| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Marc Löffel entwickelt ein Untersuchungsmodell, das das Instrument zur Usability- und Design-Wahrnehmung von Zeitungswebsites explorativ erfasst. Basierend auf den methodischen ... Vorschau
59.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Von Wirtschaftskriminalität betroffene Unternehmen in Deutschland
Anteil der Unternehmen in Deutschland, die von Wirtschaftskriminalität betroffen waren in den Jahren 2009 und 2011
Statistik: Von Wirtschaftskriminalität betroffene Unternehmen in Deutschland Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
CRM ist zu verstehen als ein strategischer Ansatz, der zur vollständigen Planung, Steuerung und Durchführung aller interaktiven Prozesse mit den Kunden genutzt wird. CRM umfasst das gesamte Unternehmen und den gesamten Kundenlebenszyklus und beinhaltet das Database Marketing und entsprechende CRM-Software ... mehr
von  Prof. Dr. Heinrich Holland
Die Makroökonomik betrachtet als Wissenschaft von den gesamtwirtschaftlichen Vorgängen die Volkswirtschaft als Ganzes, indem sie gleichartige Wirtschaftssubjekte zu Sektoren (wie Haushaltssektor, Unternehmenssektor) zusammenfasst und ihre ökonomischen Aktivitäten in Form von Aggregatvariablen (wie gesamtwirtschaftlicher Konsum oder gesamtwirtschaftliches Güterangebot) darstellt. Demzufolge untersucht ... mehr
von  Prof. Dr. Hans-Werner Wohltmann

Internetkriminalität

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Der Begriff der Kriminalität (lat. crimen: Beschuldigung, Anklage, Schuld, Verbrechen) orientiert sich im Wesentlichen an der juristischen Definition einer Straftat. Während sich eine Straftat oder der materielle Verbrechensbegriff eher am individuellen Verhalten misst, werden mit „Kriminalität“ die Straftaten als Gesamtphänomen (Makrophänomen) bezeichnet. Internetkriminalität umfasst Straftaten, die auf dem Internet basieren oder mit Hilfe von Techniken des Internets geschehen.

Ausführliche Erklärung:

1. Begriff: Der Begriff der Kriminalität (lat. crimen: Beschuldigung, Anklage, Schuld, Verbrechen) orientiert sich im Wesentlichen an der juristischen Definition einer Straftat. Während sich eine Straftat oder der materielle Verbrechensbegriff eher am individuellen Verhalten misst, werden mit „Kriminalität“ die Straftaten als Gesamtphänomen (Makrophänomen) bezeichnet. Internetkriminalität umfasst Straftaten, die auf dem Internet basieren oder mithilfe von Techniken des Internets geschehen. Der Begriff ist abzugrenzen von der Computerkriminalität, bei der der Computer ohne Internetnutzung als Tatwaffe eingesetzt wird.

2. Erscheinungsformen: Die Erscheinungsformen der Internetkriminalität sind sehr vielfältig und umfassen z.B. Internetbetrug, Ausspähen von Daten, Identitätsdiebstahl, Urheberrechtsverletzung oder Cyber-Terrorismus. In Deutschland entfällt laut Bundeskriminalamt (BKA) der Hauptanteil (rund 80 Prozent) auf Betrugsdelikte, wobei der Warenkreditbetrug an der Spitze stand. Dazu kommen Fälle der sog. IuK-Kriminalität (d.h. Kriminalität im Zusammenhang mit Informations- und Kommunikationstechniken; hier ist Phishing der Schwerpunkt). Das BKA erfasst unter dieser Rubrik Computerbetrug, der Betrug mit Zugangsberechtigungen zu Kommunikationsdiensten, die Fälschung beweiserheblicher Daten und Täuschung im Rechtsverkehr bei der Datenverarbeitung, Datenveränderung und Computersabotage sowie das Ausspähen von Daten. Der Übergang zu Methoden und Verfahren des sog. Cyberwar („Netzkrieg“) ist fließend; im Einzelfall ist nicht immer klar, ob ein Angriff im Netz kriminellen Zielen dient oder militärische bzw. politische Absichten verfolgt. Die „Malware-Industrie“ (Malware) wird immer professioneller, und Attacken auf die Rechner und Rechnernetze werden immer ausgefeilter.

3. Umfang der Gefahr: Nach einer BITKOM-Studie sind bis Mitte 2008 fast vier Mio. Deutsche schon einmal Opfer von Computer- oder Internetkriminalität geworden. 7Prozent aller Computernutzer ab 14 Jahren sind bereits u.a. durch einen Virus, bei Onlineauktionen oder durch Datenmissbrauch beim Onlinebanking finanziell geschädigt worden. Ein Problem ist aber auch das geringe Risikobewusstsein vieler Nutzer. In seinem auf der CeBIT vorgestellten Bericht zur IT-Sicherheit in Deutschland 2009 hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Situation als ernst eingeschätzt. Der unbesorgte Umgang mit Daten in den sog. „Mitmach“-Anwendungen des Internets, v.a. in den immer beliebter werdenden sozialen Netzwerken, akzentuiert das Problem weiter. Bedenkenlos geben Anwender in ihren Benutzerprofilen im Netz oft detailliert über ihre Person Auskunft. Solche Angaben sind aber praktisch für jedermann zugänglich.

Vgl. auch Cybercrime.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Internetkriminalität
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Wirtschafts- und Computerkriminalität
Informationen zu den Sachgebieten
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Zweck Der Lagebericht verkörpert ein rechtlich und funktional eigenständiges Rechnungslegungsinstrument der jährlichen Pflichtpublizität von Unternehmen neben dem Jahresabschluss. Er erläutert den Jahresabschluss und ergänzt diesen um Informationen allgemeiner Art über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft. ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Hans-Joachim Böcking, Prof. Dr. Norbert Pfitzer, Prof. Dr. Peter Oser
Stresstests dienen der Überprüfung der Verlustanfälligkeit von Kreditinstituten. Sie zeigen die Konsequenzen auf, für den Fall, dass außergewöhnliche, aber plausible Ereignisse eintreten. Dabei existieren zahlreiche unterschiedliche Verfahren von Stresstests, die jedoch einem gemeinsamen Ziel dienen: der Bestimmung der Widerstandsfähigkeit von ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Detlev Hummel
I. Begriff Verkehrspolitik ist eine spezielle Wirtschaftspolitik (sektorale Strukturpolitik), die sich mit dem Transport von Personen, Gütern und Nachrichten und den damit verbundenen Dienstleistungen (Logistik) befasst. Sie umfasst materialwirtschaftlich-technische, juristische und ökonomische Fragestellungen. In jüngerer Zeit hat sich der Transport von ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Dr. Friedrich von Stackelberg, Dr. Robert Malina