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Finanzvermögen

Definition

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I. Finanzwissenschaft:

1. Begriff: Teil des Vermögens der öffentlichen Hand, der wirtschaftlich genutzt wird (auch Erwerbsvermögen genannt). Das Finanzvermögen unterliegt - abgesehen von haushalts- und aufsichtsrechtlichen Bestimmungen - dem Privatrecht, ohne die für das Verwaltungsvermögen geltenden Abweichungen und Einschränkungen.

Gegensatz: Verwaltungsvermögen.

2. Bestandteile:
(1) Betriebsvermögen (Wirtschaftsbetriebe, Kapitalbeteiligungen);
(2) allg. Kapital- und Sachvermögen, soweit diese nicht Verwaltungs- oder Betriebsvermögen sind (z.B. Darlehen und Treuhandvermögen).

3. Zwecke:
(1) Aus den typischen Aufgabenfeldern der öffentlichen Hand abgeleitete Zwecke, z.B. Tätigkeiten, die durch freie Unternehmerinitiativen nicht oder nur unvollkommen wahrgenommen werden bzw. den Unternehmern nicht überlassen bleiben sollen;
(2) Finanzvermögen als Folge von Sanierungen;
(3) Einnahmeerzielung;
(4) Einflussnahme auf Unternehmen und Märkte.

4. In der neueren Diskussion wird die Legitimation dieser Form der Staatstätigkeit kritisch hinterfragt; dabei geht es v.a. um die Privatisierung des Finanzvermögens.

II. Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung:

Synonym für Geldvermögen bzw. Forderungen.

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Sachgebiete
Finanzvermögen
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
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Das externe Rechnungswesen, auch Rechnungslegung genannt, ist wie das interne Rechnungswesen (Kalkulation), die betriebswirtschaftliche Statistik und die Planungsrechnung Teil des betrieblichen Rechnungswesens und somit ein Teilgebiet der Betriebswirtschaftslehre. Es bildet die finanzielle Situation des Unternehmens nach außen ab, Adressaten sind ... mehr
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