| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Vorbild für unzählige Management-Ratgeber: Diese Übersetzung des ersten Hauptwerkes von Frederick Winslow Taylor, dem Begründer des "Taylorismus". Er betrachtet die ... Vorschau
69.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
I. Charakterisierung: 1. Begriff Der Begriff des Nonprofit Managements (auch als Not-for-Profit Management oder NPO-Management bezeichnet) beinhaltet das Management von Nonprofit-Organisationen (NPO). Dazu gehört dementsprechend die Anwendung des betriebswirtschaftlichen Instrumentariums auf die spezifischen Problemstellungen, Rahmenbedingungen und vielfältigen Besonderheiten von NPO. ... mehr
von  Prof. Dr. Bernd Helmig
Die Regulierung der Rechnungslegung war lange Zeit eine Staatsaufgabe und damit von vielfältigen nationalen Besonderheiten geprägt. Die folglich international wenig vergleichbaren Rechnungslegungsdaten behinderten somit das Zusammenwachsen der Kapitalmärkte.
von  Prof. Dr. Bernhard Pellens, Prof. Dr. Thorsten Sellhorn, Dipl. Ök. Torben Rüthers

Keynes

Definition

ANZEIGE

John Maynard, 1883–1946, engl. Nationalökonom, der - nach einer kurzen Zeit als Beamter - Geschäftsmann und politischer Berater war und seit 1909 zum Lehrkörper des Kings College in Cambridge gehörte. Keynes ist einer der bedeutendsten Nationalökonomen in der Geschichte, von weit reichendem Einfluss auf das Denken innerhalb des Faches und auf die Entscheidungen in der Politik.

Sein Hauptwerk „The General Theory of Employment, Interest and Money“ (1936) führte zu einer Revolution in den Wirtschaftswissenschaften, die mit der von Smith vergleichbar ist. Während die klassische Lehre ihren Schwerpunkt in der Mikroökonomik hat, liegt der des Keynesschen Systems in der Makroökonomik. Unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise gelangte Keynes zu der Überzeugung, dass andauernde Unterbeschäftigung möglich sei (Keynesianismus). Diese Gefahr lasse sich nicht durch die traditionellen (angebotsorientierten) Steuerungsmechanismen, zu der bes. die Geldpolitik zählt, meistern, sondern erfordere eine nachfrageorientierte Politik des Deficit Spending, eine Redistribution der Einkommen und eine Abwehr der importierten Arbeitslosigkeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg - bes. in den 1960er- und 1970er-Jahren - ist in den wichtigsten Ländern eine an Keynes orientierte Wirtschaftspolitik betrieben worden, deren regelmäßiges Ergebnis Inflation und Arbeitslosigkeit zugleich war (Stagflation), was den Boden für die erfolgreiche Gegenrevolution des Monetarismus bereitete.

Weitere Werke: „The Collected Writings of John Maynard Keynes“, 30 Bde. (1971–1988), umfassen nur einen Teil seiner schriftlichen Ausarbeitungen. Einzelne Werke haben schon vor dem Erscheinen der „General Theory“ Wissenschaft und Politik beschäftigt. So lehnte Keynes in „The Economic Consequence of Peace“ (1919) Reparationsforderungen an Deutschland ab und forderte eine Revision der Versailler Verträge („A Revision of the Treaty“ (1922)). Als solide wissenschaftliche Leistung wurde „A Treatise on Money“, 2 Bde. (1930), allseitig anerkannt. Im Zweiten Weltkrieg entwickelte er einen Plan zur Kriegsfinanzierung („How to Pay For the War“, (1940)). Keynes - ein politisch engagierter Liberaler - hat auch journalistisch eine rege Tätigkeit entfaltet und sich zu allen Tagesfragen geäußert. Er war von 1911–1945 - bis 1926 zusammen mit Edgeworth - Herausgeber des „Economic Journal“, dem er international ein hohes Ansehen verschaffte, von 1913–1945 Sekretär der Royal Economic Society.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Keynes
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Charakterisierung 1. Begriff Die Makroökonomik befasst sich als Teilgebiet der Volkswirtschaftstheorie im Gegensatz zur Mikroökonomik mit dem gesamtwirtschaftlichen Verhalten ganzer Sektoren. Sie ist eine Analysemethode, die auf der Grundlage institutioneller und funktioneller Aggregate das Wirtschaftsgeschehen in seiner Gesamtheit betrachtet und demzufolge ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Hans-Werner Wohltmann
I. Charakterisierung Makroökonomische Totalmodelle geschlossener Volkswirtschaften sind typischerweise traditionelle keynesianische Flexpreismodelle (Keynesianismus), in denen eine simultane Betrachtung des gesamtwirtschaftlichen Gütermarktes, des Geld- und Wertpapiermarktes sowie des Arbeitsmarktes vorgenommen wird. Im Unterschied zu Totalmodellen offener Volkswirtschaften bleiben in makroökonomischen Totalmodellen geschlossener Volkswirtschaften ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Hans-Werner Wohltmann
I. Begriff und Bedeutung des Risikomanagements als Führungsaufgabe Risiken sind untrennbar mit jeder unternehmerischen Tätigkeit verbunden und können den Prozess der Zielsetzung und Zielerreichung negativ beeinflussen. Sie resultieren ursachenbezogen aus der Unsicherheit zukünftiger Ereignisse - wobei dies regelmäßig mit einem unvollständigen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Ulrich Krystek, Prof. Dr. Stefanie Fiege