| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Bettina Beyer untersucht einen viel diskutierten Posten der Bilanz – den Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill). Die Autorin greift für die ... Vorschau
59.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Die Verteilungstheorie hat zum Ziel, die Verteilung des laufenden Einkommens bzw. des Vermögens systematisch zu analysieren. Die Analyse kann auf verschiedene Einkommens- bzw. Vermögensarten oder auf verschiedene Gruppen von Einkommensbeziehern bzw. Vermögensbesitzern ausgerichtet sein. Bei den Theorien der Einkommensverteilung wird ... mehr
von  Prof. Dr. Hagen Krämer
Corporate Social Responsibility; Abk. CSR, stellt einen aus dem Anglo-Amerikanischen kommenden (normativen) Schlüsselbegriff der Unternehmensethik dar, welcher die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen aufspannt.
von  Prof. Dr. Nick Lin-Hi

Firmenwert

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Ein Firmenwert ist der Betrag, den ein Käufer bei Übernahme einer Unternehmung als Ganzes unter Berücksichtigung künftiger Ertragserwartungen (Unternehmungswert, Ertragswert) über den Wert der einzelnen Vermögensgegenstände nach Abzug der Schulden (Substanzwert) hinaus zu zahlen bereit ist (Unternehmungsmehrwert). Firmenwertbildende Faktoren sind z.B. gutes Management, effiziente Herstellungsverfahren bzw. Betriebsorganisation, Facharbeiterstamm, verkehrsgünstige Lage, Stammkundschaft. Für die Bilanzierung in Handels- und Steuerrecht zu unterscheiden: (1) Originärer (selbst geschaffener) Firmenwert, entspricht der Differenz von Ertragswert und Substanzwert; (2) derivativer (abgeleiteter) Firmenwert; letzterer wird durch Kauf erworben und entspricht der Differenz zwischen Kaufpreis und Substanzwert. Anders: Praxiswert.

Ausführliche Erklärung:

Geschäftswert, Goodwill, Façonwert, Fassonwert.

I. Handelsrecht:

Der derivative Firmenwert unterliegt in der Handelsbilanz einem Aktivierungsgebot. Er ist gesondert unter den immateriellen Vermögensgegenständen (immaterielles Wirtschaftsgut) auszuweisen, soweit es sich um Kapitalgesellschaften handelt (§ 266 II HGB), und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abzuschreiben (§ 246 I HGB). Durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wurden die zuvor bestehenden Wahlrechte bez. des Ansatzes und der Bewertung des derivativen Firmenwerts abgeschafft, um die Vergleichbarkeit der Handelsbilanz zu erhöhen.

II. Steuerrecht:

1. Ansatz in der Steuerbilanz: a) Der originäre Firmenwert ist nicht ansatzfähig, der derivative hingegen ansatzpflichtig; er ist mit den Anschaffungskosten zu aktivieren (§ 6 I Nr. 1 EStG) und um Absetzungen für Abnutzung (AfA) zu vermindern. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des Firmenwerts gilt ein Zeitraum von 15 Jahren (§ 7 I 3 EStG).

b) Eine Herabsetzung des Firmenwerts ist nur bei gesunkenem Teilwert möglich.

2. Regelung gemäß Bewertungsgesetz: Bei der Ermittlung des Werts des Betriebsvermögens für Zwecke der Erbschafts- und Schenkungssteuer ist nur der derivative (entgeltlich erworbene) Firmenwert anzusetzen (§ 95 I BewG). Die Bewertung für das Betriebsvermögen erfolgt mit dem Wertansatz für die Steuerbilanz (§ 109 I BewG).

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Informationen zu den Sachgebieten
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff Sozioökonomie steht für ein Forschungsprogramm, das wirtschaftliches Handeln sowie die Kerninstitutionen und Strukturen der modernen Wirtschaft nicht allein unter „ökonomischen“ Gesichtspunkten (Effizienz) und unter ausschließlicher Berücksichtigung ökonomischer Faktoren (Nutzen- und Gewinnorientierung der Akteure auf der einen Seite und die ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Andrea Maurer
I. Zwecke der Konzernrechnungslegung Gehört ein Unternehmen als Mutter- oder Tochterunternehmen einem Konzern an, so ist die Aussagefähigkeit seines Jahresabschlusses aufgrund konzerninterner Beziehungen sowie der Möglichkeit konzerninterner Sachverhaltsgestaltungen eingeschränkt. D.h., die dem Jahresabschluss zugedachten Funktionen (Dokumentationsfunktion, Ausschüttungsbemessungsfunktion und Informationsfunktion) können nur ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Professor Dr. Dr. h.c. Ralf Michael Ebeling
I. Begriff und Einordnung Unter Internet Business wird die Abwicklung von Geschäftsprozessen jedweder Art über das Internet verstanden. Darunter fallen sowohl interne Prozesse, die sich nur auf Kommunikationspartner innerhalb eines Unternehmens beziehen, als auch solche Prozesse, die zwischen zwei Geschäftspartnern außerhalb ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Dr. Markus Siepermann