| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in 38.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Mehr zur Definition
Bücher (versandkostenfrei von beck-shop.de)
Alpmann Schmidt bildet seit über 50 Jahren Juristen aus. Auf unsere Erfahrung können Sie vertrauen – von Anfang an. Mit ... mehr
Statistik (von statista.com)
Anteil der Besitzer von Immobilien in Deutschland
Besitzen Sie bzw. Ihr Haushalt eine oder mehrere Immobilien und wenn ja, welche Art von Immobilien?
Statistik: Anteil der Besitzer von Immobilien in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Akademische Arbeiten (von grin.com)
Zum Thema eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Bachelorarbeit, Seminararbeit oder Referat versandkostenfrei herunterladen (pdf-Datei):
Weitere akademische Arbeiten zur Definition "gutgläubiger Erwerb"
Fachartikel (aus Springer DE Fachzeitschriften)
Interview mit Manfred Paul, Leiter Zentrales Controlling der Knauf Gruppe Im traditionellen Gipsgeschäft groß geworden, gilt das 1932 gegründete Familienunternehmen heute mit rund 5 Mrd. Euro Umsatz zu den weltweit führenden ... mehr

ANZEIGE

Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Gegenstand der Wirtschaftswissenschaften ist die Erforschung von Gesetzmäßigkeiten in der Wirtschaft. Unter Wirtschaft wird der rationale Umgang mit knappen Gütern (Gut) verstanden.
von  Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Albach
Wissensmanagement beschäftigt sich mit dem Erwerb, der Entwicklung, dem Transfer, der Speicherung sowie der Nutzung von Wissen. Wissensmanagement ist weit mehr als Informationsmanagement.
von  Prof. Dr. Jetta Frost

ANZEIGE

gutgläubiger Erwerb

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Eigentumserwerb vom Nichtberechtigten. Das Eigentum an einer Sache kann man grundsätzlich nur vom bisherigen Eigentümer rechtsgeschäftlich erwerben. In gewissen Fällen ersetzt jedoch der gute Glaube des Erwerbers an das Eigentum des anderen Teils dessen mangelnde Veräußerungsbefugnis (nicht etwa die mangelnde Geschäftsfähigkeit).

Ausführliche Erklärung:

I. Bewegliche Sachen:

1. Bei Übereignung durch Übergabe und Einigung oder bloße Einigung (Übereignung kurzer Hand) erwirbt der Erwerber auch dann das Eigentum, wenn der Veräußerer nicht Eigentümer ist; jedoch nicht, wenn der Erwerber bei der Übergabe oder Einigung bösgläubig ist bzw. bei Übereignung kurzer Hand den Besitz nicht vom Veräußerer erlangt hatte (§ 932 BGB).

2. Bei Vereinbarung eines Besitzkonstituts (wie i.Allg. bei der Sicherungsübereignung) findet i.d.R. kein gutgläubiger Erwerb statt (§ 933 BGB).

3. Bei Übereignung durch Abtretung des Herausgabeanspruchs gegen einen dritten Besitzer wird der Erwerber Eigentümer mit der Abtretung, wenn der Veräußerer mittelbarer Besitzer war, sonst erst, wenn er bei späterem eigenem Besitzerwerb noch gutgläubig ist (§ 934 BGB).

4. An abhanden gekommenen gestohlenen Sachen, ausgenommen an Geld oder Inhaberpapieren, ist kein gutgläubiger Erwerb möglich (§ 935 BGB).

II. Grundstücke:

Gutgläubiger Erwerb durch den öffentlichen Glauben des Grundbuchs: Zugunsten desjenigen, welcher ein dingliches Recht an einem Grundstück bzw. ein Recht an einem solchen Recht durch Rechtsgeschäft erwirbt, gilt der Inhalt des Grundbuchs als richtig, solange kein Widerspruch eingetragen oder dem Erwerber Unrichtigkeit positiv bekannt ist; ebenso bei Verfügungsbeschränkungen (z.B. Insolvenz), die weder eingetragen noch dem Erwerber bekannt sind (§ 892 BGB).

III. Handelsverkehr:

Gutgläubiger Erwerb ist hier bes. erleichtert (§ 366 HGB): Veräußert oder verpfändet ein Kaufmann im Betriebe seines Handelsgewerbes eine bekanntermaßen fremde bewegliche Sache, findet ein gutgläubiger Erwerb bei gutem Glauben an dessen Veräußerungs- und Verpfändungsbefugnis statt.

Ausnahmen z.T. bei Erwerb abhanden gekommener Wertpapiere (§ 367 HGB; abhanden gekommene Sachen).

Entsprechend gilt das für gutgläubigen Erwerb bez. der handelsrechtlichen gesetzlichen Pfandrechte (vgl. § 366 III HGB). Gemäß § 16 III GmbHG ist auch ein gutgläubiger Erwerb von GmbH-Geschäftsanteilen möglich, vgl. auch Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG).

Vgl. auch Erbschein.

Gegensatz: bösgläubiger Erwerb.


ANZEIGE

Sachgebiete
gutgläubiger Erwerb
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff und Wesen Bei wenig flexiblen Löhnen oder sogar Lohnrigidität nach unten vorübergehend oder dauerhaft fehlende Beschäftigungsmöglichkeit für einen Teil der arbeitsfähigen und beim herrschenden Lohnniveau arbeitsbereiten Arbeitnehmer (lohnniveaubedingtes aggregiertes Arbeitsmarktungleichgewicht). Dieses nicht vollbeschäftigungskonforme Reallohnniveau kann z.B. durch gesetzliche oder ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Privatdozent Dr. Fred Henneberger, Prof. Dr. Berndt Keller
I. Begriff Beim Venture-Capital (Risikokapital, Wagniskapital) handelt es sich um zeitlich begrenzte Kapitalbeteiligungen an jungen, innovativen, nicht börsennotierten Unternehmen, die sich trotz z.T. unzureichender laufender Ertragskraft durch ein überdurchschnittliches Wachstumspotenzial auszeichnen. Das Venture-Capital-Geschäft stellt einen Teilbereich des Private-Equity-Geschäfts dar, worunter man ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Wolfgang Breuer
I. Rechtsgrundlage und Ziele Arbeitsförderung gemäß dem Dritten Buch des Sozialgesetzbuches (SGB III) vom 24.3.1997 (BGBl. I 594) in der Fassung vom 21.7.2012 (BGBl. I 1613) m.spät.Änd. Die Ziele der Arbeitslosenversicherung bestehen einerseits in der Sicherung der materiellen Grundlage (teil-)arbeitsloser Personen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Privatdozent Dr. Fred Henneberger, Prof. Dr. Berndt Keller