| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in 42.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Mehr zur Definition
Bücher (versandkostenfrei von beck-shop.de)
Das Übungsbuch erscheint gleichzeitig mit dem Klassiker »Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre« und setzt die gleichen Bearbeitungsschwerpunkte wie das Lehrbuch. ... mehr
Statistik (von statista.com)
Einnahmen aus der Kfz-Steuer in Deutschland
Einnahmen aus der Kraftfahrzeugsteuer in Deutschland von 2000 bis 2010 (in Millionen Euro)
Statistik: Einnahmen aus der Kfz-Steuer in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Akademische Arbeiten (von grin.com)
Zum Thema eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Bachelorarbeit, Seminararbeit oder Referat versandkostenfrei herunterladen (pdf-Datei):
Weitere akademische Arbeiten zur Definition "land- und forstwirtschaftliches Vermögen"
Fachartikel (aus Springer DE Fachzeitschriften)
Das Land Hessen hat im Rahmen der Neuen Verwaltungssteuerung die Nutzung der Daten optimiert. Die dazu notwendige Einführung einer Enterprise Data Warehouse-Architektur wurde vom Hessischen Competence Center für Neue Verwaltungssteuerung ... mehr

ANZEIGE

Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Die Expansion atypischer Beschäftigungsverhältnisse geht nicht nur in Deutschland einher mit einem Bedeutungsverlust von Normalarbeitsverhältnissen. Erheblichen Flexibilisierungsvorteilen der Unternehmen und zusätzlichen Erwerbschancen bestimmter Arbeitnehmer(-gruppen) stehen hierbei soziale bzw. Prekaritätsrisiken der betroffenen Beschäftigten gegenüber. Da die sozialen Sicherungssysteme grundsätzlich auf eine ... mehr
von  Prof. Dr. Berndt Keller, Privatdozent Dr. Fred Henneberger
Wissensmanagement beschäftigt sich mit dem Erwerb, der Entwicklung, dem Transfer, der Speicherung sowie der Nutzung von Wissen. Wissensmanagement ist weit mehr als Informationsmanagement.
von  Prof. Dr. Jetta Frost

ANZEIGE

land- und forstwirtschaftliches Vermögen

(weitergeleitet von landwirtschaftliches Vermögen)

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Alle Wirtschaftsgüter, die einem Betrieb der Land- und Forstwirtschaft zu dienen bestimmt sind, bes. Grund und Boden, Wohn- und Wirtschaftsgebäude, stehende und umlaufende Betriebsmittel, aber nicht Zahlungsmittel, Geldforderungen, Wertpapiere, Überbestände an umlaufenden Betriebsmitteln (§ 33 BewG).

Ausführliche Erklärung:

eine der Vermögensarten nach dem Bewertungsgesetz.

I. Begriff:

alle Wirtschaftsgüter, die einem Betrieb der Land- und Forstwirtschaft zu dienen bestimmt sind, bes. Grund und Boden, Wohn- und Wirtschaftsgebäude, stehende und umlaufende Betriebsmittel, aber nicht Zahlungsmittel, Geldforderungen, Wertpapiere, Überbestände an umlaufenden Betriebsmitteln (§ 33 BewG).

II. Bewertung:

1. Grundsteuer (§§ 34–62 BewG): a) Wirtschaftliche Einheit, für die ein Einheitswert festgestellt wird, ist der Betrieb der Land- und Forstwirtschaft, der beinhaltet:
(1) den Wirtschaftsteil: (a) land- und forstwirtschaftliche (landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche, weinbauliche, gärtnerische und sonstige land- und forstwirtschaftliche) oder Nutzungsteile; (b) bes. Wirtschaftsgüter (Abbauland, Geringstland und Unland); (c) Nebenbetriebe;
(2) den Wohnteil: Gebäude und Gebäudeteile, soweit sie dem Betriebsinhaber und zum Hausstand gehörigen Familienangehörigen und den Altenteilern (Altenteil) zu Wohnzwecken dienen.

b) Verfahren:
(1) Dem Wert für den Wirtschaftsteil ist der Ertragswert zugrunde zu legen, festgestellt in einem vergleichenden Verfahren: Die unterschiedliche Ertragsfähigkeit der gleichen Nutzungen in den verschiedenen Betrieben wird durch Vergleich der Ertragsbedingungen beurteilt und durch Zahlen ausgedrückt (Vergleichszahlen), die dem Verhältnis der Reinerträge entsprechen. Aus dem 100 Vergleichszahlen entsprechenden Ertragswert wird der Ertragswert für die einzelne Nutzung oder den Nutzungsteil abgeleitet (Vergleichswert). Zuschläge und Abschläge sind unter bes. Voraussetzungen möglich. Gesondert zu bewerten sind Nebenbetriebe und Abbauland mit dem Einzel-Ertragswert, Geringstland mit dem Hektarwert von 50 DM (etwa 25 Euro; vgl. § 52 BewG). Unland wird nicht erfasst.

Aus den Vergleichswerten, den Zu- und Abschlägen, den Einzelertragswerten sowie den gesondert zu bewertenden Wirtschaftsgütern ergibt sich unter Berücksichtigung der bes. Vorschriften für einzelne Nutzungen (§§ 50–62 BewG) der Wirtschaftswert.
(2) Der Wert für den Wohnteil wird nach dem Ertragswertverfahren für die Bewertung der Mietwohngrundstücke unter Berücksichtigung der Lage der Gebäude und eines Abschlags von 15 Prozent ermittelt (Ertragswert).

c) Den Einheitswert des Betriebes bilden zusammen der Wirtschaftswert und der Wohnungswert.

2. Erbschaftsteuer (§§ 140–144 BewG): Der Begriff des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens ist mit dem bei der Grundsteuer identisch. Erfasst werden Betriebsteil, Betriebswohnungen und Wohnteil. Die Bewertung des Wirtschaftsteils richtet sich grundsätzlich nach dem gemeinen Wert als sog. Fortführungswert, der im Ertragswertverfahren zu ermitteln ist (§ 163 BewG). Der Regelertragswert ergibt sich aus dem maßgebenden Reinertrag multipliziert mit dem Kapitalisierungsfaktor von 18,6. Betriebswohnungen und Wohnteil werden nach den Vorschriften, die für die Bewertung von Wohngrundstücken im Grundvermögen unter Berücksichtigung der Änderungen durch die Erbschaftsteuerreform - wirksam ab dem 1.1.2009 - gelten (Grundstücke), bewertet (§ 167 I, §§ 182 ff. BewG); Abschläge sind möglich.

III. Besonderheiten:

1. Der Betrieb kann ein Betriebsgrundstück darstellen (sofern zu einem gewerblichen Betrieb gehörig) und bildet dann Betriebsvermögen.

2. Für nicht als Betriebsgrundstück eingeordnete Betriebe erfolgt kein Einheitswertzuschlag.

3. Regelung für die neuen Bundesländer: Für das land- und forstwirtschaftliche Vermögen in den neuen Bundesländern wird kein Einheitswert, sondern ein Ersatzwirtschaftswert angesetzt.


ANZEIGE

Sachgebiete
land- und forstwirtschaftliches Vermögen
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff und Einordnung Unter Internet Business wird die Abwicklung von Geschäftsprozessen jedweder Art über das Internet verstanden. Darunter fallen sowohl interne Prozesse, die sich nur auf Kommunikationspartner innerhalb eines Unternehmens beziehen, als auch solche Prozesse, die zwischen zwei Geschäftspartnern außerhalb ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Dr. Markus Siepermann
I. Allgemein Die Erbschaftsteuer besteuert den Übergang von Vermögenswerten. Dies kann im Erbfall der Übergang der Vermögenswerte auf den Erben oder aber im Schenkungsfall unter Lebenden auch die Besteuerung der verschenkten Vermögenswerte sein. Auch die Vermögensübertragung im Falle einer Zweckzuwendung unterliegt ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Hans-Ulrich Dietz
I. Begriff Zweig der Agency-Theorie, dessen Schwerpunkt im Gegensatz zur positiven Agency-Theorie auf der Entwicklung und Analyse mathematischer Prinzipal-Agent-Modelle liegt. II. Merkmal Informationsasymmetrie Wesentliches Merkmal der Prinzipal-Agent-Theorie ist die Annahme, dass Prinzipal und Agent asymmetrisch informiert sind (Informationsasymmetrie). Dabei werden drei Arten asymmetrischer ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Mathias Erlei, Dr. Udo Schmidt-Mohr