| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in 42.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Mehr zur Definition
Bücher (versandkostenfrei von beck-shop.de)
Das Bankrechts-Handbuch hat im weitgehend nicht kodifizierten Bankrecht Maßstäbe gesetzt. Das richtungweisende Arbeitsbuch für die Praxis stellt die gesamte Rechtsmaterie ... mehr
Statistik (von statista.com)
Anzahl der Transaktionen im bargeldlosen Zahlungsverkehr
Anzahl der Transaktionen im bargeldlosen Zahlungsverkehr in Deutschland in den Jahren 2007 bis 2010 (in Milliarden)
Statistik: Anzahl der Transaktionen im bargeldlosen Zahlungsverkehr
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Akademische Arbeiten (von grin.com)
Zum Thema eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Bachelorarbeit, Seminararbeit oder Referat versandkostenfrei herunterladen (pdf-Datei):
Weitere akademische Arbeiten zur Definition "Lastschriftverfahren"
Fachartikel (aus Springer DE Fachzeitschriften)
Die Themen unter anderem: - Garantie auf erstes Anfordern - Beweisprobleme im Lastschriftverfahren ... mehr

ANZEIGE

Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
I. Position und Wesen der Eigenverantwortlichkeit Die Berufspflichten des Wirtschaftsprüfers (WP) sind umfangreich und bedeutend. Folgt man der Wirtschaftsprüferordnung (WPO) und dem Katalog des vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) herausgegebenen Wirtschaftsprüferhandbuches (WPH), der sich an der WPO orientiert, dann gehören ... mehr
von  WP Dr. Werner Krommes
Internationales Marketing ist die bewusst markt- und kompetenzorientierte Führung des gesamten Unternehmens in mehr als einem Land zur Steigerung des Unternehmenserfolges über alle Ländermärkte hinweg.
von  Prof. Dr. Christoph Burmann, Dr. Christian Becker

ANZEIGE

Lastschriftverfahren

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Bargeldloses Zahlungsverfahren, bei dem der Zahlungsempfänger unter Einschaltung eines Kreditinstituts einen Betrag vom Konto des Zahlungspflichtigen abbuchen lässt.

Ausführliche Erklärung:

1. Begriff: bargeldloses Zahlungsverfahren, bei dem der Zahlungsempfänger unter Einschaltung eines Kreditinstituts einen Betrag vom Konto des Zahlungspflichtigen abbuchen lässt. Der bankmäßige Zahlungsvorgang wird dabei (anders als bei der Überweisung) vom Zahlungsempfänger ausgelöst. Voraussetzung hierfür ist das Einverständnis des Zahlungspflichtigen. Vorteile des Lastschriftverfahrens für den Gläubiger bestehen v.a. darin, dass er den Zeitpunkt der Zahlung bestimmt und somit weiß, wann er über die entsprechenden Gegenwerte verfügen kann. Der Schuldner andererseits ist der Mühe enthoben, seine Zahlungstermine zu überwachen und Überweisungen oder Schecks auszustellen. Er ist allerdings in seinen finanziellen Dispositionen eingeschränkt, da der Zeitpunkt der Belastung seines Kontos durch den Gläubiger bestimmt wird. Rechtsgrundlage für das Lastschriftverfahren ist das zwischen den Spitzenverbänden des Kreditgewerbes sowie der Deutschen Bundesbank vereinbarte Abkommen über den Lastschriftverkehr (Lastschriftabkommen). Darin werden die Aufgaben und Haftungsverhältnisse der beteiligten Kreditinstitute geregelt.

2. Verfahrensarten: a) Abbuchungsverfahren: Der Zahlungspflichtige beauftragt seine Bank, die von einem bestimmten Zahlungsempfänger ausgestellten Lastschriften zulasten seines Kontos einzulösen. Der Abbuchungsauftrag des Zahlungspflichtigen ist jederzeit vom Zahlungspflichtigen kündbar. Bei diesem Verfahren steht dem Zahlungspflichtigen kein Widerspruchsrecht gegen die Belastungsbuchung zu. Das Abbuchungsverfahren soll dem individuell gestalteten Zahlungsverkehr dienen, z.B. dem Einzug von Forderungen aus einzelnen Lieferungen und Leistungen.

b) Einzugsermächtigungsverfahren: Der Zahlungspflichtige erteilt dem Zahlungsempfänger schriftlich eine Ermächtigung, auf ihn Lastschriften zu ziehen. Bei diesem Verfahren wird dem Zahlungspflichtigen das Recht eingeräumt, ohne Angabe von Gründen der Belastung zu widersprechen und eine Wiedergutschrift des belasteten Betrages zu verlangen. Der Lastschrift kann grundsätzlich zeitlich unbefristet widersprochen werden, wobei die dt. Kreditwirtschaft in ihren AGB (Nr. 7 III) gegenüber ihren Kunden vereinbart hat, dass die Belastungsbuchungen aus Einzugsermächtigungslastschriften spätestens dann endgültig sind, wenn der Zahlungspflichtige der Belastung nicht binnen sechs Wochen nach Zugang des Rechnungsabschlusses widersprochen hat. Das Einzugsermächtigungsverfahren ist für typische Massengeschäfte gedacht und eignet sich neben dem Einzug regelmäßig wiederkehrender Forderungen auch für die Verrechnung von bargeldlosen Zahlungen mit der Bankkundenkarte und Unterschrift im Handel. In der Praxis hat das Einzugsermächtigungsverfahren eine wesentlich größere Bedeutung als das Abbuchungsverfahren erlangt, da es für die Kreditinstitute rationeller ist. Im Interbankenverkehr werden Lastschriften voll elektronisch abgewickelt (elektronischer Zahlungsverkehr/Lastschrift (EZL)). Dem belasteten Kunden werden sie im Kontoauszug angezeigt. Bei Nichteinlösen der Lastschrift (z.B. mangels Deckung auf dem Konto des Zahlungspflichtigen) erfolgt eine Rücklastschrift in vollautomatisierter Form unter Angabe des Rückgabegrundes (z.B. „Konto erloschen“ oder „wegen Widerspruchs“). Bei Lastschriftbeträgen ab 3.000 Euro erfolgt zusätzlich eine Eilnachricht an die erste Inkassostelle.

Vgl. auch Electronic Cash, ELV, SEPA-Lastschrift.


ANZEIGE

Sachgebiete
Lastschriftverfahren
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff und Entwicklung Bankassurance oder Assurancebanking bezeichnet die Zusammenarbeit und den gemeinsamen Marktauftritt von Kreditinstituten (Banken) und Versicherungsunternehmen, auch allgemein Allfinanz genannt. Ziel dabei ist es, den Kunden ein umfassendes und abgestimmtes Produktangebot an Finanzdienstleistungen zu unterbreiten und so die ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Reinhold Hölscher, Dr. Ulrike Erdmann
I. Begriff Der Begriff internationale Logistik bezeichnet Logistiksysteme und -prozesse, die die nationalen Grenzen überschreiten. Ein Blick in die gegenwärtige Wirtschaftspraxis zeigt, dass bereits heute die große Zahl der Logistiksysteme grenzüberschreitend ausgelegt ist. Das bildet das Ergebnis der fortschreitenden Internationalisierung in ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Univ.-Prof. Dr. Ingrid Göpfert
I. Begriff Ein Enterprise-Resource-Planning-System oder kurz ERP-System dient der funktionsbereichsübergreifenden Unterstützung sämtlicher in einem Unternehmen ablaufenden Geschäftsprozesse. Entsprechend enthält es Module für die Bereiche Beschaffung/Materialwirtschaft, Produktion, Vertrieb, Forschung und Entwicklung, Anlagenwirtschaft, Personalwesen, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling usw., die über eine (in ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Richard Vahrenkamp, Dr. Christoph Siepermann