| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
BWL-Wissen, wie es von Fach- und Führungskräften gefragt ist, die selbst keine BWL studiert haben. Zum Beispiel für IT-ler, die ... Vorschau
29.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Arbeitslosenquote in Deutschland
Arbeitslosenquote in Deutschland im Jahresdurchschnitt von 1995 bis 2012
Statistik: Arbeitslosenquote in Deutschland Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
I. Begriff Postwachstumsökonomik bezeichnet eine ökologisch orientierte Teildisziplin der Wirtschaftswissenschaften. Der Zusammenhang zwischen nachhaltiger Entwicklung und Wirtschaftswachstum bildet ihren Gegenstandsbereich. II. Merkmale Behandelt werden im Wesentlichen drei Fragestellungen: a) Analyse der Kausalzusammenhänge, die implizieren, dass weiteres Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) ... mehr
von  apl. Prof. Dr. Niko Paech
Die Informationsethik hat die Moral (in) der Informationsgesellschaft zum Gegenstand. Sie untersucht, wie wir uns, Informations- und Kommunikationstechnologien und neue Medien anbietend und nutzend, in moralischer Hinsicht verhalten bzw. verhalten sollen.
von  Prof. Dr. Oliver Bendel

Humankapitaltheorien

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Verdienstunterschiede zwischen Personen erklären sich aus unterschiedlichen Begabungen und Fähigkeiten (Erstausstattung) sowie v.a. aus den unterschiedlichen Ausbildungsanstrengungen und weiteren Investitionen in das eigene Humankapital (Humankapitalinvestitionen).

Ausführliche Erklärung:

1. Begriff: Theorien, die besagen, dass der ökonomische und gesellschaftliche Erfolg einer Person in hohem Maße durch seine Eigenschaften in Form von Begabungen und Fähigkeiten bestimmt wird, die durch Bildung (mit-)erzeugt und zu Kompetenzen und Fertigkeiten weiterentwickelt werden. Den Humankapitaltheorien liegt die Investitionshypothese zugrunde, wonach Bildungsaktivitäten Investitionen sind, die einerseits gegenwärtig Kosten (Bildungskosten) verursachen, andererseits zukünftig Erträge bzw. Nutzen (Bildungserträge und -nutzen) abwerfen. Investitionen ins allgemeine Humankapitel (z.B. in die schulische Ausbildung) erhöhen die Produktivität auch auf dem (betriebs-)externen Arbeitsmarkt, was zur Folge hat, dass Unternehmen sie im Gegensatz zu spezifischen Investitionen, welche die Produktivität nur auf dem (betriebs-)internen Arbeitsmarkt verbessern (z.B. arbeitsplatzbezogene Weiterbildungsmaßnahmen), nicht finanzieren. Die Humankapitaltheorien lassen sich jedoch nicht auf Bildungsinvestitionen einschränken, sondern  schließen alle Aktivitäten ein, welche die Qualität und die Leistungsfähigkeit der Erwerbspersonen erhöhen und das Niveau des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolges zu steigern in Aussicht stellen (z.B. Mobilität, Verbesserungen der Ernährung und des Gesundheitszustandes).

2. Thesen: Die in Erweiterung neoklassischer Annahmen entstandenen Humankapitaltheorien fußen auf der These, dass Bildungsaktivitäten das Arbeitspotenzial von Erwerbspersonen so verändern, dass deren Arbeitsqualität und -leistung steigt (Produktivitätsthese). Damit steigt ihre Leistung pro Zeiteinheit. Diese bildungsbedingt höhere Produktivität wird der Grenzproduktivitätstheorie zufolge am Arbeitsmarkt durch höheren Verdienst (Lohn, Gehalt) entgolten. Damit behaupten Humankapitaltheorien
(1) eine kausale Wirkungskette, die sich von Bildungsaktivitäten über gestiegene Produktivität zu höherem Lebenseinkommen erstreckt.
(2) Sie bieten (zumindest partiell) Erklärungen für die Funktionsweise des Arbeitsmarktes (Arbeitsmarkttheorien) im Fall heterogener Arbeit, die Höhe des individuellen Verdienstes, die Verteilung der persönlichen Einkommen, Niveau und Tempo des Wirtschaftswachstums, Bildungsfinanzierungsstrukturen und Wohlstandsabstände zwischen Gesellschaften.
(3) Zugleich halten Humankapitaltheorien eine im Prinzip einfache Lösung bereit, wenn unbefriedigende Zustände wie Ungleichheit der Einkommensverteilung, zu niedriges Wirtschaftswachstum oder zu starker Wohlstandsabstand auftreten: Steigerung der Investitionen in Bildung und Verringerung ihrer Streuung.

3. Kritik und Weiterentwicklung:
(1) Filtertheorie;
(2) Arbeitsplatzwettbewerbsmodell;
(3) Segmentationstheorien (Arbeitsmarkttheorien);
(4) Diskriminierungstheorien.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Literaturhinweise/Links
Literaturhinweise
Bücher
Sachgebiete
Humankapitaltheorien
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Betriebswirtschaftslehre ist ein Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften, das sich mit den einzelnen Unternehmen und deren betrieblichen Abläufen und ihrem wirtschaftlichen Handeln befasst. Die allgemeine Betriebswirtschaftslehre setzt sich aus den verschiedenen Sachfunktionslehren wie Produktion, Investition und Finanzierung, Forschung und Entwicklung (F&E), ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff Die Statistik als Wissens- und Wissenschaftsgebiet bietet und erarbeitet ein umfassendes methodisch-quantitatives Instrumentarium zur Beschreibung und Auswertung empirischer Befunde mit universellen Einsatzmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und allen Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften einschließlich Medizin und Technik, in denen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Udo Kamps
I. Begriff Unter experimenteller Wirtschaftsforschung versteht man den Bereich der empirischen Wirtschaftswissenschaft, in dem kontrollierte Experimente durchgeführt werden, um Theorien zu überprüfen oder neue Regelmäßigkeiten zu entdecken. Die Experimente werden zumeist als Laborexperimente, mitunter jedoch auch als Feldexperimente oder in Form ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Mathias Erlei
Wissensmanagement beschäftigt sich mit dem Erwerb, der Entwicklung, dem Transfer, der Speicherung sowie der Nutzung von Wissen. Wissensmanagement ist weit mehr als Informationsmanagement (z.B. Beerheide/ Katenkamp 2011). Information ist die notwendige Voraussetzung zur Generierung von Wissen. Deshalb kann man Informationen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Jetta Frost