| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Wie sehen die handels- und steuerrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften im Insolvenzfall aus bzw. welche steuerlichen Folgen sind in einem solchen Verfahren zu ... Vorschau
42.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Insolvenzen in Deutschland
Anzahl der Insolvenzverfahren insgesamt in Deutschland von Dezember 2010 bis Dezember 2011
Statistik: Insolvenzen in Deutschland Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Gehört ein Unternehmen als Mutter- oder Tochterunternehmen einem Konzern an, so ist die Aussagefähigkeit seines Jahresabschlusses aufgrund konzerninterner Beziehungen sowie der Möglichkeit konzerninterner Sachverhaltsgestaltungen eingeschränkt. D.h., die dem Jahresabschluss zugedachten Funktionen (Dokumentationsfunktion, Ausschüttungsbemessungsfunktion und Informationsfunktion) können nur eingeschränkt erfüllt werden. ... mehr
von  Professor Dr. Dr. h.c. Ralf Michael Ebeling
Energiekrise, saurer Regen, Entsorgungsnotstand, Wasserknappheit, Klimawandel, Regenwaldzerstörung, Biodiversität, Überflutungen - unabhängig davon, welches Umweltthema gerade in Medien präsent ist, sind immer auch Unternehmen betroffen. Seien es Kostenerhöhungen durch steigende Energie- oder Rohstoffpreise, Umsatzeinbußen durch verändertes Konsumentenverhalten, seien es rechtliche Regelungen ... mehr
von  Prof. Dr. Edeltraud Günther

Insolvenzmasse

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Das gesamte einer Zwangsvollstreckung unterliegende Vermögen des Schuldners zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung und das er während des Verfahrens erlangt.

Ausführliche Erklärung:

I. Begriff:

Das gesamte einer Zwangsvollstreckung unterliegende Vermögen des Schuldners bzw. Gemeinschuldners im Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung und das er während des Verfahrens erlangt (§ 35 InsO).

II. Umfang:

Bewegliche Sachen; Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte; Forderungen; das Geschäft des Schuldners; Arbeitseinkommen bis zur Insolvenzeröffnung, soweit eine Lohnpfändung zulässig ist; Ansprüche aus Versicherungsverträgen; Urheberrechte an Werken der Literatur, Tonkunst, bildenden Kunst und Fotographie gehören nur zur Insolvenzmasse, wenn der Gemeinschuldner die Einbeziehung bewilligt; bei Erfinderrechten (Patenten, Gebrauchsmustern), soweit schon Vorbereitungen zu ihrer Verwertung getroffen sind, kann auch die Anmeldebefugnis zur Insolvenzmasse gehören; die Marke fällt mit dem Geschäftsbetrieb, zu dem es gehört, in die Masse und kann mit diesem ohne Zustimmung des Schuldners veräußert werden.

III. Ausgeschlossen:

die nach § 811 ZPO unpfändbaren Sachen mit Ausnahme der (unpfändbaren) Geschäftsbücher und des Betriebsinventars landwirtschaftlicher Güter, Apotheken etc.; Familien- und Persönlichkeitsrechte; bei Insolvenz der Personengesellschaft das Privatvermögen der Gesellschafter; Sachen Dritter, die der Aussonderung unterliegen.

IV. Verfahren:

1. Streitigkeiten zwischen Schuldner und Insolvenzverwalter über die Zugehörigkeit von Gegenständen zur Insolvenzmasse entscheidet das Insolvenzgericht ( § 36 IV InsO).

2. Der Insolvenzverwalter ist verpflichtet, die Masse in Besitz zu nehmen; dies kann er bei dem Gemeinschuldner mit einer vollstreckbaren Ausfertigung des Eröffnungsbeschlusses unter Mithilfe eines Gerichtsvollziehers erwirken. Weigert ein Dritter die Herausgabe, so ist der Insolvenzverwalter auf Klage und Vollstreckung angewiesen.

3. Über die vorhandene Insolvenzmasse muss der Verwalter (grundsätzlich in Gegenwart eines Urkundsbeamten oder Gerichtsvollziehers) ein Inventar aufstellen und die Gegenstände bewerten (§ 151 InsO). Auf seinen Antrag muss der Schuldner eidesstattlich versichern, keine Kenntnis von zur Insolvenzmasse gehörendem, nicht im Inventar angegebenem Vermögen zu haben (§ 153 II InsO).

4. Über die Art der Verwertung der Insolvenzmasse entscheidet der Insolvenzverwalter nach pflichtmäßigem Ermessen; zu einigen wichtigen Handlungen bedarf er der Zustimmung von Insolvenzgericht, Gläubigerausschuss oder Gläubigerversammlung (§ 160 InsO).

5. Die Insolvenzmasse kann durch Absonderung und Aufrechnung gemindert, durch Insolvenzanfechtung vermehrt werden.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Insolvenzmasse
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Einführung In den letzten 25 Jahren hat sich das Internet zu einem integralen Bestandteil unseres Lebens und damit auch immer mehr des Lebens der Kunden entwickelt. Mittlerweile sind mehr als 75% aller Deutschen im Internet aktiv (van Eimeren & Frees, ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Daniel Markgraf
I. Besonderheiten und Aufgaben des internationalen Marketing Das internationale Marketing gewinnt aufgrund einer immer internationaler werdenden Geschäftstätigkeit von Unternehmen stetig an Bedeutung. Doch was ist internationales Marketing und wie unterscheidet es sich vom nationalen Marketing? Beim internationalen Marketing handelt es sich nicht ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Christoph Burmann, Dr. Christian Becker
I. Begriff Man kann folgende Begriffsauffassungen unterscheiden: Ergebnisorientierter Planungsbegriff Planung ist die Produktion von Plänen, d.h. vereinfachter, symbolischer Modelle zukünftiger realer Systeme. Mit diesen Plänen soll ein Commitment geschaffen werden, innerhalb einer angegebenen Zeit bestimmte Systemzustände zu erreichen. Prozessorientierter Planungsbegriff Planung ist eine Phase im ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Günter Müller-Stewens