| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in 50.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Sabine C. Altiparmak untersucht die Beziehung von institutioneller Unternehmenstheorie und ressourcenorientiertem Ansatz und zeigt auf, wie sich diese zu beiderseitigem ... Vorschau
Statistik (von statista.com)
Unternehmen mit Zahlungsausfällen im Ländervergleich
Anteil von Unternehmen in ausgewählten europäischen Ländern mit Forderungsausfällen gegenüber in- und ausländischen Kunden im Frühjahr 2011
Statistik: Unternehmen mit Zahlungsausfällen im Ländervergleich
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
I. Begriff: Das Kunstwort „Ergonomie“ ist griechischen Ursprungs und setzt sich zusammen aus den Begriffen „ergon“, gleichbedeutend mit dem Begriff Arbeit und „nomos“, was mit Gesetz oder Regel übersetzt werden kann. Daraus folgt, dass die Ergonomie die Lehre der Gesetzmäßigkeit ... mehr
von  Prof. Dr. Thomas Bartscher
I. Begriff Ethno-Marketing ist die Ausgestaltung aller Beziehungen einer Unternehmung auf eine Zielgruppe, die sich aufgrund von historischen, kulturellen und sprachlichen Gegebenheiten von der Bevölkerungsmehrheit in einem Land unterscheidet. Die Unterschiede können Einfluss auf psychographische Kriterien wie bspw. andersartige Einstellungen, ... mehr
von  Prof. Dr. Tanju Aygün

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

vergibt als Förderbank und Mittelstandsbank günstige Kredite im Rahmen von Förderprogrammen der Bundesregierung u.a. für Existenzgründer und den Mittelstand sowie zugunsten des Umweltschutzes und der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit.Zur KfW Bankengruppe gehören die KfW Mittelstandsbank, die KfW Privatkundenbank, die KfW Kommunalbank, die KfW IPEX-Bank (Internationale Projekt- und Exportfinanzierung), die KfW Entwicklungsbank und die DEG (Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft).

Ausführliche Erklärung:

1. Charakterisierung: Wirtschaftsförderinstitut, das im Einklang mit strukturpolitischen Zielsetzungen der Bundesregierung, teils auch im Regierungsauftrag, aber in eigener Verantwortung nach bankwirtschaftlichen Grundsätzen handelt. Dies gilt bes. hinsichtlich der bankmäßigen Vertretbarkeit von Kreditrisiken. Im Bereich der inländischen Wirtschaftsförderung werden die Kredite vorwiegend im Rahmen von Kreditprogrammen vergeben, die für alle Kreditnehmer (und die durchleitenden Geschäftsbanken) einheitliche Konditionen vorsehen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau beschränkt sich aufgrund ihres gesetzlichen Auftrags auf solche Kreditgeschäfte, bei denen sie nicht in Konkurrenz zu den Geschäftsbanken tritt (Prinzip der Subsidiarität). Anteilseigner sind der Bund (80 Prozent) und die Bundesländer (20 Prozent). Die KfW Bankengruppe gilt nicht als Kreditinstitut im Sinn von § 1 KWG (§ 2 I Nr. 2 KWG); sie unterliegt aber der Bankenaufsicht mit Bezug auf Millionenkredite nach § 14 KWG und das Refinanzierungsregister (§§ 22a-22f KWG). Dem Vorstand obliegt die Geschäftsführung und die Vermögensverwaltung. Der Verwaltungsrat setzt sich zusammen aus Vertretern der Politik und der Kreditwirtschaft sowie aus verschiedenen Bereichen der Wirtschaft und Vertretern der Gewerkschaften.

Niederlassungen befinden sich neben dem Hauptsitz in Frankfurt a.M. auch in Berlin und Bonn. Vertreter der KfW Bankengruppe arbeiten in mehr als 70 Städten weltweit.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau wurde 1948 als Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Frankfurt a.M. gegründet, um den Wiederaufbau der dt. Wirtschaft zu finanzieren. Dabei entwickelte die Förderbank der Bundesrepublik Deutschland v.a. Programme für den Mittelstand und für Existenzgründer sowie für die Exportfinanzierung. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands flossen beträchtliche Mittel in mittelständische Wirtschaftsstrukturen der neuen Bundesländer.

Im Juli 2003 übernahm die Kreditanstalt für Wiederaufbau die Deutsche Ausgleichsbank (DtA) mit dem Ziel einer transparenten und effizienten Förderung von Mittelstand und Existenzgründern (KfW Mittelstandsbank). Das Inlandsfördervolumen der KfW Bankengruppe betrug im Jahre 2010 66,6 Mrd. Euro. An die gewerbliche Wirtschaft hat die KfW in 2010 28,5 Mrd. Euro ausgereicht. Im weit überwiegenden Teil profitierten hiervon kleine und mittelständische Unternehmen. Im internationalen Geschäft wurden Zusagen in Höhe von weiteren 15 Mrd. Euro erteilt. Das gesamte Neugeschäftsvolumen lag im Jahr 2010 mit 81,4 Mrd. Euro deutlich über dem des Vorjahres (+27 Prozent).

2. Hauptaufgaben/Hauptgeschäftsfelder: Die KfW Bankengruppe profilierte sich in den letzten Jahren auch als Förderbank der europäischen Wirtschaft. Sie ist in den Geschäftsfeldern Investitionsfinanzierung, Export- und Projektfinanzierung, Mezzanine-Finanzierungen, Eigenkapitalprodukte, der finanziellen Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern sowie in Beratungsangeboten und weiteren Dienstleistungen tätig.

3. Weitere Aufgaben/Geschäftsfelder sind die Förderung von Umwelt, Wohnen, Infrastruktur und Bildung. Bildungsförderung wird geleistet für Privatpersonen (Bildungskredit, Meister-BAföG, BAföG-Bankdarlehen). Investitionsfinanzierungen dt. Unternehmen im Ausland werden unterstützt (z.B. Neugründungen, Akquisitionen, Joint Ventures). Diese Art von Finanzierung kann sehr flexibel ausgestaltet werden, z.B. durch beteiligungsähnliche Darlehen, bei denen die Kreditanstalt für Wiederaufbau einen Teil des wirtschaftlichen Unternehmensrisikos trägt. Bei Investitionen im Ausland können sog. politische Risiken durch eine Investitionsgarantie des Bundes abgedeckt werden. Strukturierte Finanzierungen bestehen aus der Kombination verschiedener Kapitalmarktinstrumente. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau refinanziert ihre Kredite überwiegend auf dem nationalen und internationalen Kapitalmarkt durch die Ausgabe von Schuldverschreibungen (Anleihen) und die Aufnahme von Darlehen. Im Jahr 2010 hat die KfW an den internationalen Kapitalmärkten Mittel in Höhe von 76,4 Mrd. Euro aufgenommen. Für einzelne Kreditprogramme werden auch Mittel des ERP-Sondervermögens eingesetzt (ERP-Kredite). In den Jahren 2000/2001 begann die Kreditanstalt für Wiederaufbau Verbriefungsprogramme für Bankkredite (sog. Promotional Mittelstand Loan Securitisation und Provide-Residential Mortgage Securitisation). Dies soll die weitere Vergabe von Mittelstands- Wohnungsbaukrediten ermöglichen. Das "KfW Sonderprogramm 2009" wurde seitens der Bundesregierung als Reaktion auf die Finanzmarktkrise eingeführt, um insbesondere die  mittelständische Kreditversorgung sicherzustellen.

Zur lokalen Finanzierung im Ausland gewährt die Kreditanstalt für Wiederaufbau Globaldarlehen an Partnerbanken in Europa. Hiermit sollen kleine und mittlere Unternehmen sowie Infrastrukturvorhaben und Wohnungsbau unterstützt werden. Die im Rahmen der finanziellen Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern vergebenen Kredite und Zuschüsse werden aus dem Bundeshaushalt finanziert.

4. Tochtergesellschaften und wichtige Beteiligungen:
(1) KfW IPEX-Bank GmbH: für Projekt- und Unternehmensfinanzierung sowie für Handels- und Exportfinanzierung zuständig;
(2) Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG): Förderung des Engagements privater Unternehmen in Entwicklungs- und Transformationsländern;
(3) Technologie-Beteiligungs-Gesellschaft mbH (tbg): Betreuung von Altengagements. Neugeschäfte in der Beteiligungsfinanzierung erfolgen durch die KfW Mittelstandsbank;
(4) Finanzierungs- und Beratungsgesellschaft (FuB): Abwicklung von Sonderaufgaben der Währungsumstellung und die Geschäftsbesorgung für die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben;
(5) Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena): Förderung rationeller und umweltschonender Energieerzeugung und -nutzung (einschließlich erneuerbarer Energien).

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Literaturhinweise/Links
Sachgebiete
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Einleitung: Marktdesign als angewandte Forschungsdisziplin Beispiele für Fragen, mit denen sich Marktdesigner beschäftigen, sind: Welche Marktregeln führen zu effizientem Emissionshandel, und welche Organisationsform der europäischen Strombörse generiert wettbewerbliche Strompreise? Wie können innerbetriebliche Anreizsysteme die Mitarbeiter bestmöglich motivieren? Welche Informationsflüsse erzeugen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Axel Ockenfels
I. Medienmanagement als wirtschaftswissenschaftliche Disziplin 1. Medienökonomie und Medienmanagement: Gegenstand der Medienökonomie ist die ökonomische Analyse der Bedingungen journalistischer Produktion, der Distribution und des Konsums von Medieninhalten und Trägermedien. Unterschieden werden können dabei mikro- und makroökonomische Fragen bzw. Entscheidungen. Die makroökonomische Analyse im ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Insa Sjurts
I. Begriff und Anlässe Mit Unternehmungsbewertung bezeichnet man die Verfahren zur Wertermittlung von Unternehmen als Ganzes (Wert). Bei den unregelmäßig vorkommenden Anlässen lassen sich Situationen ohne Einigungszwang (z.B. Kauf und Verkauf von Unternehmen(steilen), Eintritt von Gesellschaftern, Verschmelzungen) und mit Einigungszwang (z.B. Berechnung ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Klaus Henselmann