| 
 | 
 | 
Bookmark
 | 

Kontoüberziehung

Kurzerklärung
Inanspruchnahme eines Kontokorrentkontos über einen mit der Bank vereinbarten Rahmen hinaus, wobei entweder das Konto kreditorisch zu führen ist oder die Obergrenze des Überziehungskredits (Dispokredits) überschritten wird („geduldete Kontoüberziehungen” im Sinn von Nr. 18 AGB Sparkassen). Hat das Kreditinstitut dem Verbraucher einen Überziehungskredit eingeräumt, sind dem Verbraucher mitzuteilen: die Höchstgrenze des Darlehens, der jeweilige Jahreszins, die Bedingungen für die Zinssatzänderung und die Regelung über die Vertragsbeendigung (§ 493 I BGB). Bei einer Kontoüberziehung sind nach Nr. ... Ausführliche Erklärung
Fachautoren für dieses Stichwort
Buch zum Thema
Knapp und überschaubar - das erprobte Prüfungstraining "Bankwirtschaft" ist gezielt auf die prüfungsrelevanten Themen fokussiert, damit Sie sicher wissen, worauf ... mehr
Ausführliche Erklärung

Inanspruchnahme eines Kontokorrentkontos über einen mit der Bank vereinbarten Rahmen hinaus, wobei entweder das Konto kreditorisch zu führen ist oder die Obergrenze des Überziehungskredits (Dispokredits) überschritten wird („geduldete Kontoüberziehungen” im Sinn von Nr. 18 AGB Sparkassen). Hat das Kreditinstitut dem Verbraucher einen Überziehungskredit eingeräumt, sind dem Verbraucher mitzuteilen: die Höchstgrenze des Darlehens, der jeweilige Jahreszins, die Bedingungen für die Zinssatzänderung und die Regelung über die Vertragsbeendigung (§ 493 I BGB). Bei einer Kontoüberziehung sind nach Nr. 12 VI AGB Banken bzw. Nr. 18 AGB Sparkassen im Preisaushang (Preisangabenverordnung) aufgeführte (Überziehungs-)Zinsen zu zahlen. Duldet ein Kreditinstitut eine Kontoüberziehung länger als drei Monate, muss es einen Verbraucher über den Jahreszins, die Kosten sowie die diesbezüglichen Änderungen unterrichten, was auch in Form eines Ausdrucks auf einem Kontoauszug geschehen kann (§ 493 II BGB).

Vgl. auch Überziehungskredit.

Version:
Sachgebiete
Kontoüberziehung
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff In der deutschsprachigen Marketingwissenschaft erlebt das Thema Marketingcontrolling nach intensiven Forschungstätigkeiten zu Beginn der achtziger Jahre einen neuen Höhepunkt. Beim Marketingcontrolling handelt es sich um ein klassisches Schnittstellenthema zweier betriebswirtschaftlicher Teilgebiete. Marketing und Controlling stehen in einem ambivalenten Verhältnis zueinander. ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Sven Reinecke
Rating ist eine Methode zur Einstufung von Sachverhalten, Gegenständen oder Personen. Meist wird unter Rating das Ergebnis des Beurteilungsverfahrens verstanden. Dies ist eine entsprechend der zugrunde liegenden Ratingskala als Symbol, Zeichen oder Zeichenfolge ausgedrückte „Zensur“. I. Begriffsabgrenzung Ranking stellt ebenso wie Rating ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Dr. Oliver Everling
I. Begriff Der aus dem Amerikanischen entlehnte Begriff „Public Relations (PR)” wird in Deutschland im Wesentlichen mit dem Begriff „Öffentlichkeitsarbeit” assoziiert, wenn auch die Zielrichtung der bezeichneten Gegenstände unterschiedlich ist. Während der Begriff „Öffentlichkeitsarbeit” die reine Tätigkeit benennt, legt der Begriff ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Perry Reisewitz
Suche
 
Schwerpunktbeiträge des Tages
Die Internationalisierung der Wirtschaftsprüfung begann in den 1950er Jahren, als amerikanische Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (WPG) die Auslandsexpansion ihrer Mandanten begleiteten, teils weil diese grenzüberschreitende Prüfungs- und Beratungsleistungen erwarteten, teils weil die WPG im Ausland eigene Wachstumschancen sahen. Durch Gründungen von ausländischen Tochtergesellschaften, ... mehr
von  Prof. Dr. Reinhold Hömberg
Bankassurance oder Assurancebanking bezeichnet die Zusammenarbeit und den gemeinsamen Marktauftritt von Kreditinstituten (Banken) und Versicherungsunternehmen, auch allgemein Allfinanz genannt. Ziel dabei ist es, den Kunden ein umfassendes und abgestimmtes Produktangebot an Finanzdienstleistungen zu unterbreiten und so die Kundenbindung zu stärken, ... mehr
von  Prof. Dr. Reinhold Hölscher, Dr. Ulrike Erdmann
Anzeige