwerb: a) Die Zuwendung von Miteigentum oder Alleineigentum von einem Ehegatten an den anderen oder einen Lebenspartner an den anderen ist steuerfrei (§ 13 Nr. 4a ErbStG); ebenso ist es steuerfrei, wenn Ehegatten (bzw. Lebenspartner) eine solche Immobilie gemeinsam als Miteigentümer erwerben, aber nur einer von ihnen die für den Ankauf aufgenommenen Schulden allein tilgt, ohne vom anderen Ersatz zu verlangen.

b) Der Erwerb von Todes wegen (also nicht die Schenkung!) eines Familienwohnheims durch den überlebenden Ehegatten oder Lebenspartner ist steuerfrei, wenn der Erwerber das Famileinheim mind. zehn Jahre lang nach dem Erwerb zu Wohnzwecken selbst nutzt; unschädlich ist es, wenn er aus zwingenden Gründen an der Selbstnutzung zu eigenen Wohnzwecken gehindert ist (z.B. in ein Pflegeheim muss). Ebenso steuerfrei ist der Erwerb durch Kinder oder Kinder verstorbener Kinder, wenn der Erwerber unverzüglich die Selbstnutzung aufnimmt; hier ist die Befreiung allerdings auf Wohnungen von maximal 200 qm begrenzt (größere Immobilien werden nur anteilig freigestellt). Auch hier wird verlangt, dass die Selbstnutzung mind. zehn Jahre lang aufrechterhalten wird, wenn sie nicht aus zwingenden Gründen unterbleiben muss.

3. Beurteilung: a) Wirtschaftliche Wirkungen: Die den Erwerbern auferlegten Beschränkungen engen die Flexibilität von Personen, die Immobilien geerbt haben oder in absehbarer Zeit erben könnten, ein und schaffen Rechtsunsicherheit hinsichtlich der Frage, was zwingende Gründe für eine fehlende Selbstnutzung sind.

b) Verfassungsrechtliche Probleme: Da die Neuregelung des ErbStG 2009 explizit verlangt worden war, um einer verfassungswidrigen Ungleichbehandlung von Immobilienvermögen mit übrigem Vermögen ein Ende zu setzen, die Neuregelung aber nunmehr durch die Regelungen über das Familienheim solche Begünstigungen explizit neu einführt, ist die Neuregelung in sich problematisch. Das gilt umso mehr, als das mutmaßliche Ziel der Neuregelung, nahen Angehörigen zu ersparen, ihr Familienwohnheim nach einem Todesfall verkaufen zu müssen, um Erbschaftsteuer zahlen zu müssen, offensichtlich durch eine weniger einschneidende Maßnahme, z.B. eine Stundung der geschuldeten Steuer von Amts wegen bis zu einem tatsächlichen Verkauf oder der Aufgabe der Selbstnutzung, erreichbar gewesen wäre.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Familienheim
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Charakterisierung Die Geldpolitik beinhaltet alle Maßnahmen, die aufgrund geldtheoretischer Erkenntnisse zur Regelung der Geldversorgung und des Kreditangebots der Banken unter Beachtung der gesamtwirtschaftlichen Ziele ergriffen werden. Häufig findet sich auch die Bezeichnung „Geld- und Kreditpolitik“ mit der gleichen begrifflichen Bedeutung. ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Oliver Budzinski, PD Dr. Jörg Jasper, Prof. Dr. Albrecht F. Michler
I. Institution und Organisation Zentralbanksystem der in der Europäischen Währungsunion (EWU) zusammengefassten Staaten, gegr. am 1.6.1998 als Nachfolgeorganisation des Europäischen Währungsinstituts (EWI), das zur Vorbereitung der Schaffung des ESZB ins Leben gerufen worden war. Das Zentralbanksystem besteht aus der Europäischen Zentralbank ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Oliver Budzinski, PD Dr. Jörg Jasper, Prof. Dr. Albrecht F. Michler
Energiekrise, saurer Regen, Entsorgungsnotstand, Wasserknappheit, Klimawandel, Regenwaldzerstörung, Biodiversität, Überflutungen - unabhängig davon, welches Umweltthema gerade in Medien präsent ist, sind immer auch Unternehmen betroffen. Seien es Kostenerhöhungen durch steigende Energie- oder Rohstoffpreise, Umsatzeinbußen durch verändertes Konsumentenverhalten, seien es rechtliche Regelungen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Edeltraud Günther