| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Ärztemangel, Kostenexplosion und ständig steigende Kundenanforderungen – benötigt der Gesundheitsbereich eine Revolution oder helfen bewährte Methoden aus der Industrie? Anhand ... Vorschau
22.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Umsatz der wichtigsten Branchen in der Industrie
Umsätze der wichtigsten Industriebranchen in Deutschland im Jahr 2010 (in Milliarden Euro)
Statistik: Umsatz der wichtigsten Branchen in der Industrie Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Die Neue Institutionenökonomik (NIÖ) ist eine seit den 1970er-Jahren aufstrebende Forschungsrichtung der Volkswirtschaftslehre. Zu ihren Vorläufern gehören Coase, Demsetz, Alchian, Olson, Buchanan und Tullock, zu ihren Hauptbegründern zählen u.a. Williamson, Jensen und Meckling. Im deutschen Sprachraum hat v.a.. Richter die ... mehr
von  Apl. Prof. Dr. Dr. Helge Peukert
Unter Internet Business wird die Abwicklung von Geschäftsprozessen jedweder Art über das Internet verstanden. Darunter fallen sowohl interne Prozesse, die sich nur auf Kommunikationspartner innerhalb eines Unternehmens beziehen, als auch solche Prozesse, die zwischen zwei Geschäftspartnern außerhalb des Unternehmens bestehen. ... mehr
von  Dr. Markus Siepermann

Lean Production

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Unter Lean Production versteht man den sowohl sparsamen als auch zeiteffizienten Einsatz der Produktionsfaktoren Betriebsmittel, Personal, Werkstoffe, Planung und Organisation im Rahmen aller Unternehmensaktivitäten.

Ausführliche Erklärung:

1. Begriff: Lean Production ist der sparsame und zeiteffiziente Einsatz der Produktionsfaktoren Betriebsmittel, Personal, Werkstoffe, Planung und Organisation bei allen Unternehmensaktivitäten.

2. Die Ziele der Lean Production beziehen sich auf die Optimierung der Produktivität der Produktionsfaktoren und der Qualität der Produkte sowie die Flexibilität des Produktionsapparates.
(1) Die Produktivität kann verbessert werden, wenn es gelingt, bei gleicher Ausbringungsmenge (Output) den Einsatz einzelner oder aller Produktionsfaktoren zu senken, z.B. durch Abbau von überflüssigen Lagerbeständen, Abbau nicht ausgelasteter Kapazitäten inkl. Personal, Streichung von Hierarchieebenen, Verkürzung der Durchlaufzeiten der Produkte durch das Just-in-Time-Prinzip, die flexible Arbeitszeit oder Business Process Reengineering.
(2) Die Produktqualität kann durch die Verbesserung des Produktionsprozesses erhöht werden, z.B. durch ständige Qualitätskontrollen, sofortige Nachbearbeitung defekter Produkte oder Produktteile, Vermeidung von Ausschuss in Produktion und Beschaffung, enge Zusammenarbeit mit den Zulieferfirmen, auch bei der Produktentwicklung.
(3) Flexibilität bedeutet die Fähigkeit, ein breites Spektrum von Produktmengen oder Produktvarianten kostengünstig und zeiteffizient herstellen zu können. Dieses Ziel kann v.a. durch flexible Arbeitszeit und damit Nutzung temporärer Kapazitäten und durch die Einführung flexibler Produktionssysteme oder der Jobrotation erreicht werden.

3. Grenzen:
(1) Das Modell der Lean Production minimiert die Kapazitäts- und Personalkosten für ein bestimmtes Auftragsniveau. Es vernachlässigt daher in seiner ursprünglichen Form die absatzpolitische Seite und konzentriert sich zu sehr auf Kostenentlastungen.
(2) Die Minimierung des Personal- und Kapazitätsbestandes sowie der weit gehende Abbau der Lagerbestände können dazu führen, dass das Unternehmen keinerlei Reserven für unvorhersehbare Störungen in Produktion, Distribution und Beschaffungslogistik aufweist.
(3) Die Minimierung der Durchlaufzeiten und Lagerbestände erfordert ein rechtzeitiges Anliefern der von außen bezogenen Einzelteile und Materialien nach dem Just-in-Time-Prinzip. Das bedeutet i.d.R., dass von den Zulieferern häufiger kleine Mengen zum Produzenten transportiert werden müssen, was die Auslastung der Speditionsfahrzeuge ungünstig beeinflusst. Die daraus resultierenden unnötigen Emissionen durch den Transport und andere Umweltbeeinträchtigungen werden vom Lean Production-Konzept nicht betrachtet.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Lean Production
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff Bankgeschäfte § 1 Abs. 1 des Gesetzes über das Kreditwesen (kurz: Kreditwesengesetz, KWG) ordnet Unternehmen als Kreditinstitute ein, wenn sie bereits eines der nachstehenden Bankgeschäfte tätigen. Bankgeschäfte sind danach die Annahme fremder Gelder als Einlagen oder anderer unbedingt rückzahlbarer Gelder ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Detlef Hellenkamp
I. Definition und Abgrenzung zu Normalarbeitsverhältnissen Normalarbeitsverhältnisse sind definiert als unbefristete Vollzeitarbeitsverhältnisse, die vollständig in die sozialen Sicherungssysteme integriert sind, eine Identität von Arbeits- und Beschäftigungsverhältnis aufweisen, d.h. nicht in Form von Leiharbeit ausgeübt werden, und bei denen eine Gebundenheit des ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Berndt Keller, Privatdozent Dr. Fred Henneberger
I. Begriff und Motivation Unter Data Mining versteht man die Anwendung von Methoden und Algorithmen zur möglichst automatischen Extraktion empirischer Zusammenhänge zwischen Planungsobjekten, deren Daten in einer hierfür aufgebauten Datenbasis bereitgestellt werden. Bspw. kann so ermittelt werden, welche Produkte häufig zusammen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Richard Lackes