| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Dieses Grundlagen- und Vertiefungswerk für Ausbildung, Studium und Praxis im Steuerrecht bietet einen kompakten systematischen Einstieg in alle wesentlichen Bereiche ... Vorschau
44.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Größte Fusionen und Übernahmen weltweit
Volumen der Fusionen und Übernahmen weltweit von 2000 bis 2011 (in Milliarden US-Dollar)
Statistik: Größte Fusionen und Übernahmen weltweit Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
I. Entwicklung Die Untersuchung der Entwicklungsdynamik der kapitalistischen Gesellschaft stand im Zentrum der Soziologie während ihrer Gründungsphase als akademisches Fach (1890-1920). Karl Marx, Émile Durkheim, Georg Simmel und Max Weber entwickelten Gesellschaftstheorien, in denen das Zusammenspiel von Wirtschaft, Kultur und ... mehr
von  Prof. Dr. Jens Beckert, Dr. Sascha Münnich
Immer häufiger nutzen Unternehmen verschiedener Branchen Sponsoring als Kommunikationsinstrument. Im Sport, bei kulturellen Ereignissen sowie im ökologischen, sozialen und medialen Bereich werden gezielt Personen, Projekte, Institutionen und audiovisuelle Programme unterstützt sowie eigene Veranstaltungen initiiert, um Teilnehmer und Zuschauer mit Kommunikationsabsichten ... mehr
von  Prof. Dr. Manfred Bruhn

Muttergesellschaft

Definition

ANZEIGE

Inhaltsverzeichnis

I. Begriff

II. Steuerrecht

Obergesellschaft.

I. Begriff:

Gesellschaft (Kapital- oder Personengesellschaft), die kapitalmäßig (aufgrund von Beteiligungen) oder sonst unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss auf ein oder mehrere andere Unternehmen (Tochtergesellschaft) ausüben kann, vgl. § 290 I 1 HGB. § 290 HGB wurde durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geändert, u.a. durch Einführung der bloß faktischen Beherrschungsmöglichkeit nach Absatz 1. –- Es liegt eine Beherrschung stets vor (unwiderlegliche Vermutung), wenn die Fälle des § 290 II HGB gegeben sind, so z.B. wenn Stimmenrechtsmehrheit besteht (§ 290 II Nr. 1 HGB). Welches Maß der Einflußnahme für eine beherrschende Stellung erforderlich ist, lässt sich mitunter nur im Einzelfall bestimmen.

Vgl. auch Holdinggesellschaft, Konzern, internationale Mutter-Tochter-Beziehungen.

II. Steuerrecht:

1. Im Zusammenhang mit der Konzernbesteuerung (Organschaft): Das Unternehmen, das Organträger (Obergesellschaft) des Organkreises ist.

2. Im Zusammenhang mit der Besteuerung von Dividenden:
(1) Doppelbesteuerungsabkommen: Meist eine Kapitalgesellschaft, die zu mind. 20 Prozent (oder 10 Prozent) an einer anderen Kapitalgesellschaft beteiligt ist.
(2) Mutter-Tochter-Richtlinie: Eine Kapitalgesellschaft mit Sitz in einem EU-Mitgliedsstaat, die mit mind. 10 Prozent (vor 2005: 25 Prozent, danach allmähliche Senkung der Schwelle auf die heutigen 10 Prozent) an einer Tochterkapitalgesellschaft in einem anderen EU-Staat beteiligt ist.
(3) Gewerbesteuer: Ein Unternehmen (jeglicher Rechtsform), das an einer Kapitalgesellschaft zu mind. 15 Prozent (vor Erhebungszeitraum 2008: 10 Prozent) beteiligt ist.
(4) Körperschaftsteuer: Jede Körperschaft, die Dividenden empfängt, unabhängig von der Beteiligungsquote.

In allen genannten Fällen ist vorgesehen, dass es durch die Besteuerung der Dividenden bei der Muttergesellschaft nicht zu einer überhöhten Gesamtbelastung der von der Tochtergesellschaft erwirtschafteten Gewinne kommen darf; dies wird von Deutschland i.d.R. durch eine Befreiung dieser Dividenden bei der Muttergesellschaft (Schachtelprivileg) gesichert.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Muttergesellschaft
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff und Charakterisierung Mit dem Begriff „Mergers and Acquisitions (M&A)“ wird i.d.R. eine Fusion oder eine Verschmelzung zweier Unternehmen zu einer rechtlichen und wirtschaftlichen Einheit (Merger) bzw. der Erwerb von Unternehmenseinheiten oder eines ganzen Unternehmens (Acquisition) bezeichnet. Während bei einem ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Jun.-Prof. Dr. Mark Mietzner
I. Begriff Sozioökonomie steht für ein Forschungsprogramm, das wirtschaftliches Handeln sowie die Kerninstitutionen und Strukturen der modernen Wirtschaft nicht allein unter „ökonomischen“ Gesichtspunkten (Effizienz) und unter ausschließlicher Berücksichtigung ökonomischer Faktoren (Nutzen- und Gewinnorientierung der Akteure auf der einen Seite und die ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Andrea Maurer
I. Zwecke der Konzernrechnungslegung Gehört ein Unternehmen als Mutter- oder Tochterunternehmen einem Konzern an, so ist die Aussagefähigkeit seines Jahresabschlusses aufgrund konzerninterner Beziehungen sowie der Möglichkeit konzerninterner Sachverhaltsgestaltungen eingeschränkt. D.h., die dem Jahresabschluss zugedachten Funktionen (Dokumentationsfunktion, Ausschüttungsbemessungsfunktion und Informationsfunktion) können nur ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Professor Dr. Dr. h.c. Ralf Michael Ebeling