| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Vera Schüerhoff entwickelt ein Konzept des organisationalen Lernens, das den Übergang von der individuellen zur kollektiven Lernebene anhand von vier ... Vorschau
79.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Beliebteste Studiengänge in Deutschland
Anzahl der deutschen Studierenden in den am stärksten besetzten Studienfächern im Wintersemester 2010/2011
Statistik: Beliebteste Studiengänge in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Energiekrise, saurer Regen, Entsorgungsnotstand, Wasserknappheit, Klimawandel, Regenwaldzerstörung, Biodiversität, Überflutungen - unabhängig davon, welches Umweltthema gerade in Medien präsent ist, sind immer auch Unternehmen betroffen. Seien es Kostenerhöhungen durch steigende Energie- oder Rohstoffpreise, Umsatzeinbußen durch verändertes Konsumentenverhalten, seien es rechtliche Regelungen ... mehr
von  Prof. Dr. Edeltraud Günther
Der Begriff Krisenmanagement entstand im politischen Bereich, wobei dessen erstmalige Verwendung dort umstritten ist, mehrheitlich aber J.F. Kennedy im Zusammenhang mit der Kuba-Krise 1962 zugeschrieben wird. In der Betriebswirtschaftslehre findet der Begriff Krisenmanagement verstärkt erst seit den 1970er-Jahren Verwendung, wenn ... mehr
von  Prof. Dr. Ulrich Krystek, Prof. Dr. Stefanie Fiege

Konstruktivismus

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Erkenntnistheorie, die sich mit der Frage beschäftigt, wie wir zu unseren Erkenntnissen bzw. zu unserem Wissen kommen. Der Konstruktivismus geht davon aus, dass gewisse Zweifel an dem Glauben angebracht sind, dass Wissen und Wirklichkeit übereinstimmen.

Ausführliche Erklärung:

Erkenntnistheorie, die sich mit der Frage beschäftigt, wie wir zu unseren Erkenntnissen bzw. zu unserem Wissen kommen. Der Konstruktivismus geht davon aus, dass gewisse Zweifel an dem Glauben angebracht sind, dass Wissen und Wirklichkeit übereinstimmen. Der Konstruktivismus postuliert, dass Wissen nicht das Ergebnis eines Abbildes im Sinn eines Entdeckens der objektiv vorliegenden Wirklichkeit ist, sondern das Ergebnis eines Erfindens der Wirklichkeit. Das menschliche Gehirn erzeugt kein fotografisches Abbild von Wirklichkeit, sondern es schafft mithilfe von Sinneswahrnehmungen ein eigenes Bild der Welt. Wahr ist, was wahr-genommen wird. Der Konstruktivismus verleugnet die Wirklichkeit selbst nicht. Er behauptet nur, dass die Aussagen über die Wirklichkeit dem eigenen Erleben, der eigenen Geschichte, der eigenen Entwicklung und den eigenen (beschränkten) physischen Möglichkeiten der Wahrnehmung entspringen. Aufgabe des Konstruktivismus ist es deshalb zu zeigen, wie Wirklichkeitskonstruktionen gemacht werden. Mit anderen Worten: Der Konstruktivismus nimmt Abschied von der absoluten Wahrheit. Die Aussagen des Konstruktivismus haben weitreichende Konsequenzen für die Betriebswirtschaftslehre und für das Management. Sie zeigen, dass Management nicht in erster Linie bedeutet, die Wirklichkeit richtig zu sehen und zu erkennen und daraus die richtigen Schlussfolgerungen für die Führung von Mitarbeitenden und Unternehmen zu ziehen, sondern dass bereits in der Betrachtung der unternehmerischen Wirklichkeit diese konstruiert bzw. erfunden wird. Dies heißt letztlich, dass Führungskräfte viele Möglichkeiten haben, Unternehmen zu entwickeln und zu gestalten, da Management letztlich die Konstruktion bzw. Erfindung von Führung ist.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Konstruktivismus
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Das betriebliche Rechnungswesen umfasst Verfahren zur systematischen Erfassung und Auswertung aller quantifizierbaren Beziehungen und Vorgänge der Unternehmung für die Zwecke der Planung, Steuerung und Kontrolle des betrieblichen Geschehens. In der Gesamtorganisation der Unternehmung wird das betriebliche Rechnungswesen häufig als Aufgabenbereich ... mehr
Mit dem Begriff Personalwirtschaft ist der Umgang mit lebendiger Arbeit in Wirtschaftsorganisationen bzw. Unternehmen gemeint. Alternative Bezeichnungen zu Personalwirtschaft sind Personalwesen, Personalmanagement, teilweise auch Personalpolitik sowie Human Resource Management. Deutlicher als alle anderen Begriffe macht Personalwirtschaft aber darauf aufmerksam, dass ... mehr
Die institutionelle BWL beschäftigt sich mit den Eigenschaften einzelner Wirtschaftszweige wie etwa dem Handel, der Industrie, den Banken, Versicherungen, dem Tourismus und Handwerk. Die betriebswirtschaftlichen Komponenten aller Funktionsbereiche dieser Branchen werden betrachtet und untersucht. Zu dem Bereich der institutionellen BWL ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Einführung Geschäftsprozesse können als fundamentale Vermögenswerte eines Unternehmens interpretiert werden, da sie im Kern die Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Unternehmen repräsentieren. Die Entwicklungen in der Informationstechnologie (IT) eröffnen die Möglichkeit, die Geschäftsprozesse eines Unternehmens weitgehend zu automatisieren und damit dessen Wettbewerbsfähigkeit ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Professor Dr. Frank Leymann, Dr. David Schumm
I. Entwicklung Die Untersuchung der Entwicklungsdynamik der kapitalistischen Gesellschaft stand im Zentrum der Soziologie während ihrer Gründungsphase als akademisches Fach (1890-1920). Karl Marx, Émile Durkheim, Georg Simmel und Max Weber entwickelten Gesellschaftstheorien, in denen das Zusammenspiel von Wirtschaft, Kultur und Sozialstruktur ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Jens Beckert, Dr. Sascha Münnich
I. Innovationsmanagement - Wettbewerbsstärke durch Neuerung Innovationsmanagement ist eine betriebliche Kerntätigkeit, die im Wesentlichen an den Eigenschaften einer Innovation ausgerichtet ist und damit Managementaspekte verbindet. Der Begriff der Innovation lässt sich aus dem lateinischen Wortstamm novus ableiten und umschreibt die Einführung ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Martin G. Möhrle