| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Abgestimmt auf das Curriculum von wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor-Studiengängen bietet dieses Buch die optimale Prüfungsvorbereitung. Mit Übungsklausuren und Prüfungsfragen vermittelt das Werk ... Vorschau
26.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Bilanzsumme der Banken in Deutschland
Bilanzsumme der deutschen Bankenbranche von 2000 bis 2011 (in Milliarden Euro)
Statistik: Bilanzsumme der Banken in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Innovationsmanagement ist eine betriebliche Kerntätigkeit, die im Wesentlichen an den Eigenschaften einer Innovation ausgerichtet ist und damit Managementaspekte verbindet. Es bedarf der unternehmerischen Relevanz, um eine Neuerung im betriebswirtschaftlichen Sinn als Innovation bezeichnen zu dürfen.
von  Prof. Dr. Martin G. Möhrle
Das Lehr- und Forschungsgebiet der Arbeitsbeziehungen beschäftigt sich mit den Austauschbeziehungen zwischen den Produktionsfaktoren Kapital und Arbeit. Es werden die gegensätzlichen Interessen, aber auch das von gegenseitiger Abhängigkeit geprägte Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern bzw. ihren betrieblichen, sektoralen und nationalen ... mehr
von  Prof. Dr. Berndt Keller, Privatdozent Dr. rer. soc. Fred Henneberger

Inventur

(weitergeleitet von Bestandsaufnahme)

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

körperliche oder buchmäßige Bestandsaufnahme aller Vermögensgegenstände und Schulden eines Unternehmens, die in der Bilanz dem Grunde nach angesetzt werden müssen bzw. können (effektive Inventur und Inventurrichtlinien).

Ausführliche Erklärung:

1. Begriff: körperliche oder buchmäßige Bestandsaufnahme aller Vermögensgegenstände und Schulden eines Unternehmens, die in der Bilanz dem Grunde nach angesetzt werden müssen bzw. können (effektive Inventur und Inventurrichtlinien). Körperliche Bestandsaufnahme erfolgt zu einem bestimmten Zeitpunkt durch Messen, Wiegen, Zählen (Buchinventur). Soweit Hilfsbücher zur Mengenkontrolle einzelner Vermögensteile des Umlaufvermögens geführt werden (Warenbücher, Effektenbücher, Wechsel- und Akzeptbücher), können sie die Inventur erleichtern; eine körperliche Bestandsaufnahme ist aber auch bei der Führung dieser Handbücher zur Aufdeckung von Verlusten, etwa durch Diebstahl, Schwund, erforderlich. Die Bestandsaufnahme findet ihren Niederschlag im Inventar. Rechnungsabgrenzungsposten brauchen nicht, können aber inventarisiert werden (Buchinventur).

2. Gesetzliche Vorschriften: a) § 240 HGB fordert für den Geschäftsbeginn und für jedes Geschäftsjahr neben der Bilanz die Aufstellung eines Inventars, dessen Grundlage die durch die Inventur festgestellten Bestände (z.B. Geld, Wertpapiere, Warenvorräte) sind. Die ermittelten Mengen müssen bei (oder nach) der Inventur bewertet werden. Bei mit Festwerten angesetzten Vermögensgegenständen (§ 240 III HGB) ist i.d.R. nur alle drei Jahre eine körperliche Bestandsaufnahme durchzuführen.

b) Einer körperlichen Bestandsaufnahme der Vermögensgegenstände bedarf es nicht, soweit durch Anwendung eines den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechenden anderen Verfahrens gesichert ist, dass der Bestand der Vermögensgegenstände nach Art, Menge und Wert auch ohne die körperliche Bestandsaufnahme für diesen Zeitpunkt festgestellt werden kann (§ 241 II HGB).

3. Formen: Die Inventur kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden.

a) Die gebräuchlichste Methode ist die körperliche Bestandsaufnahme am Bilanzstichtag (wie ursprünglich vom Gesetz verlangt).

Vgl. auch Stichtagsinventur.

b) Bei Vorhandensein einer Lagerbuchführung, die in der Lage ist, die Bestände „fortzuschreiben”, besteht die Möglichkeit einer laufenden Inventur (permanente Inventur). Die laufende Inventur ist nicht auf das Vorratsvermögen beschränkt.

c) Gemäß § 241 III HGB brauchen in dem Inventar für den Schluss eines Geschäftsjahres Vermögensgegenstände unter folgenden Voraussetzungen nicht mehr verzeichnet zu werden:
(1) Der Kaufmann muss ihren Bestand aufgrund einer körperlichen Bestandsaufnahme oder einer laufenden Inventur nach Art, Menge und Wert in einem bes. Inventar verzeichnet haben, das für einen Tag innerhalb der letzten drei Monate vor oder der beiden ersten Monate nach dem Schluss des Geschäftsjahres aufgestellt ist;
(2) aufgrund des bes. Inventars muss durch Anwendung eines den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechenden Fortschreibungs- oder Rückrechnungsverfahrens gesichert sein, dass der am Schluss des Geschäftsjahres vorhandene Bestand der Vermögensgegenstände für diesen Zeitpunkt ordnungsgemäß bewertet werden kann (vor- oder nachverlegte Stichtagsinventur).

d) Bei der Aufstellung des Inventars darf der Bestand der Vermögensgegenstände auch mit anerkannten mathematisch-statistischen Methoden aufgrund von Stichproben ermittelt werden (§ 241 I HGB).

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Inventur
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Grundlagen des Dienstleistungsmarketing 1. Entwicklung des Dienstleistungsmarketing Moderne Industriestaaten vollziehen seit den 1970er-Jahren einen Strukturwandel von einer Industrie- zu einer Dienstleistungsgesellschaft. Diese so genannte Tertiarisierung geht u.a. einher mit einem Beschäftigungsanstieg im Dienstleistungssektor, sodass mittlerweile mehr als 70 Prozent der Erwerbstätigkeit ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Manfred Bruhn
I. Begriff und Bedeutung der Corporate Governance Corporate Governance (CG) bezeichnet den rechtlichen und faktischen Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens. Im Unterschied zur Unternehmensverfassung, die primär die Binnenordnung des Unternehmens betrifft, werden unter dem Stichwort CG auch Fragen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Axel v. Werder
I. Einführung Geschäftsprozesse können als fundamentale Vermögenswerte eines Unternehmens interpretiert werden, da sie im Kern die Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Unternehmen repräsentieren. Die Entwicklungen in der Informationstechnologie (IT) eröffnen die Möglichkeit, die Geschäftsprozesse eines Unternehmens weitgehend zu automatisieren und damit dessen Wettbewerbsfähigkeit ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Professor Dr. Frank Leymann, Dr. David Schumm