| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 50.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Michael Weber entwickelt risikoadäquate Konzepte zur Preisbestimmung und für bankenaufsichtsrechtliche Regelungen von Kreditderivaten unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Sichtweisen von kreditrisikoübernehmender ... Vorschau
42.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 39,90 € - inkl. weiterer 50.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Seit dem Frühjahr 2007 ließ sich auf dem US-Markt für Hypothekenkredite mit geringer Bonität (Subprime) ein drastischer Anstieg von Zahlungsausfällen beobachten, der in der Folgezeit zu erheb­lichen Neubewertungen von Krediten, Auflösungen von Kredit­porte­feuilles, Not­finan­zierun­gen von Spezialinstituten bis hin zum Zusammenbruch ... mehr
von  Prof. Dr. Oliver Budzinski, Prof. Dr. Albrecht F. Michler
Mit der Plankostenrechnung lassen sich einerseits zukünftige Kosten für das Unternehmen, die Unternehmensbereiche, Prozesse und Produkte bestimmen. Plankosten erlauben andererseits im nachhinein Soll-Ist-Vergleiche für Kostenstellen und Kosten für erbrachte Leistungen. Sie dienen damit der Steuerung von Ergebnissen, Gemeinkostenbereichen und Projekten ... mehr
von  Prof. Dr. Jochen R. Pampel, Prof. Dr. Kurt Vikas

Massegläubiger

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Gläubiger, die volle Befriedigung aus der Insolvenzmasse vor allen Insolvenzgläubigern beanspruchen können.

Ausführliche Erklärung:

I. Begriff:

Gläubiger, die volle Befriedigung aus der Insolvenzmasse vor allen Insolvenzgläubigern beanspruchen können (§§ 53–55 InsO).

II. Ansprüche:

Ausschließlich durch oder während des Verfahrens entstehend.

1. Massekosten: a) Gerichtliche Kosten für das Insolvenzverfahren. Gläubiger hat für einen nach § 26 II InsO geleisteten Vorschuss Erstattungsanspruch gegen die Masse.

b) Ausgaben für Verwaltung, Verwertung und Verteilung der Masse, z.B. Vergütung des Insolvenzverwalters und Gläubigerausschusses.

c) Die dem Gemeinschuldner und seinen Angehörigen bewilligte Unterstützung (§ 100 InsO).

2. Masseschulden: a) Verbindlichkeiten, die der Insolvenzverwalter innerhalb seiner gesetzlichen Tätigkeit durch Rechtsgeschäfte oder Rechtshandlungen zu Lasten der Masse begründet, z.B. Kosten aus der Führung von Masseprozessen oder aus dem Betrieb eines Kraftfahrzeuges für die Masse.

b) Ansprüche aus Verträgen für die Zeit von Insolvenzeröffnung bis zur Beendigung des Vertragsverhältnisses, z.B. aus Miet-, Pacht-, Dienst- oder Gesellschaftsverträgen.

c) Ansprüche aus gegenseitigen Verträgen, deren Erfüllung vom Insolvenzverwalter kraft seiner Wahlbefugnis (§ 103 InsO) von dem Vertragspartner verlangt wird.

d) Verbindlichkeiten aus einem Sozialplan (§ 123 II InsO).

e) Ansprüche aus ungerechtfertigter Bereicherung der Masse, soweit der Wert nach Insolvenzeröffnung zugeflossen ist (sonst gewöhnlich Insolvenzforderung).

III. Durchführung:

1. Reihenfolge: Zunächst die Masseschulden unter II Punkt 1 a) bis b), dann Masseverbindlichkeiten, die nach der Anzeige der Masseunzulänglichkeit begründet worden sind, und schließlich alle übrigen, die Verbindlichkeiten nach I Punkt 1 c) jedoch zuletzt (§ 209 InsO). Bei gleichem Rang werden die Forderungen nach dem Verhältnis ihrer Beträge berichtigt.

2. Der Insolvenzverwalter hat von sich aus für Befriedigung und Sicherstellung der ihm bekannten Massegläubiger zu sorgen. Bei schuldhafter Pflichtverletzung haftet er persönlich (§ 60 InsO).

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Massegläubiger
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Ausgangslage und Ziele Die Energiewende, die Realisierung eines Konzepts für ein Energieversorgungssystem in der Bundesrepublik Deutschland, das auf erneuerbaren Energien basiert, sieht vor, den Anteil dieser erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von knapp 20 Prozent im Jahr 2011 auf 80 ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Claudia Kemfert
I. Ziel und Aufgaben Ziel des Technologiemanagements ist es, die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen durch den Aufbau und die Weiterentwicklung technologiebasierter Erfolgspotentiale langfristig zu sichern. Technologiemanagement umfasst die Planung, Organisation, Führung und Kontrolle der Unternehmensprozesse, welche die Beschaffung, die Speicherung und die ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Dieter Specht, Prof. Dr. Christian Mieke
I. Begriffliche Abgrenzungen, Arten und Ziele der Arbeitsmarktpolitik Von grundlegender Bedeutung ist zunächst die Unterscheidung zwischen Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik. Beschäftigungspolitik ist im Sinne einer Totalanalyse primär makroökonomisch ausgerichtet. Als umfassendere Strategie schließt sie alle Maßnahmen der allgemeinen Wirtschafts-, Geld-, Fiskal- und ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Berndt Keller, Privatdozent Dr. Fred Henneberger