| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in 50.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Ärztemangel, Kostenexplosion und ständig steigende Kundenanforderungen -benötigt der Gesundheitsbereich eine Revolution, oder helfen bewährte Methoden aus der Industrie? Anhand von ... Vorschau
Statistik (von statista.com)
Umsatz der wichtigsten Branchen in der Industrie
Umsätze der wichtigsten Industriebranchen in Deutschland im Jahr 2010 (in Milliarden Euro)
Statistik: Umsatz der wichtigsten Branchen in der Industrie Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
„Handel ist Wandel“ ist ein gefälliges Sprichwort, das von Führungskräften in Handelsunternehmen allzu gerne benutzt wird, wenn es darum geht, die andauernd notwendige Veränderungsbereitschaft in Handelsunternehmen in prägnante Worte zu fassen. Inhalt dieses Schwerpunktbeitrags sind die aktuellen Veränderungen in der ... mehr
von  Prof. Dr. Alexander Hennig, Prof. Dr. Willy Schneider
Unter dem Begriff Venture-Capital fasst man einen Teilbereich des Private-Equity-Geschäfts. Während Letzteres generell den Handel mit Eigenkapitalanteilen an nicht börsennotierten Unternehmen bezeichnet, handelt es sich beim Venture-Capital um zeitlich begrenzte Mittelüberlassungen in Form von Eigenkapital an das Spezialsegment der jungen ... mehr
von  Prof. Dr. Wolfgang Breuer

Lean Production

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Unter Lean Production versteht man den sowohl sparsamen als auch zeiteffizienten Einsatz der Produktionsfaktoren Betriebsmittel, Personal, Werkstoffe, Planung und Organisation im Rahmen aller Unternehmensaktivitäten.

Ausführliche Erklärung:

1. Begriff: Lean Production ist der sparsame und zeiteffiziente Einsatz der Produktionsfaktoren Betriebsmittel, Personal, Werkstoffe, Planung und Organisation bei allen Unternehmensaktivitäten.

2. Die Ziele der Lean Production beziehen sich auf die Optimierung der Produktivität der Produktionsfaktoren und der Qualität der Produkte sowie die Flexibilität des Produktionsapparates.
(1) Die Produktivität kann verbessert werden, wenn es gelingt, bei gleicher Ausbringungsmenge (Output) den Einsatz einzelner oder aller Produktionsfaktoren zu senken, z.B. durch Abbau von überflüssigen Lagerbeständen, Abbau nicht ausgelasteter Kapazitäten inkl. Personal, Streichung von Hierarchieebenen, Verkürzung der Durchlaufzeiten der Produkte durch das Just-in-Time-Prinzip, die flexible Arbeitszeit oder Business Process Reengineering.
(2) Die Produktqualität kann durch die Verbesserung des Produktionsprozesses erhöht werden, z.B. durch ständige Qualitätskontrollen, sofortige Nachbearbeitung defekter Produkte oder Produktteile, Vermeidung von Ausschuss in Produktion und Beschaffung, enge Zusammenarbeit mit den Zulieferfirmen, auch bei der Produktentwicklung.
(3) Flexibilität bedeutet die Fähigkeit, ein breites Spektrum von Produktmengen oder Produktvarianten kostengünstig und zeiteffizient herstellen zu können. Dieses Ziel kann v.a. durch flexible Arbeitszeit und damit Nutzung temporärer Kapazitäten und durch die Einführung flexibler Produktionssysteme oder der Jobrotation erreicht werden.

3. Grenzen:
(1) Das Modell der Lean Production minimiert die Kapazitäts- und Personalkosten für ein bestimmtes Auftragsniveau. Es vernachlässigt daher in seiner ursprünglichen Form die absatzpolitische Seite und konzentriert sich zu sehr auf Kostenentlastungen.
(2) Die Minimierung des Personal- und Kapazitätsbestandes sowie der weit gehende Abbau der Lagerbestände können dazu führen, dass das Unternehmen keinerlei Reserven für unvorhersehbare Störungen in Produktion, Distribution und Beschaffungslogistik aufweist.
(3) Die Minimierung der Durchlaufzeiten und Lagerbestände erfordert ein rechtzeitiges Anliefern der von außen bezogenen Einzelteile und Materialien nach dem Just-in-Time-Prinzip. Das bedeutet i.d.R., dass von den Zulieferern häufiger kleine Mengen zum Produzenten transportiert werden müssen, was die Auslastung der Speditionsfahrzeuge ungünstig beeinflusst. Die daraus resultierenden unnötigen Emissionen durch den Transport und andere Umweltbeeinträchtigungen werden vom Lean Production-Konzept nicht betrachtet.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Lean Production
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff Die Wirtschaftsgeografie beschäftigt sich mit der räumlichen Dimension wirtschaftlicher Prozesse und Aktivitäten. An der Schnittstelle zwischen Geowissenschaften, Geografie und Wirtschaftswissenschaften untersucht sie das Verhältnis von Wirtschaft und Raum und bemüht sich deshalb um eine Synthese von Wirtschaftsforschung und geografischer ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Hans-Dieter Haas, Dr. Simon-Martin Neumair
I. Einführung Im Bereich der Informationstechnologie (IT) ermöglicht Cloud Computing neue Verfahren zur Bereitstellung von IT-Ressourcen, d.h. solchen Ressourcen, die Unternehmen bei der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) unterstützen. Beispiele hierfür sind Server oder Software-Anwendungen. Anstatt IT-Ressourcen in unternehmenseigenen Rechenzentren zu betreiben, können ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Christoph Fehling, Professor Dr. Frank Leymann
I. Grundlagen Die Aufgabe der Produktionsplanung und -steuerung als Teilbereich des operativen Produktionsmanagements besteht darin, für einen reibungslosen und wirtschaftlichen Produktionsprozess bei gegebenen und (weitgehend) unveränderbaren Kapazitäten zu sorgen. Im Einzelnen ist dabei festzulegen, welche absatzbestimmten Produkte in welchen Mengen im Planungszeitraum ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Dr. Christoph Siepermann