| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Im Mittelpunkt dieses Lehrbuches stehen die Grundlagen und Schlussweisen bei der Anwendung empirischer Methoden zur Theoriebildung und Theorieprüfung. Die Autoren ... Vorschau
34.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Von Wirtschaftskriminalität betroffene Unternehmen in Deutschland
Anteil der Unternehmen in Deutschland, die von Wirtschaftskriminalität betroffen waren in den Jahren 2009 und 2011
Statistik: Von Wirtschaftskriminalität betroffene Unternehmen in Deutschland Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Controlling ist ein Teilbereich des unternehmerischen Führungssystems, dessen Hauptaufgabe die Planung, Steuerung und Kontrolle aller Unternehmensbereiche ist. Im Controlling laufen die Daten des Rechnungswesen und anderer Quellen zusammen.
von  Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber
Die Geldtheorie umfasst die Beziehungen zwischen den geldwirtschaftlichen Größen untereinander und jene zwischen Geld- und Güterwirtschaft unter Berücksichtigung internationaler Verflechtungen: Sie erklärt, welche Rolle die einzelnen Größen, wie z.B. Geld, Kredit und Zins, im Wirtschaftsablauf spielen.
von  Prof. Dr. Oliver Budzinski, PD Dr. Jörg Jasper, Prof. Dr. Albrecht F. Michler

Kollusion

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Kollusion (von lat. collusio: geheimes Einverständnis) ist das bewusste, unerlaubte, meist heimliche Zusammenwirken mehrerer Täter aus dem Unternehmen oder auch von außen (konspirativ) oder von Vertreter und Vertragspartner zum Nachteil des Vertretenen. Kollusion („gemeinsame Sache machen“) ist eine durch das betroffene Unternehmen bes. schwer zu beherrschende fraudulente (d.h. geschäftsschädigende) Handlung, da in diesen Fällen die meisten Kontrollen des internen Kontrollsystems (IKS) versagen.

Ausführliche Erklärung:

1. Begriff: Kollusion (von lat. collusio: geheimes Einverständnis) ist das bewusste, unerlaubte, meist heimliche Zusammenwirken mehrerer Täter aus dem Unternehmen oder auch von außen (konspirativ) oder von Vertreter und Vertragspartner zum Nachteil des Vertretenen. Kollusion („gemeinsame Sache machen“) ist eine durch das betroffene Unternehmen bes. schwer zu beherrschende fraudulente (d.h. geschäftsschädigende) Handlung, da in diesen Fällen die meisten Kontrollen des internen Kontrollsystems (IKS) versagen. Bei entsprechender Zusammenarbeit der Täter nützt auch die Verteilung von Verantwortung und Rechten auf verschiedene Personen nichts.

2. Beispiele für Kollusion: Ein Fall von Kollusion liegt z.B. vor, wenn ein Geschäftspartner mit dem Zeichnungsberechtigten eines Unternehmens einen Vertrag abschließt und beide wissen, dass sie dadurch diese Gesellschaft schädigen. Dann kann sich der Geschäftspartner nicht darauf berufen, dass die Reichweite der Zeichnungsberechtigung im Außenverhältnis durch das Gesetz festgelegt sei und durch Anweisungen aus dem Innenverhältnis nicht beschränkt werden könne. Ein anderer Fall wäre, wenn ein Angestellter gefälschte Zeitaufschreibungen dem Vorgesetzten zur Unterschrift vorlegt, beide von der Schädigungswirkung wissen und sich den erlangten Vorteil aus fälschlich zu viel ausbezahlten Beträgen teilen.

3. Rechtsfolgen: Im Privatrecht kann Kollusion gemäß § 138 I BGB zur Nichtigkeit des Rechtsgeschäfts wegen Sittenwidrigkeit führen und gemäß § 826 BGB einen Schadensersatzanspruch wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung begründen.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Kollusion
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Wirtschafts- und Computerkriminalität
Informationen zu den Sachgebieten
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff Man kann folgende Begriffsauffassungen unterscheiden: Ergebnisorientierter Planungsbegriff Planung ist die Produktion von Plänen, d.h. vereinfachter, symbolischer Modelle zukünftiger realer Systeme. Mit diesen Plänen soll ein Commitment geschaffen werden, innerhalb einer angegebenen Zeit bestimmte Systemzustände zu erreichen. Prozessorientierter Planungsbegriff Planung ist eine Phase im ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Günter Müller-Stewens
I. Begriff Abk. CSR, stellt einen aus dem Anglo-Amerikanischen kommenden (normativen) Schlüsselbegriff der Unternehmensethik dar, welcher die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen aufspannt. CSR wird dabei in Wissenschaft und Praxis höchst unterschiedlich interpretiert, sodass es sich hierbei nicht um ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Nick Lin-Hi
I. Grundlagen des Sponsoring 1. Entwicklung des Sponsoring Sponsoring zählt in der Zwischenzeit zu den etablierten Instrumenten im Kommunikationsmix der Unternehmen. Erste Sponsoringengagements finden sich bereits in den 1960er-Jahren als Form der Schleichwerbung bei Sportveranstaltungen sowie in den 1970er-Jahren als Form der ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Manfred Bruhn