| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Supply Chain Management hat sich zu einem betriebswirtschaftlichen Fachgebiet mit besonders gravierendem Wandel entwickelt. Insbesondere werden bei einer Supply Chain ... Vorschau
29.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Ausstoß von CO2 in Deutschland
Höhe der CO2-Emissionen in Deutschland in den Jahren 1990 bis 2010 (in Millionen Tonnen)
Statistik: Ausstoß von CO2 in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
I. Ausgangslage und Ziele Die Energiewende, die Realisierung eines Konzepts für ein Energieversorgungssystem in der Bundesrepublik Deutschland, das auf erneuerbaren Energien basiert, sieht vor, den Anteil dieser erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von knapp 20 Prozent im Jahr 2011 auf ... mehr
von  Prof. Dr. Claudia Kemfert
I. Charakterisierung Die Neukeynesianische Makroökonomik oder Neue Keynesianische Makroökonomik ist eine vollständig mikrofundierte makroökonomische Theorie. Sie steht in der Tradition der Theorie des dynamischen allgemeinen Gleichgewichts und ist aus der realen Konjunkturtheorie (Real Business Cycle Theory) durch Berücksichtigung nominaler Rigiditäten ... mehr
von  Prof. Dr. Hans-Werner Wohltmann

Life Cycle Costing

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Life Cycle Costing (Lebenszykluskostenrechnung) ist ein Verfahren zur lebenszyklusorientierten Bewertung von Investitionsalternativen. Die Methode zielt durch die Betrachtung zukünftiger Zahlungsströme auf eine Identifikation von Austauschbeziehungen (Trade-offs) ab.

 

 

 

 

Ausführliche Erklärung:

1. Beschreibung: Life Cycle Costing (Lebenszykluskostenrechnung) ist ein Verfahren zur lebenszyklusorientierten (Lebenszyklus) Bewertung von Investitionsalternativen. Die Methode zielt durch die Betrachtung zukünftiger Zahlungsströme auf eine Identifikation von Austauschbeziehungen (Trade-offs) ab.

2. Entstehung: Ihren Ursprung hat die Methode in den 1930er-Jahren, als sie für die Beschaffung von Traktoren eingesetzt wurde. Eine Reihe von Varianten wurde entwickelt, wobei die hier vorgestellte Methode die Überlegung ansetzt, dass die Anschaffungskosten nur für einen kleinen Teil der über den gesamten Lebenszyklus anfallenden Kosten verantwortlich sind.

3. Geltungsbereich und Systemgrenzen: Das Life Cycle Costing (LCC) kann weltweit angewendet werden und weist aufgrund seiner Lebenszyklusbetrachtung die Systemgrenze „Cradle-to-Grave“ (s. Cradle-to-Cradle) auf.

4. Bewertungsobjekt und Bewertungsgröße: Bewertet werden können Projekte, Produkte und Dienstleistungen, wobei jeweils die Material- und Energieflüsse, die zu späteren Ein- und Auszahlungen führen, als Bewertungsgröße dienen.

5. Ziel und Annahmen: Die Methode betrachtet die Investitionsalternativen aus Gesamtkostensicht und versucht diesen Gedanken in der Planung, Bewertung und dem Vergleich der Alternativen sowohl aus Beschaffungs- als auch aus Entwicklungsperspektive umzusetzen. Damit der Vergleich durchführbar ist, wird angenommen, dass die zu bewertenden Alternativen gleiche Funktionalität bieten.

6. Vorgehensweise: a) Zielfestlegung: Vor der Identifikation möglicher Alternativen müssen die geforderten Funktionen und Leistungen festgelegt werden.
b) Identifikation möglicher Alternativen: Auf Grundlage der Zielfeststellung werden Alternativen identifiziert, die die Anforderungen erfüllen.

c) Erfassung der notwendigen Informationen: Zu den zu erfassenden Informationen gehören u.a. die Dauer des Lebenszyklus, die Höhe des Diskontierungssatzes und die Bestimmung der zukünftigen Zahlungsströme.

d) Festlegung der Zielkosten: Festlegung akzeptabler Kosten in den einzelnen Phasen des Lebenszyklus.

e) Ergebnisanalyse: Diskontierung der anfallenden Zahlungsströme auf den Anschaffungszeitpunkt (siehe Kapitalwert).

7. Ergebnis: Nach der Diskontierung der identifizierten Zahlungsströme auf den Anschaffungszeitpunk kann die Alternative mit den geringeren Lebenszykluskosten als vorteilhaft angesehen werden.

8. Kritische Würdigung: Positive Aspekte des Verfahrens sind die Betrachtung des Lebenszyklus, die Möglichkeit Trade-offs zu identifizieren und die Kombinierbarkeit mit Methoden der Ökobilanzierung (LCA). Problematisch gestaltet sich u.U. jedoch die Datenerfassung und -prognose sowie deren Unsicherheit. Außerdem können Liquiditätsengpässe die Umsetzung der Ergebnisse der Analyse behindern.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Life Cycle Costing
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff und Bedeutung 1. Begriff Consulting ist die individuelle Aufarbeitung betriebswirtschaftlicher Problemstellungen durch Interaktion zwischen externen, unabhängigen Personen oder Beratungsorganisationen und einem um Rat nachsuchenden Klienten. Unternehmensberatung ist der Teilbereich des Consulting, der auf den speziellen Organisationstyp Unternehmung abgestellt ist. Obwohl die ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Rolf-Dieter Reineke
I. Begriff Unter einer strategischen Planung wird die Institutionalisierung eines umfassenden Prozesses verstanden, um zu entscheiden, in welche Richtung sich ein Unternehmen (oder ein Teilbereich des Unternehmens) entwickeln soll, d.h. welche Erfolgspotenziale es nutzen und ausschöpfen sollte, und welchen Weg in ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Günter Müller-Stewens
I. Begriff Customer Relationship Management (CRM) basiert auf dem Relationship Marketing, das die Beziehungen zu den Kunden betrachtet, dem Knowledge Management mit seinem immer umfangreicheren Wissen über Kunden, dem Business Process Management, das die Kundenprozesse strukturiert, und weiteren neuen Technologien, insbesondere ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Heinrich Holland