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Lagerbuchführung

Definition

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Kurzerklärung:

Die Lagerbuchführung ist eine Nebenbuchführung, die die Finanzbuchhaltung ergänzt und Abrechnungsunterlagen für die Betriebsbuchhaltung schafft.

Ausführliche Erklärung:

1. Aufgaben: a) Art- und mengenmäßiger Nachweis der eingehenden, vorhandenen und ausgehenden Materialien eines Lagers zum Zwecke einer genauen Überwachung des Lagerbestands durch laufende Fortschreibung der Lagerbewegungen und zur Kontrolle der Lagerwirtschaft. – b) Mengen- und wertmäßiger Nachweis des Materialverbrauchs für Zwecke der Bilanz, Betriebsabrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) und Kalkulation.

2. Verfahren: Eine gesetzliche Verpflichtung besteht nicht, daher gibt es keine einheitlichen Formen. Zur Bestandsüberwachung genügt eine Lagerkartei (Lagerfachkartei), in der die Mengenbewegungen aufgrund von Lieferscheinen und Materialentnahmescheinen erfasst werden (Skontration). Neben der art- und mengenmäßigen Erfassung ist auch eine wertmäßige Buchung möglich. Wenn die Lagerbücher belegmäßig nachweisbare, vollständige Angaben über alle Bestandsveränderungen enthalten und mind. einmal jährlich eine körperliche Bestandsaufnahme durchgeführt wird zur Abstimmung des körperlichen mit den buchmäßigen Beständen, so kann das Inventar am Bilanzstichtag aufgrund der laufenden Inventur aufgestellt werden. V.a. bei Buchführung mit EDV bieten sich rationelle Möglichkeiten einer Verknüpfung von Finanzbuchhaltung und Materialwirtschaft an. In modernen Lagersystemen ist die Lagerbuchführung mit der automatischen Lagersteuerung synchronisiert.

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Sachgebiete
Lagerbuchführung
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
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