| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Das Lehrbuch bietet einen kompakten Überblick über die Grundlagen des Interkulturellen Managements auf Bachelorniveau. Dazu werden wichtige Basistheorien und Konzepte ... Vorschau
14.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Größte Fusionen und Übernahmen
Transaktionsvolumen der größten Fusionen und Übernahmen weltweit bis Februar 2012 (in Milliarden US-Dollar)
Statistik: Größte Fusionen und Übernahmen
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Die wertorientierte Gesamtbanksteuerung stellt klar den Shareholder Value in den Vordergrund der Banksteuerung und damit eine Abkehr beispielsweise von reiner Volumensorientierung dar.
von  Prof. Dr. Dres. h. c. Henner Schierenbeck, Prof. Dr. Michael Pohl
Die gesetzliche Arbeitslosenversicherung ist ein Teil des sozialen Sicherungssystems in Deutschland. Übergreifend wird sie auch als Versicherungszweig der Arbeitsförderung bezeichnet. Sie erbringt Leistungen bei Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, witterungsbedingten Arbeitsausfällen und bei der Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers. Sie finanziert eine Fülle verschiedener (Wieder-)Eingliederungsmaßnahmen ... mehr
von  Privatdozent Dr. Fred Henneberger, Prof. Dr. Berndt Keller

interkulturelles Management

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:
Interkulturelles Management ist Teil des internationalen Mangements und richtet sich ausschließlich auf die Koordination des Segments "Kultur" gegenüber dessen gesamter Umwelt..
Ausführliche Erklärung:

multikulturelles Management, Cross-Cultural Management. 1. Begriff: Interkulturelles Management ist Teil des internationalen Managements. Im Unterschied zu diesem ist interkulturelles Management nicht auf die Koordination des Unternehmens gegenüber dessen gesamter Umwelt (ökonomische, technische, rechtliche Umwelt etc.), sondern ausschließlich auf das Umweltsegment „Kultur” gerichtet. Ziel des interkulturellen Managements ist der erfolgreiche Umgang mit Managementproblemen in interkulturellen Überschneidungssituationen. Unter Kultur kann ein kommunikativ vermitteltes, dynamisches Orientierungssystem verstanden werden, das Grundannahmen über die menschliche Existenz, Werte, Normen und Symbole bereithält. Die Kulturinhalte unterscheiden sich zwischen den jeweiligen Kulturträgern, sie sind infolge von Sozialisationsprozessen einer beliebigen und schnellen Veränderung entzogen und prägen das konkrete Handeln der Angehörigen von sozialen Einheiten (Nationen, Organisationen, Gruppen).

2. Ansätze: Aus Managementsicht ergibt sich das Problem, wie eine einheitliche Führung eines gleichzeitig in mehreren Ländern und damit mehreren Kulturen oder Kulturkreisen präsenten Unternehmens (Multikulturalität) erfolgreich realisiert werden kann. Hilfestellungen hierzu kann die kulturvergleichende Managementforschung geben, in deren Zentrum die Entwicklung von Theorien und Modellen über den Einfluss kultureller Faktoren auf die Managementprozesse steht. Als Teil der kulturvergleichenden Managementforschung zeigt die vergleichende Landeskulturforschung kulturspezifische Unterschiede und Gemeinsamkeiten anhand bestimmter Untersuchungsdimensionen, z.B. Risikofreudigkeit, auf. Interkulturelle Studien gehen über einen Vergleich insofern hinaus, als sie Problemfelder bei Begegnungen von Angehörigen unterschiedlicher Kulturen (z.B. bei Geschäftsverhandlungen oder bei der Führung von Mitarbeitern durch entsandte Manager) analysieren und damit Ansatzpunkte für das Management derartiger Interaktionssituationen (Akzeptanz von Mehrdeutigkeit in kulturellen Überschneidungssituationen, Entwicklung einer synergetischen Kultur etc.) bieten.

Ein zentraler Aspekt des interkulturellen Managements besteht in der Suche nach eindeutigen Aussagen darüber, wie die Unternehmenskultur (und die sich darin widerspiegelnde Landeskultur) zwischen den Tochterunternehmen und der Muttergesellschaft transferiert werden soll. Für diesen Kulturtransfer lassen sich drei grundsätzlich verschiedene Alternativen entwickeln (vgl. Abbildung „Interkulturelles Management - Drei Strategien zum Kulturtransfer”): a) Monokulturelle Strategie: Die Unternehmenskultur der Heimatbasis wird auf die Auslandsniederlassung übertragen. Man sieht also die eigene Unternehmenskultur den ausländischen gegenüber als dominant an und sorgt durch entsprechende Managementaktivitäten dafür, dass in den ausländischen Niederlassungen eine zur Muttergesellschaft identische Unternehmenskultur entsteht.

b) Multikulturelle Strategie: Tochtergesellschaften entwickeln eigene Unternehmenskultur und passen diese der eigenen Landeskultur an. Das Ergebnis ist dann eine Situation, bei der die Tochtergesellschaften sogar eine vollkommen andere Unternehmenskultur aufweisen können als die Muttergesellschaft.

c) Mischkulturstrategie: Die Kulturvermischung findet zwischen den Tochtergesellschaften und der Muttergesellschaft statt, und als Ergebnis entsteht eine einheitliche Unternehmenskultur. Anders als bei der reinen Monokultur, die auf einen Kulturexport der Muttergesellschaft zu den Töchtern hinausläuft, findet hier eine Kultursynthese statt.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
interkulturelles Management
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff und Entwicklung Bankassurance oder Assurancebanking bezeichnet die Zusammenarbeit und den gemeinsamen Marktauftritt von Kreditinstituten (Banken) und Versicherungsunternehmen, auch allgemein Allfinanz genannt. Ziel dabei ist es, den Kunden ein umfassendes und abgestimmtes Produktangebot an Finanzdienstleistungen zu unterbreiten und so die ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Reinhold Hölscher, Dr. Ulrike Erdmann
I. Begriff Der Begriff internationale Logistik bezeichnet Logistiksysteme und -prozesse, die die nationalen Grenzen überschreiten. Ein Blick in die gegenwärtige Wirtschaftspraxis zeigt, dass bereits heute die große Zahl der Logistiksysteme grenzüberschreitend ausgelegt ist. Das bildet das Ergebnis der fortschreitenden Internationalisierung in ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Univ.-Prof. Dr. Ingrid Göpfert
I. Begriff Ein Enterprise-Resource-Planning-System oder kurz ERP-System dient der funktionsbereichsübergreifenden Unterstützung sämtlicher in einem Unternehmen ablaufenden Geschäftsprozesse. Entsprechend enthält es Module für die Bereiche Beschaffung/Materialwirtschaft, Produktion, Vertrieb, Forschung und Entwicklung, Anlagenwirtschaft, Personalwesen, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling usw., die über eine (in ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Richard Vahrenkamp, Dr. Christoph Siepermann