| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 50.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Dieses Buch vermittelt prägnant und eingängig Konzepte und Handlungsempfehlungen für erfolgreiches Beteiligungscontrolling und -management, insbesondere mit Blick auf den bilanziellen ... Vorschau
59.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 39,90 € - inkl. weiterer 50.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Höhe der Investitionen von BMW
Höhe der Investitionen der BMW Group in den Jahren 2006 bis 2011 (in Millionen Euro)
Statistik: Höhe der Investitionen von BMW
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Mit Unternehmungsbewertung bezeichnet man die Verfahren zur Wertermittlung von Unternehmen als Ganzes (Wert). Unternehmensbewertungen als periodisches Rechenwerk werden sowohl bei der wertorientierten Unternehmensführung (z.B. Entscheidungen zur Geschäftsfeldstrategie, Leistungsbeurteilung von Führungskräften) als auch bei der externen Rechnungslegung nach HGB und IFRS ... mehr
von  Prof. Dr. Klaus Henselmann
Die seit 1988 geltende und seither mehrfach ergänzte Eigenkapitalvereinbarung („Basel I“) wurde zum 1.1.2007 durch die neue Eigenkapitalvereinbarung („Basel II“) ersetzt. Die Empfehlungen des Basler Ausschusses stützen sich auf drei Pfeiler: Mindesteigenmittelanforderungen, Aufsichtsrechtlicher Überprüfungsprozess und Kontrolle durch den Markt. Am ... mehr
von  Prof. Dr. Dres. h. c. Henner Schierenbeck, Prof. Dr. Michael Pohl

Kapitalwert

Definition

ANZEIGE

1. Begriff: Barwert sämtlicher durch ein Investitionsprojekt generierten Aus- und Einzahlungen (vgl. Abbildung).

2. Ermittlung: Der Kapitalwert (KW0) wird ermittelt, indem die für die geplante Nutzungsdauer (n) prognostizierten Einzahlungsüberschüsse (Ct) mit dem Kalkulationszinssatz (i) auf den Bewertungsstichtag (Bezugszeitpunkt) abgezinst und um die Anschaffungsausgabe (I0) vermindert werden: 

KW_0=-I{ \atop 0}+\sum_{t=1}^{n} C_t \,\cdot(1+i){ -t\atop}+R{ \atop n}\cdot(1+i){ -n\atop }

Die periodischen Einzahlungsüberschüsse errechnen sich als Differenz der mit dem Investitionsprojekt verbundenen Ein- und Auszahlungen. Im letzten Jahr der geplanten Nutzungsdauer kann ein eventuell vorhandener Restwert (Rn) berücksichtigt werden, der ebenfalls auf den Bewertungsstichtag abgezinst wird. Der Kalkulationszinssatz leitet sich nach dem Opportunitätskostenprinzip aus der besten alternativen Kapitalverwendungsmöglichkeit des Investors ab. In der Praxis dient meistens eine risikoäquivalente Kapitalmarktanlage zur Ableitung des Kalkulationszinssatzes.

3. Entscheidungsregel: Der Kapitalwert hat grundlegende Bedeutung für die Vorteilhaftigkeitsbeurteilung von Investitionen (Investitionsrechnung). Investitionsprojekte mit positivem Kapitalwert erwirtschaften eine Rendite, die oberhalb der von den Investoren erwarteten Mindestverzinsung liegt. Diese Projekte erhöhen das Vermögen der Investoren und sollten unter finanzwirtschaftlichen Aspekten realisiert werden. Investitionsprojekte mit negativem Kapitalwert sind dagegen nicht vorteilhaft, da sie die geforderte Mindestverzinsung nicht erreichen.

4. Aussagefähigkeit: Die auf dem Kapitalwert basierende Kapitalwertmethode gilt heute als State-of-the-Art der Investitionsrechnung. Das Verfahren zeichnet sich durch seine Zahlungs- und Zukunftsorientierung sowie durch die Berücksichtigung des Opportunitätskostenprinzips aus. Damit werden die Investoren unmittelbar darüber informiert, welchen Beitrag ein Investitionsprojekt zur Erfüllung ihrer finanzwirtschaftlichen Ziele leistet. Grenzen der Kapitalwertmethode resultieren aus dem für die Ermittlung der Zahlungsreihe erforderlichen Planungs- und Prognoseaufwand sowie auf der ebenfalls aufwändigen Ableitung des Kalkulationszinssatzes.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Literaturhinweise/Links
Literaturhinweise
Sachgebiete
Kapitalwert
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Wesen des Bankcontrollings Der Begriff des Controllings umfasst mehr als der zugrunde liegende Terminus „to control“ und bedeutet so viel wie „Steuerung, Lenkung und Überwachung“. Die damit im Vordergrund des Controllings stehende Steuerungsfunktion weist dabei konkret für Banken eine inhaltliche ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Dres. h. c. Henner Schierenbeck, Prof. Dr. Michael Pohl
I. Historische Entwicklung und gesetzliche Rahmenbedingungen Bereits seit Ende der 1980er-Jahre zielen die Gesundheitsreformen darauf ab, das Gesundheitswesen strukturell neu auszurichten und einzelne Versorgungsbereiche enger miteinander zu verzahnen. Eine ganz neue Bedeutung erhielt die integrierte Versorgung aber durch das Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Volker Eric Amelung, Prof. Dr. Axel Mühlbacher, PD Dr. Christian Krauth
Zahlungsansprüche von Unternehmen gegen ihre Kunden stellen illiquide Buchforderungen dar. Die Verbriefung solcher Forderungsbestände bietet eine Möglichkeit zur Refinanzierung, da sie die Forderungsbestände in handelsfähige Wertpapiere umwandelt, die am Kapitalmarkt platziert werden können. Unternehmen können mit dem frischen Kapital Investitionen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Dr. Cordula Heldt