| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Anna Kolmykova stellt eine interdisziplinäre Forschung der SC Integration sowie die Entwicklung eines Integrationsansatzes für die flexible Einbindung der internationalen ... Vorschau
46.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Anzahl der Beschäftigten bei SAP
Anzahl der Vollzeitbeschäftigten von SAP weltweit nach Unternehmensbereichen im Jahr 2011 (zum Jahresende)
Statistik: Anzahl der Beschäftigten bei SAP
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Corporate Governance bezeichnet den rechtlichen und faktischen Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens. Unvollständige Verträge und unterschiedliche Interessenlagen bieten den Stakeholdern prinzipiell Gelegenheiten wie auch Motive zu opportunistischem Verhalten. Regelungen zur Corporate Governance haben grundsätzlich die Aufgabe, durch ... mehr
von  Prof. Dr. Axel v. Werder
Die Informationsethik hat die Moral (in) der Informationsgesellschaft zum Gegenstand. Sie untersucht, wie wir uns, Informations- und Kommunikationstechnologien und neue Medien anbietend und nutzend, in moralischer Hinsicht verhalten bzw. verhalten sollen.
von  Prof. Dr. Oliver Bendel

Integration

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Herstellung einer Einheit oder Eingliederung in ein größeres Ganzes.

Ausführliche Erklärung:

Herstellung einer Einheit oder Eingliederung in ein größeres Ganzes.

I. Unternehmenstheorie:

Die Theorie der multinationalen Unternehmung – ein spezieller Ansatz der Theorie der Unternehmung – und die Handelstheorie differenzieren die Struktur der Wertschöpfungskette eines Unternehmens in horizontale und vertikale Integration: Bei der kompletten Verlagerung der Produktion in ein anderes Land wird von horizontaler Integration gesprochen.
Bei der Verlagerung von Teilen der Zwischen- und Endprodukte-Fertigung in verschiedene Länder wird von vertikaler Integration gesprochen.
Die horizontale Integration (syn.: horizontale Auslandsdirektinvestition) dient dazu, mit dem Export der Produkte verbundene Kosten (Zölle, Transportkosten etc.) durch Gründung von Tochterunternehmen bzw. Unternehmensbeteiligungen zu minimeren.
Bei der vertikalen Integration (syn.: vertikale Auslandsdirektinvestition) ist das Ziel, Faktorkosten-Vorteile in anderen Ländern zu nutzen, um Produktionskosten zu senken und damit den Ertrag zu steigern.

Der Begriff der vertikalen Integration wird auch im Rahmen des strategischen Managements verwendet. Vertikale Integration bezeichnet dabei die Tiefe der Wertschöpfungskette (Anzahl der Produktions- und Vertriebsstufen), die im Unternehmen geleistet wird. Das American Strategic Planning Institute hat im PIMS-Research-Projekt (Profit Impact of Market Strategy) empirisch belegt, dass eine hohe vertikale Integration bei Unternehmen in ausgereiften und stabilen Märkten einen positiven Einfluss auf ROI und Cash-flow hat, während in rasch wachsenden oder schrumpfenden bzw. volatilen Märkten eine negative Wirkung auf beide Kennzahlen zu erwarten ist. Vertikale Integration wirkt besonders dann vorteilhaft auf die Rendite, wenn sie nicht zu einer Erhöhung der Investitionsintensität führe.

Vgl. auch dynamisch-evolutorische Theorie der Unternehmung, Governance-Structure-Theorie der Unternehmung, Grenzen der Unternehmung, Theorie der Mehrproduktunternehmung, Transaktionskostentheorie der Unternehmung.

II. Organisation:

Koordination.

III. Außenwirtschaft:

Zusammenführung zweier oder mehrerer Volkswirtschaften. Dies reicht von der Verringerung bzw. dem Abbau von tarifären Handelshemmnissen und nicht tarifären Handelshemmnissen bis zur Vereinheitlichung verschiedener Bereiche der Wirtschaftspolitik.

Als handelspolitische Maßnahme bedeutet Integration die Verringerung oder Beseitigung von Handelshemmnissen zwischen den integrierenden Ländern, bei Aufrechterhaltung der Handelshemmnisse gegenüber Drittländern. Behalten die Länder ihre eigenen Handelspolitiken gegenüber Drittländern, spricht man von einer Freihandelszone, gehen sie zu einer gemeinsamen Handelspolitik nach außen über, spricht man von einer Zollunion. In einem gemeinsamen Markt (in der EU auch Binnenmarkt genannt, vgl. EU und EG, EEA) werden die sog. vier Freiheiten realisiert: Freiheit des Waren- und Dienstleistungsverkehrs, Kapitalmarktintegration sowie die Freizügigkeit der Arbeitnehmer und Niederlassungsfreiheit. In einer Wirtschaftsunion als dann folgende Stufe der Integration ist die Wirtschaftspolitik (Fiskal- und Strukturpolitik, Sozialpolitik) zumindest koordiniert. Findet zudem eine gemeinsame Zentralbank mit einer gemeinsamen Währung Anwendung, dann ist mit der Wirtschafts- und Währungsunion die höchste Stufe der wirtschaftlichen Integration realisiert (Beispiel EU, EWWU).

Wirkungen: Handelsschaffung, Handelsablenkung.

Vgl. auch regionale Integration, Regionalismus, Handelspolitik, Wirtschaftsunion, Währungsunion.

IV. Wettbewerbstheorie:

wirtschaftlicher oder rechtlicher Zusammenschluss mehrerer Unternehmen (Unternehmenszusammenschluss). Integration und Unternehmenskonzentration werden häufig synonym verwendet.

Arten:
(1) Horizontale Integration: Zusammenschluss von Unternehmen derselben Produktionsstufe;
(2) Vertikale Integration: Zusammenschluss von Unternehmen unterschiedlicher, durch Angebots- und Nachfragebeziehungen verbundener Produktionsstufen.

Zur Bedeutung der Integration für die strategische Planung vgl. Wertschöpfungsstrategie.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Informationen zu den Sachgebieten
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff und Interpretation Die Bezeichnung „moralische Qualität der Marktwirtschaft“ drückt aus, dass das marktwirtschaftliche System prinzipiell im Dienste gesamtgesellschaftlicher Interessen steht und damit mit moralischen Idealen wie Solidarität oder Gerechtigkeit vereinbar ist. Den Referenzpunkt für die normative Bewertung der Marktwirtschaft ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Nick Lin-Hi
I. Begriff und Konzepte Unter Plankostenrechnung wird ein Kostenrechnungssystem verstanden, in dem die Gesamtkosten einer Unternehmung für eine bestimmte Planungsperiode im Voraus nach Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträgern differenziert geplant werden. Plankosten sind das Produkt aus geplanten Faktormengen und geplanten Faktorpreisen. Die ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Jochen R. Pampel, Prof. Dr. Kurt Vikas
Die Frage, was unter internationalem Management zu verstehen sei und unter welchen Bedingungen dieses in der Unternehmenspraxis vorzufinden ist, wird in der Literatur bis heute nicht übereinstimmend beantwortet. So bleibt z.B. umstritten, ob bei einem gelegentlich in geografisch nahe Auslandsmärkte ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Johann Engelhard