| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Abgestimmt auf das Curriculum von wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor-Studiengängen bietet dieses Buch die optimale Prüfungsvorbereitung. Mit Übungsklausuren und Prüfungsfragen vermittelt das Werk ... Vorschau
26.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Abschreibungen in Deutschland
Abschreibungen in der gesamten deutschen Volkswirtschaft von 2001 bis 2010 (in Milliarden Euro)
Statistik: Abschreibungen in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Corporate Governance bezeichnet den rechtlichen und faktischen Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens. Unvollständige Verträge und unterschiedliche Interessenlagen bieten den Stakeholdern prinzipiell Gelegenheiten wie auch Motive zu opportunistischem Verhalten. Regelungen zur Corporate Governance haben grundsätzlich die Aufgabe, durch ... mehr
von  Prof. Dr. Axel v. Werder
Die Informationsethik hat die Moral (in) der Informationsgesellschaft zum Gegenstand. Sie untersucht, wie wir uns, Informations- und Kommunikationstechnologien und neue Medien anbietend und nutzend, in moralischer Hinsicht verhalten bzw. verhalten sollen.
von  Prof. Dr. Oliver Bendel

Lifo

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Abk. für Last-in-first-out; Prioritätsprinzip (Priorität) der Warteschlangentheorie, nach dem zuletzt ankommende Transaktionen zuerst bedient werden. Angewandt u.a. bei der Reihenfolgeplanung.

Ausführliche Erklärung:

I. Allgemein:

Abk. für Last-in-first-out; Prioritätsprinzip (Priorität) der Warteschlangentheorie, nach dem zuletzt ankommende Transaktionen zuerst bedient werden. Angewandt u.a. bei der Reihenfolgeplanung.

Vgl. auch Fifo.

II. Handelsbilanz:

Verfahren zur Bewertung gleichartiger Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens, bei dem unterstellt wird, dass die zuletzt gekauften Waren zuerst verkauft bzw. verwendet werden (§ 256 HGB). In der Bilanz werden die Vorräte mit den Anschaffungskosten der zuerst beschafften Waren angesetzt; bei Preissteigerungen also der niedrigste Einstandwert der Vorräte, wodurch das Ergebnis niedriger ausgewiesen wird und stille Rücklagen gebildet werden.

III. Steuerbilanz:

Die Lifo-Methode kann gemäß § 6 I Nr. 2a EStG grundsätzlich von Gewerbetreibenden in Anspruch genommen werden, die aufgrund gesetzlicher Vorschrift zur Buchführung verpflichtet sind oder freiwillig Bücher führen.

In Betracht kommen gleichartige Wirtschaftsgüter des Vorratsvermögens. Gleichartigkeit liegt vor bei gleichartiger Warengattung oder gleicher Funktion. Auch annähernde Preisgleichheit wird vorausgesetzt.

Die Unbestimmtheit bez. des anzuwendenden Verfahrens wird durch R 6.9 EStR 2008 eingeschränkt, wonach bei der Bewertung des Vorratsvermögens grundsätzlich von der Lifo-Methode auszugehen ist. R 6.9 EStR 2008 unterscheidet folgende Methoden:
(1) Beim permanenten Lifo-Verfahren werden die Zu- und Abschläge des Wirtschaftsjahres in chronologischer Reihenfolge berücksichtigt. Die Zugänge werden mit ihren tatsächlichen Anschaffungskosten angesetzt, während die Abgänge mit den Wertansätzen der letzten Zugänge bewertet werden.


(2) Beim Perioden-Lifo-Verfahren werden nicht alle Zu- und Abgänge während des Geschäftsjahres einzeln zugeordnet und wertmäßig fortgeschrieben. Es wird lediglich der mengenmäßige Bestand am Ende der Periode ermittelt und mit dem Anfangsbestand verglichen. Der Steuerpflichtige kann auch den Überbestand für jedes Wirtschaftsjahr als eigenen Posten (Layer) fortführen und bei einem Endbestand, der niedriger ist als der Anfangsbestand, nach der Lifo-Methode auflösen. Die Layer sind nach Lifo-Methode einer Teilwertabschreibung zugänglich.

Abweichungen: Die Lifo-Methode wird im Normalfall (Perioden-Lifo) beim Jahresabschluss angewendet. Von der Lifo-Methode kann in den folgenden Wirtschaftsjahren nur mit Zustimmung des Finanzamts abgewichen werden.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Lifo
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
Im Zuge des Transfers von Gütern (Handelsgut) vom Produzenten zum Verbraucher kommt dem Handel eine zentrale Rolle zu. Aus Sicht vieler produzierender Unternehmen (Produzent) und Kunden ist der Handel das wichtigste Distributionsorgan (Distributionspolitik), das die Aufgaben der akquisitorischen und physischen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Alexander Hennig, Prof. Dr. Willy Schneider
I. Begriff In der deutschsprachigen Marketingwissenschaft erlebt das Thema Marketingcontrolling nach intensiven Forschungstätigkeiten zu Beginn der 1980er-Jahre einen neuen Höhepunkt. Beim Marketingcontrolling handelt es sich um ein klassisches Schnittstellenthema zweier betriebswirtschaftlicher Teilgebiete. Marketing und Controlling stehen in einem ambivalenten Verhältnis zueinander. Einerseits ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Sven Reinecke
„Handel ist Wandel“ ist ein gefälliges Sprichwort, das von Führungskräften im Handel allzu gerne benutzt wird, wenn es darum geht, die andauernd notwendige Veränderungsbereitschaft in Handelsunternehmen in prägnante Worte zu fassen. Inhalt dieses Schwerpunktbeitrags sind die aktuellen Veränderungen in der ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Alexander Hennig, Prof. Dr. Willy Schneider