| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 50.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Am 16.3.2011 veröffentlichte die Europäische Kommission einen Richtlinienentwurf zur Einführung einer Gemeinsamen konsolidierten Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB). Franziska Dietrich untersucht, welche Auswirkungen ... Vorschau
39.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 39,90 € - inkl. weiterer 50.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Umsatzstärkste Unternehmen weltweit
Die umsatzstärksten Unternehmen weltweit im Jahr 2011 (in Milliarden US-Dollar)
Statistik: Umsatzstärkste Unternehmen weltweit
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Verfügungsrechte bestimmen, ökonomisch betrachtet, die in einer Gesellschaft anerkannten Handlungsspielräume und –anreize von Akteuren hinsichtlich knapper Ressourcen, die alternative Verwendungsmöglichkeiten haben. Definition und Zuordnung von Verfügungsrechten sind aus volkwirtschaftlicher Sicht maßgeblich für Höhe und Verteilung des Wohlstands in einer Gesellschaft.
von  Prof. Dr. Rupert Windisch, Peter Burgold
I. Begriff Bezeichnung für Objekte, die sowohl die allgemeine als auch die spezifische Portabilität anderer Objekte verbessern und auf diese Weise zum „Wohlstand der Nationen“ (A. Smith) beitragen. II. Forschung 1. Forschungansätze Als elementarer Bestandteil gesellschaftlicher Wertschöpfungsprozesse ist die Tüte ... mehr
von  Prof. Dr. Andreas Suchanek

Jahresabschluss

Definition

ANZEIGE

I. Kennzeichnung:

die nach den handelsrechtlichen Vorschriften von allen Kaufleuten aufzustellende Jahresbilanz (Bilanz) und Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), §§ 242 ff. HGB.

Vgl. auch Abschluss.

1. Generelle Vorschriften: Im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge im Jahresabschluss auszuweisen. Der Jahresabschluss hat den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) bzw. den Grundsätzen ordnungsmäßiger Bilanzierung zu entsprechen, bes. muss er klar und übersichtlich sein, Saldierungen zwischen Aktiva und Passiva, Aufwendungen und Erträgen sind unzulässig (Bilanzgliederung, Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)). Der Jahresabschluss ist in deutscher Sprache und in Euro aufzustellen, vom Kaufmann bzw. dem persönlich haftenden Gesellschafter zu unterzeichnen und zehn Jahre aufzubewahren.

2. Bei Kapitalgesellschaften und Kapitalgesellschaften & Co., bei denen nicht wenigstens ein persönlich haftender Gesellschafter direkt oder indirekt eine natürliche Person ist (Kapitalgesellschaften- und Co.-Richtlinie-Gesetz), ist der Jahresabschluss um einen Anhang zu erweitern (§ 264 I HGB); zusätzlich ist ein Lagebericht aufzustellen. Die gesetzlichen Vertreter von Kapitalgesellschaften haben den Jahresabschluss und den Lagebericht in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres für das vergangene Geschäftsjahr aufzustellen und den Abschlussprüfern unverzüglich vorzulegen (§ 320 HGB).

Ausnahmen für kleine Kapitalgesellschaften (Größenklassen): Aufstellungsfrist bis zu sechs Monaten, keine Prüfungspflicht (Jahresabschlussprüfung). Zu den Veröffentlichungspflichten vgl. Publizität.

3. Bei Aktiengesellschaften hat der Vorstand den Jahresabschluss und den Lagebericht unverzüglich nach Aufstellung dem Aufsichtsrat vorzulegen (§ 170 AktG). Billigt dieser nach eigener Prüfung den Jahresabschluss, so ist dieser damit festgestellt. Die Hauptversammlung (HV) kann dann über die Verwendung des Bilanzgewinns beschließen; sie ist hierbei an den festgestellten Jahresabschluss gebunden (§ 174 I AktG); die Rechte der Hauptversammlung sind durch diese gesetzliche Regelung stark eingeschränkt. Wenn sich Vorstand und Aufsichtsrat nicht einigen oder die Feststellung des Jahresabschlusses der HV überlassen wollen, ist dieser Punkt auf die Tagesordnung der Hauptversammlung zu setzen.

Entsprechende Regelungen für die GmbH in § 42a GmbHG.

Ergänzende Vorschriften für die Aufstellung von Jahresabschlüssen und Lagebericht für Genossenschaften gemäß §§ 336–339 HGB, wonach ein Aufstellungszeitraum von fünf Monaten gewährt wird. Weitere Vorschriften bestehen für Kreditinstitute gemäß §§ 340, 340a–h, 340k–l HGB, für Versicherungsunternehmen gemäß §§ 341, 341a–h,341 k-l HGB.

4. Außerdem besteht gemäß § 330 HGB eine Verordnungsermächtigung zum Erlass von branchenspezifischen Vorschriften für Gliederung (Formblätter), Anhang und Lagebericht.

Vgl. auch Bilanzgliederung.

5. Durch Gesetz über die Rechnungslegung von Unternehmen und Konzernen vom 15.8.1969 (BGBl. I 1189) sind die Verpflichtungen für Großunternehmen, die nicht Kapitalgesellschaften sind, bez. des Jahresabschlusses z.T. erweitert (Rechnungslegung).

II. Aussagefähigkeit:

1. Für Kapitalgesellschaften und Kapitalgesellschaften und Co., bei denen nicht wenigstens ein persönlich haftender Gesellschafter direkt oder indirekt eine natürliche Person ist, verlangt der Gesetzgeber (§ 264 II HGB), dass der Jahresabschluss unter Beachtung der GoB ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt. Welche Aussagen einem diesen Anforderungen genügenden Jahresabschluss zu entnehmen sind, ergibt sich aus den Ergebnissen von Bilanzanalysen. Zu den grundsätzlichen Aussagemöglichkeiten und -grenzen von Jahresabschlüssen vgl. Bilanztheorien.

2. Zur interessenausgerichteten Gestaltung des Jahresabschlusses, um beim Empfänger des Jahresabschlusses (z.B. Gläubiger, Kapitaleigner, Bilanzkritiker) einen bestimmten Eindruck zu erzielen, vgl. Bilanzpolitik, Jahresbilanz.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Jahresabschluss
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff und Bedeutung Der Begriff Krisenmanagement entstand im politischen Bereich, wobei dessen erstmalige Verwendung dort umstritten ist, mehrheitlich aber Kennedy im Zusammenhang mit der Kuba-Krise 1962 zugeschrieben wird. In der Betriebswirtschaftslehre findet der Begriff Krisenmanagement erst seit den 1970er-Jahren Verwendung, wenn ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Ulrich Krystek
I. Begriff und Wesen Bei wenig flexiblen Löhnen oder sogar Lohnrigidität nach unten vorübergehend oder dauerhaft fehlende Beschäftigungsmöglichkeit für einen Teil der arbeitsfähigen und beim herrschenden Lohnniveau arbeitsbereiten Arbeitnehmer (lohnniveaubedingtes aggregiertes Arbeitsmarktungleichgewicht). Dieses nicht vollbeschäftigungskonforme Reallohnniveau kann z.B. durch gesetzliche oder ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Privatdozent Dr. Fred Henneberger, Prof. Dr. Berndt Keller
I. Begriff Beim Venture-Capital (Risikokapital, Wagniskapital) handelt es sich um zeitlich begrenzte Kapitalbeteiligungen an jungen, innovativen, nicht börsennotierten Unternehmen, die sich trotz z.T. unzureichender laufender Ertragskraft durch ein überdurchschnittliches Wachstumspotenzial auszeichnen. Das Venture-Capital-Geschäft stellt einen Teilbereich des Private-Equity-Geschäfts dar, worunter man ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Wolfgang Breuer
Vernetzung