| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 50.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Statistik (von statista.com)
Anteil der Sektoren am BIP im Ländervergleich
Anteile der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt (BIP) in ausgewählten Industrie- und Schwellenländern im Jahr 2011
Statistik: Anteil der Sektoren am BIP im Ländervergleich
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Die Förderung und Entwicklung von Leistungsträgern gewinnt für Unternehmen an Bedeutung. Der arbeitsmarktliche Wandel und die permanente Verkürzung der Halbwertzeit von Wissen fordert einen verstärkten Einsatz vom Arbeitgeber, die Kompetenzen seiner Mitarbeiter auszubauen. Auch der technische und organisatorische Wandel verlangt ... mehr
von  Prof. Dr. Thomas Bartscher
Der Begriff Krisenmanagement entstand im politischen Bereich, wobei dessen erstmalige Verwendung dort umstritten ist, mehrheitlich aber Kennedy im Zusammenhang mit der Kuba-Krise 1962 zugeschrieben wird. In der Betriebswirtschaftslehre findet der Begriff Krisenmanagement erst seit den 1970er-Jahren Verwendung, wenn auch anfangs ... mehr
von  Prof. Dr. Ulrich Krystek

Forschung und Entwicklung (F&E)

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Forschung und Entwicklung ist die systematische Suche nach neuen Erkenntnissen unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden in geplanter Form. Während unter Forschung der generelle Erwerb neuer Kenntnisse zu verstehen ist, setzt sich die Entwicklung mit deren erstmaliger konkretisierender Anwendung sowie praktischer Umsetzung auseinander.

Ausführliche Erklärung:

1. Begriff: Suche nach neuen Erkenntnissen unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden und in geplanter Form. Forschung ist der generelle Erwerb neuer Kenntnisse, Entwicklung deren erstmalige konkretisierende Anwendung und praktische Umsetzung. Die neuen Kenntnisse können sich sowohl auf Produkte als auch auf (Herstellungs-)Verfahren und Produkt- sowie Verfahrensanwendungen erstrecken. Entbehrt Forschung noch eines realen Verwertungsaspekts, so handelt es sich um Grundlagenforschung. Die angewandte Forschung ist dagegen bereits auf konkrete Anwendungsmöglichkeiten hin ausgerichtet.

Eine bes. Form des Konzipierens (von Produkten) vollzieht sich beim Konstruieren bzw. bei der Konstruktion. Im Gegensatz zur Entwicklung entbehrt dies meist des Merkmals der Neuheit, weil es sich vorwiegend auf ein kombinatives Anwenden bekannter Konstruktionsprinzipien beschränkt. Das Konstruieren zielt zudem stets nur auf ein Gestalten geometrisch exakt zu definierender Produkte hin.

2. Prozess der Forschung und Entwicklung: a) Planung: Diese Phase umfasst:
(1) eindeutige Zielplanung: Die Ergebnisse müssen sich jeweils unter Berücksichtigung der zeitlichen Dimension in projektbezogenen Pflichtenheften und generell in den F&E-Programmen niederschlagen.
(2) Mittelplanung: Planung der Verfügbarkeit benötigter Ressourcen im Sinn von zu investierenden Geräten etc. und freizustellendem oder einzustellendem Personal, aber auch von einzusetzenden Budgets, stets bez. Volumina, Zweckbindung und Zeit.
(3) Projektplanung: Planung der einzelnen Projekte und zwar hinsichtlich ihres Entstehens, ihrer Beurteilung in jeweils unterschiedlichen Reifestadien und ihrer Abläufe (Arbeits-, Reihenfolge- und Terminplanungen).

b) Organisation: Mögliche Ansatzpunkte für die Organisation von F&E-Aktivitäten bilden Überlegungen zur Institutionalisierung derselben als unternehmungsautonome oder unternehmungsübergreifende Gemeinschaftsforschung oder als (kommerzielle) Auftragsforschung. Außerdem werden innerbetriebliche Fragen wie bspw. die nach der Organisationsstruktur in einem F&E-Bereich und dessen Einbringung in die Unternehmenshierarchie geklärt.

c) Kontrolle: Berichte über Ereignisse, Zwischenergebnisse, Fehlschläge, Verzögerungen etc. an eine nach Projekten differenzierende und von Abrechnungszeiträumen ggf. absehende Kosten- und Budgetüberwachung, um nötigenfalls die Planansätze rechtzeitig revidieren oder andernfalls in die Abwicklung der F&E-Projekte regulierend eingreifen zu können.

3. Probleme: a) Beim Übergang der in F&E erarbeiteten Erkenntnisse aus dem F&E-Bereich bzw. Konstruktionsbereich heraus in die eigene Produktion oder die fremde Produktion bei Lizenznehmern stellen sich Probleme des Technologietransfers. Dies ist die Übermittlung konzeptuell gewonnener Informationen an die meist anderen Denkschemata verhafteten Informationsverwerter.

b) Die Schwierigkeiten einer Beurteilung der Effizienz von F&E resultieren großenteils aus den Besonderheiten der sich hier vollziehenden Leistungserstellungen:
(1) Die Einmaligkeit, mit der jeweils ein Produkt erstellt werden soll.
(2) Mehrfache Unsicherheiten bez. Erfolg und Kosten, die auf dem Weg dorthin wirksam werden.
(3) Kenntnisse, Intellekt und Kreativität des F&E-Personals prägen die F&E-Prozesse mehr als die sonst markanten repetitiven Tätigkeiten.

Vgl. auch technischer Fortschritt, Innovation, Technologiemanagement.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Informationen zu den Sachgebieten
Die Industriebetriebslehre gehört zur Speziellen Betriebswirtschaftslehre und wird als Lehre von der Industrie verstanden. In der Industriebetriebslehre beschäftigt man sich mit der Erforschung und Lehre der Zusammensetzung und Organisation von Industrieunternehmungen. Sie kann als Ergänzung zur allg. Betriebswirtschaftslehre gesehen werden ... mehr
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff und Merkmale 1. Entwicklung Die ersten Auseinandersetzungen mit dem Thema des Internen Marketings datieren auf Ende der 1970er- bis Mitte der 1980er-Jahre, wobei v.a. Wissenschaftler aus Schweden und den USA den Begriff „Internal Marketing“ geprägt haben. In der Diskussion um ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Manfred Bruhn
I. Grundlagen 1. Entwicklung Moderne Industriestaaten vollziehen seit den 1970er-Jahren einen Strukturwandel von einer Industrie- zu einer Dienstleistungsgesellschaft. Diese so genannte Tertiarisierung geht u.a. einher mit einem Beschäftigungsanstieg im Dienstleistungssektor, sodass mittlerweile mehr als 70 Prozent der Erwerbstätigkeit in Deutschland auf Dienstleistungsberufe ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Manfred Bruhn
I. Begriff und Bedeutung der Corporate Governance Corporate Governance (CG) bezeichnet den rechtlichen und faktischen Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens. Im Unterschied zur Unternehmensverfassung, die primär die Binnenordnung des Unternehmens betrifft, werden unter dem Stichwort CG auch Fragen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Axel v. Werder