| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 50.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Werner Mussnig integriert investitionstheoretische Kalküle in das Kosten- und Erlösmanagement. Es entsteht ein schlüssiger Gesamtansatz, der durch die Bereitstellung von ... Vorschau
42.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 39,90 € - inkl. weiterer 50.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Ausstoß von CO2 in Deutschland
Höhe der CO2-Emissionen in Deutschland in den Jahren 1990 bis 2010 (in Millionen Tonnen)
Statistik: Ausstoß von CO2 in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Mit Unternehmungsbewertung bezeichnet man die Verfahren zur Wertermittlung von Unternehmen als Ganzes (Wert). Unternehmensbewertungen als periodisches Rechenwerk werden sowohl bei der wertorientierten Unternehmensführung (z.B. Entscheidungen zur Geschäftsfeldstrategie, Leistungsbeurteilung von Führungskräften) als auch bei der externen Rechnungslegung nach HGB und IFRS ... mehr
von  Prof. Dr. Klaus Henselmann
I. Charakterisierung: 1. Begriff Der Begriff des Nonprofit Managements (auch als Not-for-Profit Management oder NPO-Management bezeichnet) beinhaltet das Management von Nonprofit-Organisationen (NPO). Als NPO im engeren Sinn werden Organisationen bezeichnet, die einen institutionellen Rahmen besitzen, sich in privater Trägerschaft befinden, ... mehr
von  Prof. Dr. Bernd Helmig

Life Cycle Costing

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Life Cycle Costing (Lebenszykluskostenrechnung) ist ein Verfahren zur lebenszyklusorientierten Bewertung von Investitionsalternativen. Die Methode zielt durch die Betrachtung zukünftiger Zahlungsströme auf eine Identifikation von Austauschbeziehungen (Trade-offs) ab.

 

 

 

 

Ausführliche Erklärung:

1. Beschreibung: Life Cycle Costing (Lebenszykluskostenrechnung) ist ein Verfahren zur lebenszyklusorientierten (Lebenszyklus) Bewertung von Investitionsalternativen. Die Methode zielt durch die Betrachtung zukünftiger Zahlungsströme auf eine Identifikation von Austauschbeziehungen (Trade-offs) ab.

2. Entstehung: Ihren Ursprung hat die Methode in den 1930er-Jahren, als sie für die Beschaffung von Traktoren eingesetzt wurde. Eine Reihe von Varianten wurde entwickelt, wobei die hier vorgestellte Methode die Überlegung ansetzt, dass die Anschaffungskosten nur für einen kleinen Teil der über den gesamten Lebenszyklus anfallenden Kosten verantwortlich sind.

3. Geltungsbereich und Systemgrenzen: Das Life Cycle Costing (LCC) kann weltweit angewendet werden und weist aufgrund seiner Lebenszyklusbetrachtung die Systemgrenze „Cradle-to-Grave“ (s. Cradle-to-Cradle) auf.

4. Bewertungsobjekt und Bewertungsgröße: Bewertet werden können Projekte, Produkte und Dienstleistungen, wobei jeweils die Material- und Energieflüsse, die zu späteren Ein- und Auszahlungen führen, als Bewertungsgröße dienen.

5. Ziel und Annahmen: Die Methode betrachtet die Investitionsalternativen aus Gesamtkostensicht und versucht diesen Gedanken in der Planung, Bewertung und dem Vergleich der Alternativen sowohl aus Beschaffungs- als auch aus Entwicklungsperspektive umzusetzen. Damit der Vergleich durchführbar ist, wird angenommen, dass die zu bewertenden Alternativen gleiche Funktionalität bieten.

6. Vorgehensweise: a) Zielfestlegung: Vor der Identifikation möglicher Alternativen müssen die geforderten Funktionen und Leistungen festgelegt werden.
b) Identifikation möglicher Alternativen: Auf Grundlage der Zielfeststellung werden Alternativen identifiziert, die die Anforderungen erfüllen.

c) Erfassung der notwendigen Informationen: Zu den zu erfassenden Informationen gehören u.a. die Dauer des Lebenszyklus, die Höhe des Diskontierungssatzes und die Bestimmung der zukünftigen Zahlungsströme.

d) Festlegung der Zielkosten: Festlegung akzeptabler Kosten in den einzelnen Phasen des Lebenszyklus.

e) Ergebnisanalyse: Diskontierung der anfallenden Zahlungsströme auf den Anschaffungszeitpunkt (siehe Kapitalwert).

7. Ergebnis: Nach der Diskontierung der identifizierten Zahlungsströme auf den Anschaffungszeitpunk kann die Alternative mit den geringeren Lebenszykluskosten als vorteilhaft angesehen werden.

8. Kritische Würdigung: Positive Aspekte des Verfahrens sind die Betrachtung des Lebenszyklus, die Möglichkeit Trade-offs zu identifizieren und die Kombinierbarkeit mit Methoden der Ökobilanzierung (LCA). Problematisch gestaltet sich u.U. jedoch die Datenerfassung und -prognose sowie deren Unsicherheit. Außerdem können Liquiditätsengpässe die Umsetzung der Ergebnisse der Analyse behindern.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Life Cycle Costing
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
Wissensmanagement beschäftigt sich mit dem Erwerb, der Entwicklung, dem Transfer, der Speicherung sowie der Nutzung von Wissen. Wissensmanagement ist weit mehr als Informationsmanagement (z.B. Beerheide/ Katenkamp 2011). Information ist die notwendige Voraussetzung zur Generierung von Wissen. Deshalb kann man Informationen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Jetta Frost
I. Zweck Der Lagebericht verkörpert ein rechtlich und funktional eigenständiges Rechnungslegungsinstrument der jährlichen Pflichtpublizität von Unternehmen neben dem Jahresabschluss. Er erläutert den Jahresabschluss und ergänzt diesen um Informationen allgemeiner Art über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft. ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Hans-Joachim Böcking, Prof. Dr. Norbert Pfitzer, Prof. Dr. Peter Oser
Stresstests dienen der Überprüfung der Verlustanfälligkeit von Kreditinstituten. Sie zeigen die Konsequenzen auf, für den Fall, dass außergewöhnliche, aber plausible Ereignisse eintreten. Dabei existieren zahlreiche unterschiedliche Verfahren von Stresstests, die jedoch einem gemeinsamen Ziel dienen: der Bestimmung der Widerstandsfähigkeit von ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Detlev Hummel