| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
In dem Lehrbuch vermittelt der Autor das Verständnis wirtschaftspolitischer Entscheidungen, ihr Zustandekommen und ihre politisch-ökonomisch Analyse. Ausgehend von den allokationstheoretischen ... Vorschau
27.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Verhängte Bußgelder des Bundeskartellamts
Vom Bundeskartellamt verhängte Bußgelder von 1993 bis 2010 (in Millionen Euro)
Statistik: Verhängte Bußgelder des Bundeskartellamts Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Unter Managed Care wird im weitesten Sinne gesteuerte Versorgung verstanden. Dies bedeutet insbesondere, dass selektive Verträge geschlossen werden, Managementmethoden aus der allgemeinen Managementlehre übertragen werden und die Trennung von Leistungserstellung und Leistungsfinanzierung zumindest partiell aufgehoben wird. In der Literatur findet ... mehr
von  Prof. Dr. Volker Eric Amelung, Prof. Dr. Axel Mühlbacher, PD Dr. Christian Krauth
Die Balanced Scorecard ist ein Verbindungsglied zwischen Strategiefindung und -umsetzung. In ihrem Konzept werden die traditionellen finanziellen Kennzahlen durch eine Kunden-, eine interne Prozess- und eine Lern- und Entwicklungsperspektive ergänzt
von  Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber

Learning by Doing Economies

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

sinkende totale Durchschnittskosten in der Produktion im Zeitablauf durch Lerneffekte und Hebung von Effizienzen.

Ausführliche Erklärung:

Lernkurveneffekte; können als dynamisierte Effekte von Economies of Scale interpretiert werden, da die Stückkosten eines Unternehmens nicht nur von der aktuellen Produktionsmenge, sondern auch von der in der Vergangenheit produzierten Menge abhängen. Das Potenzial zur Kostensenkung wird in der Erfahrungskurve dokumentiert, die angibt, um welchen Prozentsatz die Stückkosten bei einer Verdopplung der Produktionsmenge jeweils fallen. Gründe für diese Ersparnis können Lerneffekte sein, aber auch eine effizientere Produktion, wie z.B. eine Reduktion der Ausschussquoten. Die Erfahrungskurve gibt Auskunft über mögliche Wettbewerbsstrategien und ist als Instrument für die strategischen Planungen anzusehen. Dieser als Learning by Doing bezeichnete Prozess kann zu Wettbewerbsvorteilen eines Unternehmens gegenüber Newcomern führen. Das Phänomen ist seit langem in Unternehmen und Haushalten bekannt, wurde aber zuerst beobachtet und als ökonomisches Konzept formuliert bei der Massenproduktion von Flugzeugen während des Zweiten Weltkrieges. Die Abbildung „Learning by Doing Economies“ verdeutlicht alternative Lernkostenkurven (DTK1, DTK2 bzw. DTK3) bei kumuliertem Output im Zeitablauf.

Wenn Learning by Doing Economies eine große Rolle spielen würde (wie im Fall DTK3), könnte dadurch eine Monopolisierungstendenz ausgelöst werden, die jedoch durch verschiedene Faktoren gemildert wird:
(1) Das Potenzial für Kostenersparnisse durch Learning by Doing sinkt im Zeitablauf, da die ständige Wiederholung der Produktionsabläufe immer weniger neue Erfahrungen mit sich bringt.
(2) Im Zeitablauf werden sich die Produktionserfahrungen eines Unternehmens durch den Wechsel von Mitarbeitern, das Auslaufen von Patenten und das Publikwerden von Produktionstechniken nicht geheim halten lassen (Spillover-Effekt), sodass die Kostennachteile der Konkurrenten geringer sein werden als im Fall vollkommen unternehmensspezifischer Lernkurven.
(3) Im Fall eines raschen technologisch bedingten Wechsels des Produktdesigns gehen die Vorteile der Lernkurve verloren; ein Newcomer kann sehr rasch eine neue überlegene Lernkurve realisieren.

Lernkosten-Ersparnisse können bei der Produktion von Gütern eine Rolle spielen; falls diese Kostenersparnisse wesentlich sind, wird die Konzentrationstendenz auf den entsprechenden Produktmärkten verstärkt (Unternehmenskonzentration).

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Learning by Doing Economies
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff Beschwerdemanagement umfasst die Planung, Durchführung und Kontrolle aller Maßnahmen, die ein Unternehmen im Zusammenhang mit Kundenbeschwerden ergreift. II. Ziele des Beschwerdemanagements Das generelle Ziel des Beschwerdemanagements liegt darin, Gewinn und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens dadurch zu erhöhen, dass Kundenabwanderungen unzufriedener Kunden vermieden ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Bernd Stauss
I. Zweck und Ziel Die Börsenkommunikation gehört zu den Kommunikationsformen der Public Relations (PR). Ihr zentraler Zweck ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens am Kapitalmarkt zu sichern. Die Aktie wird dabei weniger als Anteilsschein am Unternehmen, sondern vielmehr als eigenständiges Produkt ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Dr. Perry Reisewitz
I. Grundlagen Integrationen im Zuge von Unternehmensakquisitionen und -fusionen (Post Merger Integration) finden unter spezifischen Rahmenbedingungen und wechselnden Vorzeichen statt. Nichtsdestoweniger lassen sich fünf wichtige Kernaufgaben identifizieren, die bei jeder Post Merger Integration nahezu immer die gleichen sind. Nur die erfolgreiche ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Gerhard Schewe