| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 50.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
In diesem Buch werden die Lerninhalte des Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialrechts anhand von Fällen und Aufgaben handlungs- und zielgruppenorientiert aufbereitet. ... Vorschau
39.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 39,90 € - inkl. weiterer 50.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Finanzierungssaldo der Sozialversicherungen
Finanzierungssaldo der Sozialversicherungen in Deutschland von 2001 bis 2010 (in Milliarden Euro)
Statistik: Finanzierungssaldo der Sozialversicherungen
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Ziele, Handlungsmöglichkeiten und Reichweite staatlicher Sozialpolitik im Rahmen marktwirtschaftlicher Ordnungen sind in der Wissenschaft wie in der praktischen Wirtschafts- und Sozialpolitik Gegenstand anhaltender Kontroversen. Dahinter stehen teilweise unterschiedliche Grundhaltungen zum Verhältnis individueller Eigenverantwortung und staatlichen Handelns, teilweise unterschiedliche Schlussfolgerungen aus ... mehr
von  Prof. Dr. Gerhard Kleinhenz, Prof. Dr. Martin Werding
Mit der Plankostenrechnung lassen sich einerseits zukünftige Kosten für das Unternehmen, die Unternehmensbereiche, Prozesse und Produkte bestimmen. Plankosten erlauben andererseits im nachhinein Soll-Ist-Vergleiche für Kostenstellen und Kosten für erbrachte Leistungen. Sie dienen damit der Steuerung von Ergebnissen, Gemeinkostenbereichen und Projekten ... mehr
von  Prof. Dr. Jochen R. Pampel, Prof. Dr. Kurt Vikas

Grenzgänger

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Arbeitnehmer mit Wohnsitz im Inland, die sich aber normalerweise täglich von ihrem Wohnsitz über die Grenze an eine Arbeitsstätte im Ausland begeben und täglich zu ihrem Wohnsitz zurückkehren.

Ausführliche Erklärung:

Grenzpendler. 1. Arbeitnehmer mit Wohnsitz im Inland, die sich aber normalerweise täglich von ihrem Wohnsitz über die Grenze an eine Arbeitsstätte im Ausland begeben und täglich zu ihrem Wohnsitz zurückkehren.

Lohnsteuer: Ins Ausland auspendelnde Grenzgänger unterliegen der unbeschränkten Steuerpflicht: Der ausländische Arbeitslohn unterliegt der dt. Einkommensteuer, der Lohnsteuer jedoch nur, wenn der Grenzgänger einen inländischen Arbeitgeber hat (§ 38 EStG). Anderes gilt, wenn der Lohn für die Tätigkeit im Ausland in Deutschland nach einem Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) von der Steuer freigestellt ist; in diesem Fall muss der Arbeitnehmer nur am ausländischen Tätigkeitsort Einkommensteuer zahlen. Auch dann muss der Arbeitnehmer allerdings die tatsächliche Versteuerung im Ausland nachweisen, um in Deutschland die Freistellung zu erhalten (§ 50d EStG). Arbeitet er in Ländern ohne DBA, so ist die im Ausland auf den Arbeitslohn entrichtete Steuer (falls mit der dt. Lohn-/Einkommensteuer vergleichbar) auf Antrag auf die dt. Lohnsteuer anzurechnen (§ 34c I EStG).

Vgl. auch Steuerinländer.

Sozialversicherung: Grenzgänger, die i.d.R. täglich, mind. aber einmal wöchentlich an ihren Wohnort zurückkehren, unterliegen den am Arbeitsort maßgebenden Rechtsvorschriften. Keine Grenzgänger sind Wanderarbeitnehmer, die ihren Wohnsitz in den Beschäftigungsstaat verlegen, und entsandte Arbeitnehmer, die in einem Staat beschäftigt, aber in einem anderen Staat eingesetzt werden (Entsendung ins Ausland).

2. Arbeitnehmer mit Wohnsitz im Ausland, die zur Arbeit ins Inland einpendeln.

Vgl. auch Steuerausländer.

3. Bes. Regelungen in den Doppelbesteuerungsabkommen: Während normalerweise der Grundsatz verfolgt wird, dass die Doppelbesteuerungsabkommen  das Besteuerungsrecht für Arbeitslohn dem Staat zusprechen, in dem der Arbeitnehmer seine Arbeit verrichtet (Tätigkeitsortprinzip), finden sich für die Aufteilung der Steueransprüche für das Gehalt von Grenzgängern auch individuelle Sonderregelungen der Staaten. So wird häufig vereinbart, dass das Gehalt bestimmter Grenzgänger nicht im Tätigkeits-, sondern im Wohnsitzland versteuert werden muss (z.B. im Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich), und teilweise finden sich auch differenzierte Regelungen (z.B im Verhältnis zwischen Deutschland und Belgien, wonach in Belgien wohnende Grenzgänger zwar nur in Deutschland der Einkommensteuer unterworfen werden,  aber in Belgien trotzdem der dortigen Gemeindesteuer unterworfen werden können, dafür dann aber eine pauschale Ermäßigung auf die dt.  Einkommensteuer zugestanden bekommen). Für die Praxis besteht die bes. Problematik der Grenzgängerregelungen darin, dass dann, wenn Grenzgänger ihre Steuern im Wohnsitzstaat zahlen müssen, Nicht-Grenzgänger aber im Tätigkeitsland, die Frage, ob jemand die - meist komplizierten - Voraussetzungen für die Einstufung als Grenzgänger im aktuellen Jahr erfüllt hat oder nicht, über die gesamte steuerliche Belastung des Betreffenden entscheidet; dementsprechend müssen Grenzgänger bei ihrer Arbeitstätigkeit oft bes. intensiv Rücksicht auf steuerliche Vorgaben nehmen, wenn gravierende Nachteile vermieden werden sollen.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Kommunalwirtschaft und kommunale Selbstverwaltung Die kommunalwirtschaftliche Betätigung basiert unmittelbar auf den Normierungen von Art. 28/2 Grundgesetz. Diese geben den kommunalen Gebietskörperschaften das Recht, alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft im Rahmen der Gesetze in eigener Verantwortung zu regeln. Die Gewährleistung der ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Michael Schäfer
I. Begriff Electronic Business (E-Business) bezeichnet die wirtschaftlichen Möglichkeiten im Zusammenhang mit den globalen digitalen Netzen (Net Economy), womit die Nutzung von digitalen Informationstechnologien zur Unterstützung von Geschäftsprozessen in der Vorbereitungs-, Verhandlungs- und Durchführungsphase gemeint ist. Dabei werden die notwendigen Bausteine ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Tobias Kollmann
I. Einführung Geschäftsprozesse repräsentieren eine Folge von Wertschöpfungsaktivitäten mit dem Ziel der Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Geschäftsprozesse beschreiben, welcher Input einem Unternehmen zugeführt wird, welche Ressourcen innerhalb eines Unternehmens verarbeitet werden und welcher kundenspezifische Output durch das Unternehmen generiert wird. ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Alexander Nowak, Professor Dr. Frank Leymann